Kieferhöhlenzyste

Eine Kieferhöhlenzyste ist eine gutartige Formation, die sich aus der Schleimhautdrüse des Nasenseptums bei Verschluss des Ausführungsganges entwickelt. Wenn der Ausführungsgang seine Funktion verliert, sammelt sich Schleim im Bereich des Nasenseptums an und es bildet sich eine kugelige, dünnwandige Kapsel, die den Bereich des Nasenseptums ausfüllt. Echte Zyste der Kieferhöhle

Man unterscheidet zwei Unterarten der Kieferhöhlenzyste:

  • Die klassische oder echte Kieferhöhlenzyste: Alle ihre Wände bestehen aus dem Gewebe der Schleimhaut.
  • Die falsche Zyste (Pseudokyste): Die Hülle dieser Zysten entwickelt sich aus anderen Gewebetypen. Sie befindet sich im unteren Bereich der Kieferhöhle und entsteht infolge entzündlicher Prozesse am Oberkiefer.

Laut medizinischer Forschung klären sich Kieferhöhlenzysten bei 10 % der Betroffenen spontan auf. Für eine optimale Diagnostik ist die Anwendung einer Computertomographie (CT) empfehlenswert.

Zu den Ursachen für die Bildung von Kieferhöhlenzysten gehören:

  • Alle Formen der Rhinitis – ob chronisch, vasomotorisch oder allergisch
  • Entzündungen der Nasennebenhöhlen, beispielsweise Sinusitis und Polypen
  • Entwicklungsstörungen der Nasenhöhle

Symptome einer Kieferhöhlenzyste

Die folgenden Symptome einer Kieferhöhlenzyste:

  • Langanhaltende Schmerzen im Bereich des Oberkiefers, die in die Schläfe und Augenhöhle ausstrahlen;
  • Ständige Kopfschmerzen
  • Verstopfte Nase ohne Anzeichen einer Erkältung sowie gelb verfärbtes Nasensekret
  • Häufige Erkrankungen der Kieferhöhlen

Es ist zu beachten, dass die Symptome einer Kieferhöhlenzyste meist fehlen und ihr Vorhandensein zufällig bei Röntgenuntersuchungen des Kopfes im Rahmen anderer Diagnostik festgestellt wird

Behandlung einer Kieferhöhlenzyste

Zur Festlegung der Behandlungsmethode ist eine langwierige Beobachtung des Verlaufs notwendig; den tatsächlichen Verlauf vorherzusagen, ist unmöglich. Die einzige Behandlungsmethode für eine Zyste der Kieferhöhle ist die Entfernung

Im Falle eines asymptomatischen Verlaufs kann die Zyste viele Jahre unverändert bleiben, sich in den Ausmaßen vergrößern oder sogar verringern und verschwinden; solche Zysten erfordern keine Behandlung. Bei einer zahnbezogenen Infektion entsteht die Zyste meist dann, wenn der Zahn prolabiert (vorbricht). Bei der Punktion wird die Zyste durchstochen, ihr Inhalt entleert, und sie verkleinert sich in den Ausmaßen; die Hülle bleibt dabei erhalten und füllt sich nach einer Weile wieder an.

Für alle übrigen Fälle ist die Wahl der Behandlungsmethode unabhängig von der Art der Zyste: Wenn diese ständige Beschwerden verursacht und den normalen Lebensvorgang des Organismus beeinträchtigt, wird ausschließlich die wirksame Methode empfohlen – die chirurgische Abtragung.

Chirurgische Entfernung der Kieferhöhlenzyste.

Je nach Größe der Zyste und deren Lage innerhalb der Höhle stehen zwei Operationsverfahren zur Verfügung:

  • Zur chirurgischen Entfernung der Kieferhöhlenzyste erfolgt ein Schnitt unterhalb der Oberlippe, um den vorderen Wandbereich zu eröffnen. Über das entstandene Defekt wird die Zyste mit chirurgischen Instrumenten entfernt. Ein Nachteil dieses Verfahrens liegt in der Beeinträchtigung der Integrität der Höhlenwände: Das Operationsloch kann narbig verheilen und nicht vollständig knöchern, was physiologische Funktionen der Schleimhaut stören und zu Rinitis oder einer Kieferhöhlenentzündung führen kann. Die Operation wird unter lokaler oder Allgemeinanästhesie durchgeführt.
  • Bei der endoskopischen Entfernung wird die Zyste mittels eines durch das Nasenloch eingeführten Endoskops entfernt, wobei ein Drainagelöchlein punktiert wird, ohne dass Schnitte gesetzt werden; der operierende Arzt überwacht den gesamten Prozess auf einem Monitor. Die Integrität der Kieferhöhle bleibt erhalten, und ihre physiologischen Eigenschaften sowie die Funktion der Schleimhaut bleiben vollständig gewahrt. In besonderen Fällen kann die endoskopische Entfernung auch über einen Ansatz unterhalb der Oberlippe erfolgen; im vorderen Bereich wird das Loch dann nicht größer als 4 mm. Bei diesem Verfahren bleibt die Integrität des Drainagelöchleins erhalten.

Volksheilmittel zur Behandlung der Kieferhöhlenzyste.

Besonders bei einer langdauernden allergischen Rhinitis ist die Anwendung volkstümlicher Methoden problematisch, da sich die Zyste auf diesem Hintergrund gebildet hat. In solchen Fällen wird der allergische Status des Organismus verstärkt; Allergene wie Gräser oder Inhaltsstoffe von Honig und Propolis können zusätzliche allergische Attacken sowie eine Vergrößerung der Zyste auslösen.

Es ist nicht empfehlenswert, folgende Methoden der volkstümlichen Behandlung einer Kieferhöhlenzyste anzuwenden:

  • Nasenspülungen mit Kräuteraufgüssen oder -süßwasser durchführen;
  • Die Nase mit Honig einfetten.
  • Die Nasenhöhle mit Kräuteraufgüssen und -süßwasser reinigen.
  • Dampfbäder mit ätherischen Ölen anwenden.
  • Aufgüsse aus Kräutern verwenden.

Physiotherapie sowie homöopathische Verfahren sind bei der Anwendung von Homöopathika kontraindiziert.

Die Prophylaxe gegen die Bildung einer Kieferhöhlenzyste besteht in der rechtzeitigen Behandlung auslösender Erkrankungen wie Karies, Parodontose, Rhinitis und Sinusitis. Die medikamentöse Therapie allergischer Rhinitis erfolgt mit Antihistaminika; zudem wird eine rechtzeitige Prophylaxe zur Vermeidung einer Verschlimmerung bei Pollinose empfohlen.

Ob Folgendes ist zu beachten:

Amerikanische Forscher haben Experimente an Mäusen durchgeführt und festgestellt, dass Granatapfelsaft die Entwicklung einer Atherosklerose der Gefäße verhindert. Eine Gruppe der Mäuse erhielt normales Wasser, während die zweite Gruppe Granatapfelsaft trank; daraufhin waren die Gefäße der zweiten Gruppe frei von Cholesterinplaques.


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