Die Walnuss

Nutzhafte Eigenschaften der Walnuss

Die heilsamen Eigenschaften der Walnuss waren bereits vor langer Zeit bekannt und wurden in altertümlichen Schriften von Hippokrates und Avicenna beschrieben. In der ostmedizinischen Tradition wird die Walnuss geschätzt wegen ihrer Fähigkeit, das Herz zu stärken, die Gehirntätigkeit und das Gedächtnis zu verbessern sowie die Leber zu reinigen. In der Volksmedizin werden Nüsse seit langem zur Behandlung von Nierenerkrankungen, Tuberkulose und Verdauungsstörungen eingesetzt, während Walnussblätter als wirksames Mittel verwendet werden.

Walnüsse

Zu den nützlichen Haupteigenschaften der Walnuss gehören ihre Fähigkeit, allgemein kräftigend, entzündungshemmend, antiparasitär, zusammenziehend, atherosklerosehemmend, bakterizid und harntreibend zu wirken.

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass in Walnüssen mehr Antioxidantien enthalten sind als in anderen Nusssorten. Antioxidantien erhöhen die Fähigkeit des Organismus zum Schutz vor verschiedenen Erkrankungen, was sie tatsächlich unverzichtbar für die tägliche Ernährung macht. Zudem ist die Walnuss als Prophylaxe gegen Atherosklerose und Diabetes nützlich, da sie im Gegensatz zu vielen anderen Nüssen aufgrund ihres Fettgehalts das Cholesterin nicht enthält.

Walnüsse können einen Mangel an Vitamin C sowie an Schwangerschaftsvitaminen im Organismus ausgleichen. Der Kern reifer Walnüsse enthält Zellstoff, Steroide, Alkaloide, Korotriterpenoide, das Antisterilitätsvitamin sowie Vitamine B1, B2 und B6, Inositol, Chinone, Gerbstoffe und eine Vielzahl von Mikroelementen wie Kalzium, Eisen, Jod, Natrium, Kalium, Phosphor und Magnesium. Dank dieser chemischen Zusammensetzung nehmen Walnüsse die Ermüdung ab, festigen die Muskulatur, verbessern das Gedächtnis, schützen vor Strahlung, verringern Reizbarkeit und Angstzustände, tragen zur Verbesserung der Milchqualität bei stillenden Müttern bei und erhöhen das Hämoglobin. Im Kern der Nuss findet sich zudem kein Kleber, der Allergien auslösen könnte.

Das in den Walnüssen enthaltene Magnesium, das gefäßstärkende und blutdrucksenkende Eigenschaften besitzt, ermöglicht seinen Einsatz zur Senkung des arteriellen Blutdrucks. Jod macht die Walnüsse bei Schilddrüsenerkrankungen nützlich.

In der Volksmedizin werden nicht nur die Nüsse, sondern auch die Blätter des Baumes aufgrund ihres Gehalts an ätherischen Ölen, Aldehyden, Säuren, Karotin, Vitamin C und Alkaloiden breit eingesetzt. Meistens dienen sie zur Behandlung von Darmdysbiose, Menstruationsstörungen, Gicht und Rheuma. Ein Sud aus den Scheidewänden der Walnuss ist bei Schilddrüsenerkrankungen und Mastopathie sehr nützlich.

Anwendung der Walnuss

Um den Organismus mit nützlichen Vitaminen und Spurenelementen zu versorgen sowie zur Vorbeugung zahlreicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes beizutragen, ist es empfehlenswert, täglich zwischen einer und drei Walnüsse in die Ernährung aufzunehmen.

Walnüsse sind besonders wertvoll für geschwächte Kinder, stillende Mütter, schwangere Frauen sowie ältere Menschen. Um ihre Qualität zu erhalten, sollte man sie aufgrund ihres hohen Gehalts an Antioxidantien frisch essen und vor Erhitzung bewahren.

Zur Prophylaxe verschiedener Erkrankungen können Walnüsse in Kombination mit anderen Lebensmitteln eingesetzt werden: In Verbindung mit Rosinen unterstützen sie die Funktion des Herzmuskels, während Honig ihre immunstärkende Wirkung verstärkt. Zur Vorbeugung von Atherosklerose mischt man zehn Nusskerne mit einem Löffel Sonnenblumen- oder Olivenöl sowie zwei Knoblauchzehen.

Walnuss – Quelle für Ascorbinsäure und Tocopherol

Bei Mastopathie kann eine Tinktur aus den Scheidewänden der Walnüsse angewendet werden: Für die Zubereitung werden die Scheidewände von zwanzig Nüssen in 100 g Wodka über zehn Tage eingeweicht; danach wird dreimal täglich bis zu 15–20 Tropfen eingenommen, idealerweise über mindestens zwei Monate. Diese Tinktur kann zudem zur Verbesserung des hormonellen Hintergrunds genutzt werden.

Walnussöl wird bei Diabetes, Hypertonie, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenstörungen, Lebererkrankungen sowie Ohrenentzündungen und Kolitiden empfohlen. Ein Hauptvorteil der äußerlichen Anwendung ist seine Fähigkeit, die Hautbarriere wiederherzustellen und den Stoffwechsel in Hautstrukturen zu unterstützen; dies unterstreicht seine Eignung für die Behandlung von Ekzemen, Hauttuberkulose, Psoriasis sowie zur Förderung der Heilung langwieriger Wunden und tiefer Entzündungen.

In der Kosmetik wird Walnussöl bei trockener und alternder Haut empfohlen, da es eine straffende und jugendfördernde Wirkung besitzt.

Kontraindikationen

Trotz aller nützlichen Eigenschaften ist zu beachten: Der tägliche Verzehr sollte zwischen drei und acht Stück betragen; in größeren Mengen können Walnüsse schädlich sein und Krämpfe sowie Entzündungen der Mandeln hervorrufen. Zudem kann übermäßiger Konsum Allergien auslösen, die sich als Mundschleimhautentzündung oder Nesselsucht manifestieren. Auch bei Kolitiden, Enterokolitiden, Ekzemen und anderen Hauterkrankungen sind Walnüsse kontraindiziert; daher ist ihre Aufnahme in der Ernährung nur mit Vorsicht zu empfehlen.

Ob Zu wissen:

Selbst wenn das Herz eines Menschen nicht schlägt, kann er dennoch über einen längeren Zeitraum leben. Dies wurde am Beispiel des norwegischen Fischers Jan Rewsdal demonstriert: Sein „Motor" blieb vier Stunden stillstand, nachdem der Fischer sich geirrt und im Schnee eingeschlafen war.


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