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Generalisierte Angststörung

Bei einem Menschen, der über mindestens sechs Monate hinweg eine übermäßige tägliche Unruhe und Besorgnis aufweist, liegt eine generalisierte Angststörung (GAS) vor. Generalisiertes Angststörung – anhaltendes Gefühl der Sorge

Ursachen der generalisierten Angststörung

Die genauen Ursachen für das Entstehen dieser Erkrankung sind unbekannt. Häufig treten sie jedoch bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit sowie im Zusammenhang mit Panikattacken und schweren Depressionen auf.

Die generalisierte Angststörung ist weit verbreitet. Nach Statistiken erkranken jährlich etwa 3 % der Bevölkerung, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Oft wird die Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen beobachtet; sie tritt jedoch auch bei Erwachsenen auf.

Die Störung wird durch ständige Besorgnis und Befürchtungen charakterisiert, die in Anbetracht verschiedener Umstände oder Ereignisse entstehen, obwohl diese keine vergleichbare Aufregung erfordern. Bei Studierenden kann beispielsweise eine übermäßige Angst vor Prüfungen beobachtet werden, selbst wenn fundierte Kenntnisse und hohe Bewertungen vorliegen. Patientinnen mit einer generalisierten Angststörung (GAS) sind sich der Übermaßigkeit ihrer Ängste oft nicht bewusst; dennoch ruft der ständige beunruhigte Zustand bei ihnen ein Unwohlsein hervor.

Um eine generalisierte Angststörung sicher zu diagnostizieren, müssen die Symptome über mindestens sechs Monate anhalten und dabei unkontrolliert sein.

Symptome der generalisierten Angststörung

Bei der generalisierten Angststörung (GAS) ist der unmittelbare Anlass für die Besorgnis deutlich ausgeprägter als bei verschiedenen Panikattacken. Der Patient kann sich über eine Vielzahl von Gründen aufregen, meist im Zusammenhang mit beruflichen Verpflichtungen, Geldmangel, Sicherheitsbedenken, Gesundheitsproblemen, Autoreparaturen oder anderen täglichen Pflichten.

Die charakteristischen Symptome der generalisierten Angststörung sind: erhöhte Erschöpfbarkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Muskelanspannung. Es ist zu beachten, dass die Mehrheit der Patienten mit GAS bereits eine oder mehrere weitere psychische Störungen entwickelt hat, darunter Panikstörung, depressive Störung oder soziale Phobie.

Klinisch manifestiert sich die generalisierte Angststörung durch ständige Besorgnis und Anstrengung in Bezug auf verschiedene Ereignisse oder deren Folgen über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Der Patient kann diesen beunruhigten Zustand nicht kontrollieren; dies wird begleitet von den oben genannten Symptomen.

Für die Diagnose einer generalisierten Angststörung bei Kindern genügt das Vorhandensein von mindestens zwei Symptomen, während bei Erwachsenen mindestens drei Symptome erforderlich sind.

Bei der generalisierten Angststörung ist die Ausprägung von Unruhe und Besorgnis nicht auf spezifische Motive beschränkt, wie es bei anderen Angststörungen üblich ist. Stattdessen beziehen sich Unruhe und Besorgnis ausschließlich auf die Angst vor Panikattacken (Panikstörung), vor Menschenmengen (soziale Phobie), vor Gewichtszunahme (nervöse Anorexie), vor Trennung im Kindesalter (separative Angststörung) oder vor der Möglichkeit einer gefährlichen Erkrankung (Hypochondrie). Der beunruhigte Zustand verursacht beim Patienten Unbehagen und stört das normale Leben.

In der Regel werden die Symptome einer generalisierten Angststörung durch körperliche Erkrankungen (z. B. Hypothyreose) sowie durch den Konsum von Medikamenten oder Drogen ausgelöst. Kognitive Verhaltenstherapie – Behandlungsmethode für die generalisierte Angststörung

Risikofaktoren

Das Risiko für eine generalisierte Angststörung (GAS) ist erhöht, wenn folgende Faktoren vorliegen:

