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Diätetische Maßnahmen bei Hypercholesterinämie

Cholesterin ist eine organische Verbindung, die für Zellmembranen unerlässlich ist. Es trägt zur Synthese von Vitamin D sowie zu weiblichen und männlichen Sexualhormonen (Östrogen, Progesteron und Testosteron) bei und spielt eine aktive Rolle in der Funktion des Immunsystems. Besonderheiten der Diät bei erhöhtem Cholesterin

Zahlreiche Studien haben den Zusammenhang zwischen dem Cholesterinspiegel und dem allgemeinen Befinden des Menschen aufgeklärt. Ein Überschuss an Cholesterin erhöht insbesondere das Risiko für die Entwicklung atherosklerotischer Gefäßveränderungen sowie für die Ablagerung von Plaques, was ein Hauptrisikofaktor für ischämischen Schlaganfall, Herzinfarkt und andere kardiovaskuläre Komplikationen darstellt.

Um die Entstehung und das Fortschreiten dieser Erkrankungen zu vermeiden, ist es erforderlich, bei erhöhtem Cholesterin eine entsprechende Diät einzuhalten.

Das Menü einer hypocholesterinämischen Diät

Um den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, ist es erforderlich, den Konsum gesättigter Fette etwa auf ein Drittel zu reduzieren; dies gewährleistet eine nachhaltige Senkung des LDL-Cholesterins und ermöglicht die Vermeidung einer Pharmakotherapie.

Bei einem hohen Cholesterinspiegel sollte die Diät unter Berücksichtigung folgender Punkte gestaltet werden:

  • Zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut tragen ungesättigte Fette pflanzlichen Ursprungs bei.
  • Gesättigte Fette, sowohl synthetischen als auch tierischen Ursprungs, erhöhen den Cholesterinspiegel im Blut.
  • Einfach ungesättigte Fette (wie Fisch und Meeresfrüchte) tragen zur Normalisierung von Cholesterin- und Triglyceridspiegeln bei.

Nützliche und schädliche Lebensmittel zur Senkung des Cholesterinspiegels

Bei der Zusammenstellung des Menüs sind folgende Eigenschaften der Lebensmittel sowie ihre Wirkung auf den Organismus bei einer hypocholesterinämischen Diät zu berücksichtigen:

  • Milchprodukte sollten fettarm sein (Milch nicht mehr als 1,5 %, Joghurt und Kefir nicht unter 2 %, Käse nicht über 35 %); der Verzehr von Sahne und saurer Sahne sollte vermieden werden.
  • Der Konsum von Margarine ist zu vermeiden, und die Butteraufnahme sollte deutlich reduziert werden.
  • Unter den Pflanzenölen sollten Olivenöle bevorzugt werden, da sie zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. In geringen Mengen können auch andere pflanzliche Öle wie Erdnuss-, Sonnenblumen-, Mais- und Sojaöl verwendet werden.
  • Zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut sollte bei der Ernährung mageres Rindfleisch, Kalbfleisch und Hammelfleisch bevorzugt werden. Vor dem Kochen ist das Entfernen des sichtbaren Fettes ratsam. Ein vollständiger Verzicht auf Fleisch wird nicht empfohlen, da dies insbesondere bei jungen Frauen zu einer Eisenmangelanämie führen kann.
  • Substitutionslebensmittel wie Nieren, Leber und Gehirne enthalten hohe Mengen an LDL-Cholesterin; daher ist deren Einsatz in einer hypocholesterinämischen Diät nicht empfehlenswert.
  • Unter dem Geflügelfleisch sollte Truthahnfleisch bevorzugt werden, da es nur 3–5 % Fett enthält.
  • Bei einer Diät zur Senkung des Cholesterins ist der Verzehr von Fisch empfehlenswert; die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren reduzieren nachweislich das Risiko für Herzinfarkte und andere kardiovaskuläre Komplikationen. Fettreiche Sorten wie Thunfisch, Dorsch und Scholle sowie Fischkaviar und Kalmare sollten jedoch aufgrund ihres hohen Cholesteringehalts vermieden werden.
  • Da Eigelb viel Cholesterin enthält, sollte in der Diät die Aufnahme auf maximal drei bis vier Eier pro Woche beschränkt werden; das Eiweiß kann jedoch ohne Einschränkungen verzehrt werden.
  • Der tägliche Verzehr von 400 g Gemüse und Obst führt zu einer signifikanten Senkung des Cholesterinspiegels im Blut. In Ländern, in denen der Konsum dieser Lebensmittel traditionell hoch ist, wird die geringste Sterblichkeit durch Bluthochdruck, Herzinfarkt und Krebs beobachtet. Für eine cholesterinreiche Diät sind besonders Weintrauben, Rüben, Kürbisse, Avocados und Auberginen geeignet, da sie Flavonoide enthalten, die zur Ausscheidung von LDL-Cholesterin beitragen.
  • Bei einer Cholesterindiät ist es ratsam, grobes Vollkornbrot und Nudeln in Maßen zu konsumieren; diese dienen nicht nur als alternative Energiequelle, sondern unterstützen zudem die Bindung und Ausscheidung von LDL-Cholesterin aus dem Körper.
  • Bohnen sind reich an pflanzlichem Eiweiß und sollten bei einer Diät zur Senkung des Cholesterins aufgenommen werden, insbesondere wenn der Fleischkonsum eingeschränkt ist.
  • Ein moderater Alkoholkonsum kann vor Atherosklerose schützen, indem er die Blutviskosität verringert und die Thrombenbildung hemmt.
  • Nüsse liefern ungesättigte Fettsäuren; Walnüsse gelten aufgrund zahlreicher Studien als besonders wirksam zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut.

