Ösophaguserosion

Die Ösophaguserosion ist ein Defekt der inneren Schleimhautschicht in der Speiseröhre. Dieser Defekt stellt eine Komplikation des Bruchs von Blendenöffnungen dar, die sich bei der Umstellung von Organen aus dem Bauchraum in den Brustkorb durch das Zwerchfell entwickeln.

Ursachen für die Entstehung einer Ösophaguserosion

Eine Erosion der Speiseröhre ist ein Defekt des inneren Schleimhautschichtes im Ösophagus Ösophaguserosionen gehen den folgenden pathologischen Zuständen voraus:

  • Erhöhung des intrauterinen Blutdrucks
  • Verminderte Tonusität der Ösophagalmuskulatur
  • Verkürzung des Ösophagus durch einen entzündlichen Prozess oder eine Geschwulst
  • Atrophie des linken Leberlappens
  • Dehnung der Ösophagusklappe
  • Fettgewebemangel unter dem Zwerchfell
  • Kyphose der Brustwirbelsäule

Alle oben genannten Faktoren begünstigen das Auftreten gleitender axialer Brüche, die zur Entwicklung einer Erosion der Speiseröhre führen.

Klinik und Symptome der Ösophagitis

Das Krankheitsbild einer Ösophagitis kann asymptomatisch, unauffällig oder undeutlich sein. Bei einem stärkeren Verlauf treten jedoch Beschwerden wie dumpfe oder heftige Schmerzen im Brustkorb, in der Bauchhöhle oder mit unterschiedlicher Ausstrahlung auf, die an Angina pectoris erinnern. Die Schmerzempfindungen und das Unwohlsein entstehen meist bei der Nahrungsaufnahme oder bei Körperlageänderung. Diese Symptome werden häufig von einem Gefühl der Fülle und Aufstoßen begleitet, das sich typischerweise in aufrechter Körperhaltung verringert.

Symptome der Ösophagitis (Erosion der Speiseröhre)

  • Schluckbeschwerden (dysphagisch)
  • Aufstoßen
  • Schluckbeschwerden
  • Reflux
  • Erbrechen
  • Erhöhte Speichelproduktion
  • Unangenehmer Mundgeruch

Diagnostik der Erkrankung

Zur Klärung der Diagnose wird dem Patienten eine Röntgenuntersuchung empfohlen, mit deren Hilfe das Vorhandensein von Ösophagusbrüchen oder Refluxen (Magenschleimhautläsionen) genau bestimmt werden kann. Zusätzlich erfolgen Untersuchungen mittels Ösophagomanometrie sowie allgemeine und biochemische Blut- und Urintests, Koloskopie und Stuhltests auf verstecktes Blut.

Die Behandlung der Erosion der Speiseröhre

Die medikamentöse Therapie der Ösophagitis umfasst die Anwendung von Antazida (Almagel) Die medikamentöse Behandlung der Ösophaguserosion sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Das Therapieschema umfasst Alginat, Antazida und Prokinetika:

  • Alginate bilden an der inneren Magenwand einen dichten Schaum, der bei jedem Reflux (Magensaft) in die Speiseröhre gelangt;
  • Als Antazida wird Algol eingesetzt, das Symptome mittlerer Schweregrade heilen kann. Für die Behandlung werden diese oft alle 1,5 bis 2 Stunden nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen eingenommen;
  • Prokinetika verkürzen die Kontaktzeit der Speiseröhre mit Magensäure, verbessern die Magenentleerung und erhöhen den Druck im unteren Schließmuskel der Speiseröhre. Zu den Prokinetika zählen Motilium oder Domperidon. Diese sollten viermal täglich zu 10 mg über einen längeren Zeitraum eingenommen werden;
  • PPI (Protonenpumpeninhibitoren) werden in einer Tagesdosis von 20 mg für eine Dauer von acht bis zehn Wochen verabreicht.

Die Behandlung der Speiseröhrenerosion mit Volksmitteln

  • Nehmen Sie dreimal täglich für 30 Minuten vor dem Essen 50 ml Kartoffelsaft ein und wiederholen Sie den Kurs über anderthalb bis zwei Monate; jährlich sollten drei bis vier Heilkurse absolviert werden. Zur Zubereitung: Die gereinigten Kartoffeln auf der Reibe raspeln und den Saft durch Mull filtern oder mit einem Entsafter gewinnen.
  • Nehmen Sie zweimal täglich für 30 Minuten vor dem Essen eine Mischung aus 25–30 ml Kartoffel- und Möhrensaft ein und wiederholen Sie den Kurs über anderthalb bis zwei Monate; jährlich sollten drei oder mehrere solche Heilkurse absolviert werden.
  • Mischen Sie 20 g Lindenblüten, Ringelblume, Klee sowie 10 g Schachtelhalm, Immortelle, Sauerampfer, Hartheu, Kamille, Baldrianwurzel und Fenchelfrüchte. Alle Pflanzen fein hacken, einen Esslöffel der Mischung in 500 ml kochendes Wasser geben und bei schwacher Hitze fünf bis sieben Minuten köcheln lassen; danach zwei bis drei Stunden ziehen lassen und abseihen. Nehmen Sie den Aufguss dreimal täglich vor dem Essen warm in einer Menge von 100–120 ml ein.
Ob Das sollten Sie wissen:

Im Bestreben, Kranke zu heilen, übertreiben Ärzte oft. So hat beispielsweise Charles Jensen zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Neubildungen durchgeführt.


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