  • Weibliches Geschlecht
  • Niedriges Selbstwertgefühl
  • Neigung zur Belastbarkeit
  • Rauchen, Alkoholkonsum sowie Drogen- oder Medikamentenmissbrauch, die eine Abhängigkeit auslösen können
  • Langanhaltende Exposition gegenüber einem oder mehreren negativen Faktoren (z. B. Armut, Gewalt)
  • Beunruhigte Verwirrung seitens der Angehörigen

Diagnostik der Generalisierten Angststörung

Der Arzt führt in der Beratungsstelle eine körperliche Untersuchung durch, erstellt die Krankengeschichte und befragt den Patienten nach den Symptomen. Die Diagnostik umfasst zudem weitere Untersuchungen zur Ausschlussdiagnostik anderer Erkrankungen, die eine generalisierte Angststörung (GTS) verursachen könnten.

Der Arzt fragt den Patienten nach der Einnahme von Medikamenten, da einige davon schwere Nebenwirkungen haben können, die Symptome einer GTS ähneln. Zudem wird der Arzt unbedingt ermitteln, ob der Patient abhängig ist von Tabak, Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen.

Für die exakte Diagnose einer generalisierten Angststörung (GAS) müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Die Angstsymptome bestehen seit mindestens sechs Monaten.
  • Dies führt zu einem erheblichen Leidensdruck und beeinträchtigt das normale Leben (beispielsweise ist der Patient gezwungen, das Studium oder die Arbeit aufzugeben).
  • Die Symptome einer generalisierten Angststörung sind durch einen ständigen und unkontrollierbaren Charakter gekennzeichnet.

Therapie der generalisierten Angststörung

Die Behandlung der generalisierten Angststörung umfasst in der Regel folgende Verfahren:

  • Kognitive Verhaltenstherapie: Der Patient lernt dabei, seine Gedanken und Gefühle zu reflektieren sowie angemessen auf angstauslösende Situationen zu reagieren.
  • Verhaltenstherapie: Der Patient wird in Techniken zur Entspannung, Muskelentspannung, tiefer Atmung und Visualisierung geschult. Dies hilft ihm, das Gefühl der Besorgnis besser zu kontrollieren und Ruhe bewahren zu lernen. Im Verlauf der Therapie kann der Arzt den Patienten gezielt kleinen Stressoren aussetzen, um seine Reaktionsfähigkeit zu trainieren; dies ermöglicht eine Beobachtung des Verhaltens in belastenden Situationen.
  • Biofeedback: Bei dieser Methode werden Sensoren am Körper angebracht. Sie hilft dem Arzt, körpereigene Signale im Zusammenhang mit Reizfaktoren besser zu verstehen und die weitere Behandlung entsprechend anzupassen.
  • Gruppentherapie: Diese Therapieform ermöglicht es den Patienten, ihre Erfahrungen auszutauschen und zu erkennen, wie andere Betroffene mit ihrer Erkrankung umgehen.
  • Pharmakotherapie: Medikamente werden dem Patienten verschrieben, wenn die Symptome einer generalisierten Angststörung das normale Leben und Arbeiten beeinträchtigen. Wichtig ist zu beachten, dass eine eigenständige Einstellung der Medikation nicht erfolgen darf; vor einer Unterbrechung muss zwingend Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

Medikamente zur Behandlung der generalisierten Angststörung:

  • Benzodiazepine wirken muskelentspannend und dämpfen die Reaktion auf angstauslösende Gedanken. Diese Medikamente dürfen nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden, da sie Abhängigkeitspotenziale bergen können.
  • Zur Reduktion der Besorgnis werden Präparate wie Buspiron oder Alprazolam eingesetzt;
  • Als Erstlinientherapie werden Antidepressiva, vorzugsweise Hemmstoffe der Serotonin-Wiederaufnahme (SSRI), eingesetzt.
  • Zur Linderung der körperlichen Symptome einer generalisierten Angststörung können Betablocker verwendet werden.

Für eine erfolgreiche Behandlung einer generalisierten Angststörung ist es entscheidend, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um das Risiko schwerer psychischer Komplikationen zu minimieren.

Zur Reduktion der Symptome einer generalisierten Angststörung wird empfohlen, den Konsum von Nikotin, Koffein und anderen Substanzen zu vermeiden, die nervöse Erregung fördern.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Die mittlere Lebenserwartung von Linkshändern ist statistisch gesehen geringfügig niedriger als die von Rechtshändern.


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