Das Brustbein

Das Brustbein ist ein unpaarer, verlängerter Knochen mit leicht konvexer Vorder- und konkaver Rückseite.

Der menschliche Skelettapparat: das Brustbein

Aufbau des Brustbeins

Das Brustbein liegt in der vorderen Wand des Brustkorbs. Es besteht aus drei Abschnitten: dem Griff, dem Körper und dem Schößling. Alle Bereiche sind durch Knorpelschichten miteinander verbunden, die im Laufe des Lebens verkalken.

Aufbau des Brustbeins

Am lateralen Rand ist das Sternum etwas niedriger; hier befindet sich die Einsenkung des ersten Randes – die Verbindungsstelle zum ersten Rippenknorpel. Etwas tiefer erkennt man eine kleine Ausbuchtung, den oberen Teil der Einsenkung des zweiten Randes. Der untere Bereich dieser Einsenkung grenzt unmittelbar an den Körper des Sternums.

Der Körper des Sternums ist im Vergleich zum Griff fast dreimal so lang. Bei Frauen ist er kürzer als bei Männern.

Im vorderen Bereich sind die Verschmelzungslinien der einzelnen Rippenknorpel mit dem Brustbein während der embryonalen Entwicklung als schwach ausgeprägte Querlinien sichtbar.

Die Synchondrose zwischen dem unteren Rand des Griffes und dem oberen Rand des Körperanteils bildet einen stumpfen, hinten offenen Winkel an der Verbindungsstelle zum zweiten Rippenknorpel und ist leicht perkutan tastbar.

Am seitlichen Rand des Brustbeins finden sich zwei unvollständige und vier vollständige Einkerbungen – die Verbindungsstellen der Ränder mit den Rippenknorpeln (vom zweiten bis zum siebenten). Eine unvollständige Einkerbung liegt über dem seitlichen Bereich des Brustbeins und entspricht dem Knorpel des zweiten Randes, während die andere unterhalb des seitlichen Bereichs und dem Knorpel des siebenten Randes positioniert ist. Dazwischen liegen vier vollständige Einkerbungen, die den dritten, vierten, fünften und sechsten Rändern entsprechen.

Die Bereiche der seitlichen Abschnitte, die sich zwischen zwei benachbarten Einkerbungen befinden, weisen halblunäre Ausbuchungen auf.

Der kürzeste Abschnitt des Brustbeins ist der knorpelige Fortsatz (Sternfortsatz). Er kann nach Form und Umfang unterschieden werden: ein Loch in der Mitte oder eine zweispitzige Spitze. Eine abgeflachte oder scharfe Spitze kann wie vorwärts oder rückwärts gerichtet sein.

Im oberen Bereich des lateralen Abschnitts des Sternfortsatzes befindet sich die unvollständige Einkerbung, die sich mit dem Knorpel des siebenten Randes verbindet.

Die Knorpel können variieren: Im subxiphoiden Bereich oder im mediastinalen Abschnitt befinden sich Muskelgruppen des Brustkorbs, die von einer bis zu drei Rippen entspringen und deren Knorpel mit dem Brustbein verbunden sind.

Ein Hauptmuskel des Brustbeins ist der große Brustmuskel (Pectoralis major). Er beginnt an der medialen Oberfläche der Klavikula, verläuft durch den Körper sowie den Griff des Brustbeins und setzt sich fort in den geraden Bauchmuskel.

Schmerzen und Brennen im Brustbein.

Meistens ist der Brustschmerz mit Infektionen der mediastinalen Organe sowie ihrer knorpeligen Strukturen verbunden. Zudem können psychogene Erkrankungen eine Ursache sein.

Schmerzen und Brennen im Brustbein sind unangenehme Symptome.

  • Zu den Ursachen zählen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts wie Magengeschwüre oder gastroösophageale Refluxkrankheiten.
  • Erkrankungen des Bronchial-Lungen-Systems
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Bluterkrankheiten
  • Brustbeinverletzungen und -frakturen

Neben diesen Ursachen können auch psychogene Schmerzursachen im Bereich des Brustbeins vorliegen (z. B. Hysterie, vegetative-vaskuläre Dystonie).

Brustbeinfraktur.

In der Traumatologie sind Sternumfrakturen relativ selten. Sie entstehen in der Regel durch einen starken Aufprall auf den Brustkorb, beispielsweise bei einem Verkehrsunfall (durch Stoß des Brustkorbs gegen das Lenkrad) oder durch starkes Zusammenpressen des Brustbeins. Oft wird die Fraktur von einer Dislokation begleitet; eine dislozierte Fraktur ist gekennzeichnet durch das Einwärtsdrücken der Mitte des Brustbeins.

Symptome der Sternumfraktur.

Das auffälligste Symptom einer Sternumfraktur sind schmerzhafte Empfindungen an der Verletzungsstelle, die sich bei der Atmung verstärken. Im Bereich des Bruchs können Blutergüsse und Hämatome beobachtet werden. Die Palpation ist sehr schmerzhaft; bei einigen Patienten lassen sich die Bruchstücke des Brustbeins durchfühlen.

Ein Bruch ohne Versatz kann starke Schmerzen nicht hervorrufen, wenn das Trauma mit zahlreichen Brüchen der Ränder einhergeht.

Ein Bruch mit starkem Versatz kann Organe des Brustkorbs beschädigen; infolge einer Schädigung von Lunge oder Pleura können Pneumothorax (Luftansammlung) oder Hämothorax (Blutansammlung) entstehen, was eine ernste Lebensgefahr darstellt und eine unverzügliche medizinische Intervention erfordert.

Ob Wissen Sie das?

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen Zungenabdruck.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt