Zahngranulom

Wie behandelt man eine Zahngranulom? Das Zahngranulom ist eine Entzündung des Gewebes am Zahnwurzelende und manifestiert sich als kleiner eiteriger Knoten mit einem Durchmesser von 5–8 mm. Dieser Infektionsherd kann trotz seiner geringen Ausdehnung Komplikationen verursachen, die den Rahmen der Stomatologie überschreiten:

  • Zahnzyste
  • Entstehung einer Zystenbildung
  • Parodontitis
  • Cellulitis
  • Mastoiditis
  • Osteomyelitis
  • Nierenbeckenentzündung
  • Infektiöse Herzmuskelentzündung
  • Funktionsverlust von Niere, Herz und anderen lebenswichtigen Organen
  • Allgemeine Blutvergiftung

Solche Folgen können entstehen, wenn die Behandlung des Zahngranuloms im frühen Stadium nicht durchgeführt wurde und das Zahnfleischgewebe in das eitrige Granulationsgewebe eingewachsen ist.

Ursachen und Symptome des Zahngranuloms

Das Auftreten und die Entwicklung eines Zahngranuloms können verschiedene Auslösefaktoren haben:

  • Traumata: Beschädigungen des Gebisses sowie des umgebenden Weichgewebes.
  • Zahnärztliche Erkrankungen: Parodontitis, Perikoronaritis und Pulpitis.
  • Behandlungsfehler durch Ärzte: unzureichende Behandlung oder Nerventherapie sowie die Verwendung nichtsteriler Instrumente.

Akute klinische Manifestationen eines Zahngranuloms können durch folgende ungünstige Faktoren ausgelöst werden:

  • Ein Rückgang der Immunität.
  • Hypothermie
  • Infekte
  • Starkes Klimaschwanken
  • Übermäßige körperliche Belastung
  • Psychische Überanstrengung
  • Psychoemotionale Belastung

Das Granulationsgeschwulst des Zahnes stellt eine lokalisierte entzündliche Bildung mit dünnen Wänden dar. Das Granulationsgewebe wächst intensiv, da die Käfige im Verlauf des Entzündungsprozesses zugrunde gehen. Die Existenz der Granulationsgeschwulst kann bis zum Erreichen signifikanter Ausmaße unbemerkt bleiben.

Manchmal manifestiert sich die Erkrankung erst bei der Röntgenaufnahme (Orthopantomogramm) oder anderen bildgebenden Verfahren, wenn sie aus anderen Gründen beim Zahnarzt aufgesucht wird, da die Merkmale des Wurzelsgranuloms fehlen können. Es ist gefährlich, dass der langdauernde asymptomatische Verlauf der Erkrankung zu einer Kieferzyste führen kann. In diesem Fall häufen sich nekrotische Massen und abgestorbene Bakterien innerhalb der dichten Kapsel an, die sich bei Abgrenzung des Granulationsgeschwulstgewebes von den umgebenden Geweben bildet.

Im Anfangsstadium der Entzündung treten geringfügige Symptome wie Schwellungen und Rötungen des Zahnfleisches, eine Verfärbung des Zahnes sowie Schmerzempfindungen auf. Anschließend, bei Wachstum des Granuloms, steigt die Körpertemperatur an und die Zahnschmerzen nehmen zu. Aus dem Infektionsherd wird Eiter abgesondert, was in der Regel von einer odontogenen Osteomyelitis begleitet ist.

Prophylaxe und Therapie des Zahngranuloms

Je nach Ausmaß des entzündeten Knotens, dem Zustand des umgebenden Gewebes sowie dem Vorhandensein von Komplikationen wird die Granulationsgeschwulst des Zahnes mit unterschiedlichen Methoden behandelt:

  • Zahngranulome – Ursachen und Symptome Zur konservativen Therapie: Die Höhle der Granulationsgeschwulst wird mit einem plombierenden Material ausgefüllt, das durch den wurzelständigen Kanal eingebracht wird. Die Infektion wird durch Antibiotika bekämpft;
  • Chirurgisch erfolgt eine Resektion der Wurzelspitze (Apikalektomie), eine Extraktion oder eine Amputation des Zahns; entwickelt sich begleitend ein periokkluzaler Abszess, so wird dieser eröffnet und drainiert.

Die Erhaltung des Zahnes ist unmöglich, wenn die Granulationsgeschwulst von Komplikationen wie vertikaler Fraktur, perforierter Wurzel sowie unpassierbarem Wurzelkanal begleitet wird, bei denen eine Wiederherstellung nicht möglich ist.

Schutzmaßnahmen bestehen vor allem in der Beachtung der Mundhygiene und dem regelmäßigen Zahnarztbesuch; bei ersten Symptomen einer Granulationsgeschwulst oder anderer Erkrankungen des periokkluzalen Raums sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

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