Gljurenorm

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Ab 434 Rubel

Glurenorm-Tabletten Gljurenorm – ein Sulfonylharnstoff der II. Generation zur oralen Anwendung; das Präparat wirkt hypoglykämisch und besitzt sowohl pankreatische als auch nicht-pankreatische Effekte.

Darreichungsform und Zusammensetzung

Die Darreichungsform ist eine Tablette: rund, glatt, weiß mit abgeschrägten Kanten; auf einer Seite das gravierte Firmenlogo, auf der anderen das Risiko-Logo; erhältlich in Blisterpackungen (10 Stück) oder im Karton (3, 6 oder 12 Blister).

Wirkstoff: Glikwidon, 30 mg pro Tablette.

Hilfsstoffe: lösliches Maisstärkepulver, trockene Maisstärke, Magnesiumstearat und Laktosemonohydrat.

Anwendungshinweise

Gljurenorm – ein Präparat zur Behandlung des Diabetes mellitus bei Patientinnen mittleren und fortgeschrittenen Alters (unter Vorbehalt der Ineffektivität der Diättherapie).

Kontraindikationen

Absolute:

  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Diabetische Azidose, Ketoazidose, Präkomakoma und Koma
  • Akute hämolytische Porphyrie
  • Seltene erbliche Erkrankungen: Laktase-Defizienz, Galaktosämie, Glukose-Galaktose-Malabsorption sowie die Intoleranz gegenüber Laktose
  • Schwere Leberinsuffizienz
  • Zustand nach Resektion der Bauchspeicheldrüse
  • Akute Zustände (z. B. Infektionskrankheiten und ausgedehnte chirurgische Eingriffe)
  • Alter bis zum 18. Lebensjahr
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Individuelle Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Präparats oder anderen Sulfonamiden

Relative Kontraindikationen

  • Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel (G6PD)
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Fiebersyndrom
  • Alkoholabhängigkeit

Anwendung und Dosierung

Gljurenorm wird gemäß den ärztlichen Empfehlungen in Bezug auf die Dosis eingenommen sowie unter Beachtung der Diät.

Zu Beginn der Therapie wird die Tablette in der Regel während des Essens (zum Zeitpunkt des Beginns der Nahrungsaufnahme) eingenommen. Falls keine Verbesserung des Zustands beobachtet wird, sollte die Dosis schrittweise erhöht werden.

Die Tagesdosis von maximal zwei Tabletten sollte in einer morgendlichen Einzeldosis eingenommen werden. Wird diese Grenze überschritten, muss das Präparat auf zwei bis drei Aufnahmen verteilt werden, wobei der größte Anteil zum Frühstück eingenommen wird.

Die höchstzulässige Tagesdosis beträgt vier Tabletten. Eine Erhöhung der Dosis über diesen Wert hinaus ist unangemessen, da sie keinen zusätzlichen Nutzen für die Wirksamkeit bietet.

Die Einnahme von Gljurenorm sollte während der Mahlzeiten erfolgen; das Präparat darf ohne ärztliche Beratung nicht abgesetzt werden.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist bei einer Dosierung über 75 Milligramm (entsprechend 2,5 Tabletten) eine sorgfältige Überwachung des Gesundheitszustands erforderlich.

Bei unzureichendem klinischem Effekt unter einer Monotherapie mit Gljurenorm ist eine Kombinationstherapie mit Metformin indiziert.

Nebenwirkungen

  • Hämatologisches System: Felty-Syndrom, Thrombozytopenie, Agranulozytose
  • Nervensystem: Schläfrigkeit, Vertigo, Paresthesien, Kopfschmerzen, Erschöpfung
  • Kardiovaskuläres System: Extrasystolie, Hypotonie, Angina pectoris, kardiovaskuläre Insuffizienz
  • Verdauungssystem: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit, Bauchbeschwerden, Durchfall oder Verstopfung sowie Erbrechen und Cholestase
  • Stoffwechsel: Hypoglykämie
  • Sehorgan: Akkommodationsstörungen
  • Haut und subkutanes Gewebe: Photosensibilisierung, Urtikaria, Exanthem, Juckreiz sowie das Stevens-Johnson-Syndrom
  • Sonstige Symptome: Brustschmerzen

Besondere Hinweise: Glikwidon verhält sich wie Sulfonylharnstoff-Derivate mit kurzer Wirkdauer. Daher werden für die Behandlung von Patientinnen mit Diabetes mellitus Typ 2 Präparate mit einem erhöhten Hypoglykämie-Risiko, beispielsweise bei älteren Personen oder Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, vermieden.

