Chalazion

Der Begriff „Chalazion" leitet sich vom Griechischen ab und bedeutet „das kleine Knötchen". Diese kleine Verdichtung weist eine rundliche Form und scharfe Grenzen auf. Ein Chalazion löst sich in der Regel über einen langen Zeitraum nicht spontan auf. Nicht selten übt es Druck auf den Augapfel aus, was andere Augenkrankheiten provozieren kann. Ein Chalazion kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern entstehen. Chalazion – eine kleine Verdichtung

Die Symptome der Erkrankung

Die Entwicklung eines Chalazions wird durch eine leichte Schwellung des Augenlids, einen mäßigen Schmerz und ein Fremdkörpergefühl begleitet. In den meisten Fällen verschwinden die Symptome innerhalb von einem bis zwei Tagen; jedoch kann sich die krankhafte, rundliche Anschwellung im Lid persistieren. Die Größe der Schwellung führt nicht selten zu einer leichten Sehverschlechterung. Manchmal bildet sich auf der Oberfläche des Augenlids ein roter oder grauer Fleck. Bei ausgeprägtem Wachstum ist das Chalazion beim Tasten deutlich und fest.

Chalazion – Ursachen der Erkrankung

Die Hauptursache eines Chalazions ist die Verödung (Fettzyste) einer Drüse im Augenlid, was sehr häufig vorkommt. Durch diese Verödung staut sich das Sekret an, was zur Entwicklung einer Entzündung und zur Bildung der Verdichtung im Lid führt.

Die Vernachlässigung der Regeln der persönlichen Hygiene ist ebenfalls eine verbreitete Ursache für Chalazionen. Dazu gehören häufiges Reiben der Augen mit ungewaschenen Händen, das Vergessen des Abends Waschens sowie die unordentliche Verwendung von Kontaktlinsen, wodurch Schmutz und Infektionen ins Auge eingeschleppt werden können.

Zu den weiteren potenziellen Ursachen von Chalazionen zählen verschiedene Zustände des Organismus, die mit einer verstärkten Schweißproduktion einhergehen (z. B. hormonelle Umstellungen, Diabetes mellitus).

Ein unbehandeltes Chalazion oder wiederkehrende Rückfälle können dazu führen, dass sich die Läsion über Jahre hinweg entwickelt.

Behandlung des Chalazions

In 25 % der Fälle heilt das Chalazion spontan aus; alternativ können heiße Umschläge gefolgt von einer Augenmassage eingesetzt werden, um die Läsion zu eliminieren und den Inhalt des Entzündungsherdes freizusetzen. Für Kompressen eignen sich am besten Servietten, die in warmem Wasser angefeuchtet wurden; diese sollten 15 Minuten auf dem Augenlid liegen bleiben. Die Prozedur wird vier- bis sechsmal täglich empfohlen. Anschließend ist es möglich, das Augenlid mit kreisenden Bewegungen für eine bis zwei Minuten zu massieren. Eine konservative Behandlung (antiseptische Tropfen und Applikation einer gelbquecksilberhaltigen Salbe) kommt nur in der Anfangsphase der Erkrankung zum Einsatz, während kortikosteroide Therapien bei fortgeschrittenen Formen angewendet werden; hierbei werden Steroide direkt in das Chalazion injiziert, um die Resorption des darin enthaltenen Sekretes zu beschleunigen. Kenalog – Präparat zur Behandlung des Chalazions

Bei unzureichendem Erfolg der kortikosteroiden Therapie greift man zur chirurgischen Methode: Unter lokaler Anästhesie wird eine Pinzette auf das Augenlid gesetzt, daraufhin erfolgt ein Schnitt in der Augapfelbindehaut des Chalazions; dabei bleibt die Höhle intakt. Anschließend wird die spezielle antiseptische Salbe in die Höhle eingefüllt und unter die Augapfelbindehaut werden Antibiotika injiziert. Nach der Operation wird für einige Tage eine aseptische Binde aufgelegt.

Volksheilmittel zur Behandlung des Chalazions

Die Behandlung mit Volksheilmitteln ist indiziert, wenn die Verhärtung erst kürzlich aufgetreten ist und noch nicht gewachsen ist; als am weitesten verbreitete Methode wird trockene Wärme auf das Auge appliziert (z. B. mittels Ei oder Heizkissen).

Zur Schmerzlinderung können heiße Umschläge aus Haferflocken verwendet werden: Dazu wird ein Glas Milch mit 100 Gramm Flocken versetzt und anschließend um Wegerichblätter angereichert; der fertige heiße Umschlag wird auf die betroffene Stelle appliziert.

Nicht weniger wirksam ist das Wechseln von Kaltwasser- zu Heißwasserumschlägen auf Leinsamen.

Dill kann bei der Behandlung eines Chalazions helfen: Ein Esslöffel Dill und anderthalb Gläser Wasser werden benötigt; der abgeflachte Dill wird mit abgekochtem Wasser übergossen, eine bestimmte Zeit ziehen gelassen, woraufhin feuchte Kühlverbände angelegt werden.

Aloe und Ringelblume können bei dieser Erkrankung helfen: 10 Gramm Blätter werden in heißem Wasser eingeweicht und eine halbe Stunde stehen gelassen; danach wird das Gemisch abgeseiht und für feuchte Umschläge verwendet.

Zur Behandlung der Krankheit kann man die Verdichtung mit Kalanchoe-Saft oder Aloe einschmieren; Borazinsäure wird dabei nicht selten eingesetzt. Zunächst wird das Auge mit einer Lösung von Borazinsäure gewaschen, danach wird frischer Quark auf den wunden Punkt aufgetragen.

Ein sehr wirksames Volksmittel zur Behandlung des Chalazions ist die Eibischwurzel. Sechs Gramm Wurzel werden mit kaltem Wasser übergossen und über acht Stunden ziehen gelassen; anschließend wird das kranke Auge damit gewaschen.

Bei einem Chalazion nimmt man zwei Kaffeelöffel Kornblumenblüten und ein Glas Wasser. Die Blumen werden mit siedendem Wasser übergossen und etwa eine Stunde ziehen gelassen, danach wird der Aufguss durchgesiebt und auf die betroffene Stelle angewendet.

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