Dekassan

Dekassan

Dekassan – das antimikrobielle Präparat.

Pharmakologische Wirkung

Dekassan wirkt gegen die meisten gramnegativen und grampositiven Mikroorganismen, einschließlich der Erreger von Diphtherie, Pyozytose sowie Staphylokokken-Infektionen.

Das Präparat weist eine antifungale Wirkung auf: Es zerstört Trichophyton-Arten (Flechte), Dermatophyten, Hefepilze sowie einige Schimmelpilzarten.

Dekassan wird zur Behandlung von Trichomonaden und Lamblien eingesetzt.

Keine Mikroorganismen mit Resistenz gegen Dekassan wurden identifiziert.

Darreichungsform

Dekassan ist zur Inhalation, lokalen Anwendung in den betroffenen Organen sowie zum externen Gebrauch indiziert.

Anwendungshinweise

In der Packungsbeilage von Dekasan sind folgende Anwendungsgebiete angegeben: Hauterkrankungen pilzlicher, eitriger und bakterieller Art (einschließlich mikrobielles Ekzem), eitrig-entzündliche Hauterkrankungen im Stadium der Abheilung sowie bei offenen Wunden (Phlegmone, Panaritium, Abszess, Carbunkel, Furunkel), Entzündungen der Mundhöhle, entzündliche Erkrankungen der Atmungsorgane in schwerem Verlauf mit Komplikationen, Erkrankungen der oberen Atemwege (chronische Laryngopharyngitis, bakterielle Angina pectoris), Entzündungen des Dickdarms (Proktitis, ulceröse Kolitis, Sigmoiditis) sowie Entzündungen im urogenitalen Bereich (Prostatitis, Endometritis, Vaginitis, Urethritis, Balanoposthitis).

Anwendung von Dekasan in der Chirurgie bei Operationsfeldern zur Desinfektion des Pleurasacks, der Bauchhöhle sowie großer Wundflächen.

Einsatzgebiet: Sterilisation medizinischer Instrumente und Ausrüstung, Desinfektion von Handschuhen sowie Händedesinfektion des medizinischen Personals vor Operationen; Sanierung des Ductus deferens vor der Geburt.

Gebrauchsanweisung für Dekasan

Anwendung der Dekasan-Lösung in Form feuchter Kühlverbände zum Waschen bei der Behandlung von Hauterkrankungen.

Tägliche Spülung der Fisteln mit der Lösung; die Abläufe werden gewaschen. Die Behandlung dauert 5 Tage.

Bei der Behandlung von Blasenentzündungen und Harnröhrenentzündungen wird die Lösung mit reinem Wasser im Verhältnis 1:7 verdünnt; gerechnet auf einen Heilkurs von 20 Spülungen (ca. 600 ml).

Für die Behandlung einer Prostatitis oder eines Dickdarms sieht die Dekasan-Anweisung folgendes Schema vor: 100 ml Lösung zweimal täglich als Einlauf verabreichen; die Lösung vor der Einführung erwärmen; die Behandlung fortsetzen, bis die Symptome der Verschlimmerung zurückgehen.

Bei Erkrankungen der Mundschleimhaut werden Spülungen oder Applikationen eingesetzt: Für Spülungen werden 150 ml verwendet, für Applikationen 50 ml (Einwirkzeit 12 bis 15 Minuten).

Die Behandlung von Zahnfleischentzündungen in den Stadien der Verschlimmerung erfolgt durch Bewässerung des Zahnfleisches mit warmer Lösung (100 ml) ein- bis zweimal täglich.

Bei Geschwürnekrose und Candidose der Mundschleimhaut erfolgt eine Spülung mit einer Dekasan-Lösung (4–5 Mal täglich, jeweils 150 ml); die Behandlung dauert 10 Tage.

Zur Therapie chronischer Mandelentzündungen sowie zur Bekämpfung pathogener Bakterienflora werden der Pharynx und die Mandellücken gespült; dabei werden bis zu 100 ml Dekasan pro Spülung verabreicht.

Dekassan Inhalationen Verwenden Sie auch Ultraschallinhalationen mit Dekasan zur Behandlung von ausgeprägten Bronchiektasien, einer Hypoplasie zystischer Lungen mit Abszess sowie bei Verschlimmerung chronischer Bronchitis.

Für Inhalationen mit Dekasan sind bis zu 10 ml Lösung erforderlich; bei diesen Erkrankungen kann die Lösung zudem über andere Applikationsmethoden verabreicht werden: mikrotracheostomal (maximal 50 ml/Tag), transnasal per Katheter (maximal 10 ml/Tag) oder tracheobronchial (maximal 100 ml).

Nebenwirkungen

Bei der topischen Anwendung von Dekasan können lokale allergische Reaktionen wie Hautrötungen und Urtikaria (Nesselsucht) auftreten.

Bei endobronchialer Applikation des Präparats kann es zu einem brennenden Gefühl und Hitzegefühl kommen, das bis zu 30 Minuten nach dem Eingriff anhalten kann.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Dekassan ist bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff kontraindiziert.

Ob Wichtige Hinweise:

Im Laufe des Lebens produzieren statistisch gesehen durchschnittliche Menschen weder zu viel noch zu wenig Speichel.


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