Bei erhöhtem Cholesterin sollten Süßigkeiten vollständig vermieden werden, da ein erhöhter Blutzuckerspiegel die Cholesterinwerte steigert.

In einer Diät bei hohem Cholesterin sollte der Fokus auf gedünstetem und gekochtem Essen liegen; es ist empfehlenswert, den Fett- und Ölzufuhr minimal zu halten und eventuelle Defizite durch Wasser auszugleichen. Etappenmenü einer hypocholesterinischen Diät

Neben der Ernährungsumstellung zur Senkung des LDL-Cholesterins ist regelmäßige körperliche Aktivität erforderlich (Verzicht auf das morgendliche Fasten, Fußspaziergänge und Sport); gleichzeitig sollte der Konsum von Alkohol und Nikotin reduziert werden.

Zur Prophylaxe und komplexen Behandlung der Atherosklerose können neben anderen Mitteln auch Heilkräuter wie Hagebutte, Maiskolben, Schachtelhalm, Weißdorn, Kirschen, Minze und Wegerich eingesetzt werden.

Musterhaftes Tagesmenü bei erhöhtem Cholesterin.

Zum ersten Frühstück können 150 g Haferbrei, eine Portion Obst (Pampelmuse, Apfel, Birne oder Orange) sowie Kaffee oder Tee ohne Zucker – gegebenenfalls mit Honig und fettarmer Milch angereichert – verzehrt werden.

Für das zweite Frühstück wird ein Gemüsesalat (250 g), gewürzt mit Zitronensaft oder Olivenöl, sowie ein Glas frischen Möhrensaft empfohlen.

Das Mittagessen besteht aus 300 ml Gemüsesuppe auf Olivenölbasis, 150 g dampfgaren Hühnerkoteletts, 150 g gegrilltem Gemüse, einem Stück Weizenbrot und einem Glas Apfelsaft.

Für das Nachmittagsessen können 120 g Haferflocken verzehrt und ein Glas Apfelsaft getrunken werden.

Das Abendessen besteht aus 200 g fettarmem Grillfisch, 150 g geschmortem Gemüse, einem Stück Roggenbrot sowie Tee (schwarz, grün oder Kräutertee).

Ob Wichtige Informationen zur Krankheit „Kuru“.

Die seltenste Erkrankung ist Kuru; sie betrifft ausschließlich Angehörige des Stammes der Fore in Neuguinea und führt zum Tod durch Gelächter. Als Ursache wird das Essen menschlichen Gehirns angenommen.


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