Die Ausscheidung von Glikwidon erfolgt über die Nieren und ist unbedeutend; daher kann das Präparat auch bei Patientinnen mit diabetischer Nephropathie und renalen Funktionsstörungen angewendet werden. Bei schwerer Niereninsuffizienz sollte die Behandlung jedoch unter sorgfältiger ärztlicher Beobachtung erfolgen.

Es liegen Daten vor, die belegen, dass Gljurenorm bei Patientinnen mit Diabetes mellitus Typ 2 und Begleiterkrankungen der Leber (mit Ausnahme schwerer Funktionsstörungen) wirksam und sicher ist.

Patienten mit Diabetes mellitus sollten den ärztlichen Empfehlungen strikt folgen. Bei Nichtbefolgung kann es zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels kommen, was in schweren Fällen zum Bewusstseinsverlust führen kann. Wird das Präparat vor dem Essen eingenommen und nicht wie üblich am Beginn der Nahrungsaufnahme, ist die Wirkung von Gljurenorm stärker ausgeprägt; dadurch steigt das Risiko für eine Hypoglykämie.

Gljurenorm darf die Diätkost nicht ersetzen.

Bei Auftreten von Hypoglykämie-Symptomen müssen unverzüglich Kohlenhydrate (Lebensmittel oder zuckerhaltige Getränke) eingenommen werden; besteht der hypoglykämische Zustand fort, ist eine sofortige ärztliche Konsultation erforderlich.

Körperliche Belastung kann die hypoglykämischen Effekte des Präparats verstärken. Stress und Alkohol können die Wirkung hingegen sowohl erhöhen als auch verringern.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion können Sulfonilharnstoff-Derivate zu einer hämolytischen Anämie führen; da Gljurenorm ebenfalls dieser Gruppe angehört, ist eine vorsichtige Anwendung sowie gegebenenfalls ein Wechsel des Präparats erforderlich.

Zu den Wechselwirkungen von Gljurenorm liegen keine Daten vor; dennoch sollten Patienten über das Risiko hypoglykämischer Symptome wie Akkommodationsstörungen, Schwindel und Müdigkeit aufgeklärt werden, die während der Behandlung auftreten können. Aus diesem Grund ist Vorsicht bei der Bedienung von Fahrzeugen und potenziell gefährlichen Arbeiten geboten; bei Auftreten hypoglykämischer Zustände sollte das Autofahren sowie die Arbeit mit Maschinen vermieden werden.

Arzneimittelwechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidasehemmern, nichtsteroidalen entzündungshemmenden Mitteln, Analgetika, antifungalen Mitteln, trizyklischen Antidepressiva, Tetrazyklingen, Insulin sowie anderen oralen hypoglykämischen Präparaten, ACE-Hemmern, Kumarin-Derivaten, Cyclophosphamid und dessen Derivaten (Fluorchinolone, Sulfonamide, Sulfinpyrazol, Clofibrat, Clarithromycin, Chloramphenicol, Allopurinol) kann die hypoglykämischen Effekte von Gljurenorm verstärken. deren Derivate: Fluorchinolone, Sulfonamide, Sulfinpyrazol, Clofibrat, Clarithromycin, Chloramphenicol, Allopurinol.

Sympatholytika (einschließlich Clonidin) können Beta-Blocker, Guanethidin und Reserpin nicht nur den hypoglykämischen Effekt des Präparats verstärken, sondern auch gleichzeitig die Symptome der Hypoglykämie maskieren.

Eine Verringerung der hypoglykämischen Effekte von Gljurenorm ist bei gleichzeitiger Einnahme der folgenden Medikamente möglich: Sympathomimetika, Glukokortikoide, Schilddrüsenhormone, Thiazid- und Schleifendiuretika, orale Kontrazeptiva, Nikotinsäure-Derivate, Aminoglutethimid, Phenothiazine, Diasoxid, Glukagon, Rifampicin, Phenytoin sowie Barbiturate.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ethanol und Histaminblockern (z. B. Ranitidin oder Zimetidin) kann der hypoglykämische Effekt von Gljurenorm sowohl verstärkt als auch abgeschwächt werden. Н2-рецепторов Es ist möglich, den hypoglykämischen Effekt von Gljurenorm sowohl zu verstärken (z. B. durch Ranitidin oder Zimetidin) als auch abzuschwächen.

Lagerungsdauer und -bedingungen

Das Präparat an einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C lagern.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt fünf Jahre.

Preise in den Online-Apotheken:

Name des Präparats

Preis

Apotheke

Gljurenorm-Tabletten 30 mg (60 Stück)

434 Rubel

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Gljurenorm-Tabletten 30 mg (60 Stück), Boehringer Ingelheim

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