Endoskopist

Endoskopist: Der Arzt, der mit Hilfe eines beleuchteten optischen Systems instrumentale Untersuchungen durchführt. Diese Prozedur ermöglicht die Inspektion von Organen mittels schlauchförmiger Instrumente ohne chirurgische Eingriffe.

Endoskopist – Facharzt, der instrumentelle Untersuchungen mit Hilfe eines Endoskops durchführt

Der Begriff Endoskopie leitet sich aus den griechischen Wörtern «endon» (innen) und «skopeo» (beobachten, untersuchen) ab.

Die Endoskopie findet breite Anwendung in der Diagnostik sowie bei der Behandlung zahlreicher Erkrankungen in den Fachgebieten Gastroenterologie, Chirurgie, HNO-Heilkunde und Pneumologie.

Das Instrument der Endoskopie ist das Endoskop: ein flexibles, langes Rohr mit einem Objektiv am Ende. Mithilfe des Endoskops wird die Abbildung des Zustands der inneren Organoberfläche auf eine spezielle Aufzeichnung übertragen, von der aus der Endoskopist ein Foto erstellen kann.

Einsatzbereiche der Endoskopie

Die Tätigkeit des Endoskopisten ermöglicht die frühzeitige Diagnose und Behandlung zahlreicher schwerwiegender Erkrankungen wie Tuberkulose, Magenkrebs und Lungenkrebs sowie verschiedener Formen weiblicher Unfruchtbarkeit.

Die Arbeit des Arztes für Endoskopie ist notwendig für folgende Bereiche:

  • Die Endoskopie ermöglicht es, die Farbe der Schleimhäute, Erosionen, Geschwüre, Neubildungen sowie deren Abweichungen von der Norm zu erkennen; die gewonnenen Befunde werden dem behandelnden Arzt zur Diagnosestellung übergeben. Zudem kann mit Hilfe des Endoskops die Blutungsquelle aufgedeckt und eine operative Intervention vermieden werden.
  • Mit dem Endoskop können medikamentöse Substanzen direkt am betroffenen Bereich appliziert werden. Die Möglichkeit, chirurgische Instrumente einzuführen, ermöglicht es dem Endoskopie-Arzt, Heilmanipulationen wie die Abtragung kleiner Polypen oder Lasertherapien durchzuführen.
  • Dank der Endoskopie ist es möglich, Fotos der pathologischen Bereiche anzulegen; dies unterstützt den Arzt bei der Verfolgung des Krankheitsverlaufs und der Feststellung positiver sowie negativer Veränderungen im Verlauf der Behandlung.
  • Bei Bedarf an histologisch-bakteriologischen Untersuchungen kann der Endoskopist Gewebeproben aus den Schleimhäuten betroffener Organe entnehmen und diese anschließend laboranalytisch untersuchen.

Durchführung von Untersuchungen durch den Endoskopie-Arzt.

Endoskopische Verfahren werden von Patienten in der Regel gut vertragen, da die Schleimhaut an den betroffenen Organen weitgehend desensibilisiert ist.

Dennoch sind diagnostische und operative endoskopische Untersuchungen unter Narkose empfehlenswert. Diese Praxis ist in vielen entwickelten Ländern etabliert und ermöglicht eine maximal komfortable Durchführung für Arzt und Patient: Der Arzt kann den notwendigen diagnostischen oder therapeutischen Eingriff präzise und schnell durchführen, während der Patient das Unbehagen nicht spürt.

Die Tätigkeit des Endoskopikers umfasst ein breites Spektrum an Erkrankungen, bei deren Behandlung seine Hilfe erforderlich ist.

  • Das gastroösophageale Ulkus.
  • Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür
  • Duodenitis
  • Langdauerndes Geschwür mit Zerstörung der Zwölffingerdarmschleimhaut
  • Ösophagusvarikose, Ösophagusdivertikel und Mallory-Weiss-Syndrom
  • Papillitis
  • Gutartige Tumoren und Karzinome des Ösophagus
  • Darmkarzinom und Polypektomie

Hauptforschungsgebiete der Endoskopie

Einteilung nach dem untersuchten Organ im Tätigkeitsbereich des Endoskopikers

  • Bronchoskopie – die Untersuchung der Bronchien
  • Koloskopie – die Untersuchung des distalen Darmabschnitts sowie des Rektums
  • Ventrikuloskopie – die Untersuchung der Hirnhöhlen
  • Gastroskopie – die Untersuchung des Magens
  • Arthroskopie – die Untersuchung der Gelenke
  • Hysteroskopie – die endoskopische Untersuchung der Gebärmutterhöhle
  • Angioskopie – die endoskopische Untersuchung von Blutgefäßen
  • Kardioskopie – die endoskopische Untersuchung des Herzens
  • Kolonoskopie – die endoskopische Untersuchung des Dickdarms
  • Thorakoskopie – die endoskopische Untersuchung des Brustraums
  • Fistuloskopie – die endoskopische Untersuchung von inneren und äußeren Fisteln
  • Kolposkopie – die endoskopische Untersuchung der Scheidenwände und des Scheideneingangs
  • Ösophagogastroduodenoskopie (OGD) – die endoskopische Besichtigung und Behandlung von Speiseröhre, Magen sowie Zwölffingerdarm
  • Zystoskopie – endoskopische Untersuchung der Harnblase
  • Laparoskopie – minimalinvasive Bauchendoskopie
  • Cholangioskopie – endoskopische Darstellung und Therapie der Gallenwege
  • Ureteroskopie – endoskopische Untersuchung des Harnleiters
  • Otoskopie – endoskopische Darstellung von Trommelfell und äußerem Gehörgang

Ausübung des Berufs als Endoskopist

Für die Tätigkeit als Endoskopist ist eine Facharztausbildung erforderlich. Neben dem medizinischen Wissen müssen Kenntnisse im Umgang mit Computern und der notwendigen Ausrüstung vorhanden sein.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der erste Rüttler wurde im 19. Jahrhundert erfunden. Er arbeitete mit einem Dampfmotor und war ursprünglich zur Behandlung der weiblichen Hysterie bestimmt.


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