Gelbkörperzyste

Gefahr der Kyste des Gelbkörpers – Verdrehung des Stiels oder Riss ihrer Hülle Während des Eisbruchs reißt die Folikelwand, und das Ei wird freigesetzt. An der Stelle des platzierten Follikels bildet sich vorübergehend eine Blutdrüse – der Gelbkörper –, der Progesteron ausschüttet. Tritt keine Schwangerschaft ein, beginnt der Gelbkörper allmählich zu schrumpfen und verschwindet nach 11 bis 12 Tagen vollständig; an seiner Stelle entsteht das Corpus albicans (weißer Körper des Eierstocks). Bei einer Schwangerschaft bleibt der Gelbkörper bis zur 12. bis 15. Woche funktionsfähig, danach übernimmt die Plazenta seine Aufgaben, und der Gelbkörper degeneriert.

Wenn sich der Gelbkörper aus irgendeinem Grund nicht zurückbildet und beginnt, sich mit Flüssigkeit (manchmal auch mit Blut) zu füllen, spricht man von einer Gelbkörperzyste. Diese Pathologie ist relativ selten; laut Statistik tritt sie bei 2 bis 5 % der Frauen im gebärfähigen Alter auf.

Der Gelbkörper überschreitet im Durchmesser nicht 30 mm. Wird er größer, deutet dies bereits auf die Bildung einer Zyste hin. Meistens werden Gelbkörperzysten mit einem Durchmesser von 60 bis 80 mm beobachtet.

Ursachen der Gelbkörperzyste

Die genauen Ursachen der Gelbkörperzysten sind derzeit unbekannt. Es wird angenommen, dass verschiedene Störungen des Lymphabflusses und des Blutkreislaufs in den Geweben des Gelbkörpers zur Entstehung beitragen.

Zu den Ursachen der Gelbkörperzyste können gehören:

  • Langzeitgabe von Hormonpräparaten
  • Schwere psychische und körperliche Belastungen
  • Berufliche Tätigkeit unter schädlichen Bedingungen
  • Entzündliche Erkrankungen des weiblichen Fortpflanzungssystems
  • Irrationale Faktoren, beispielsweise eine langdauernde und häufige Beachtung von Monodiäten;

Diese Faktoren können im weiblichen Organismus verschiedene hormonelle Störungen hervorrufen. Untersuchungen zeigen, dass dies zur Bildung einer Gelbkörperzyste führen kann.

Nicht selten entwickelt sich bei schwangeren Frauen eine Gelbkörperzyste, die den Verlauf der Schwangerschaft sowie die Entwicklung des Fötus negativ beeinflusst.

Symptome einer Gelbkörperszyste:

Morphologisch handelt es sich bei der Gelbkörperzyste um eine kleine, gutartige hohle Bildung mit Flüssigkeitsinhalt. Bei kleinen Zysten fehlen die Symptome in der Regel; sie werden zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung der Beckenorgane entdeckt. Solche Zysten gehen gewöhnlich spontan innerhalb weniger Menstruationszyklen verloren: Die Flüssigkeit resorbiert sich, und die Wände kollabieren allmählich mit Narbenbildung.

Eine Gelbkörperzyste größeren Durchmessers kann die Eierstockkapsel dehnen und auf das Organ drücken. In diesem Fall beklagen Patientinnen Schmerzen in der Zyste. Diese weisen gewöhnlich einen ziehenden, krampfartigen Charakter auf, sind im Unterbauch lokalisiert und strahlen häufig in den Lendenwirbelbereich aus.

Bei diesen Fällen treten Symptome wie verschiedene Störungen des Menstruationszyklus (z. B. Zwischenblutungen oder eine Ausbleiben der Periode) auf, wenn die Zyste Hormone produziert.

Komplikationen einer Gelbkörperzyste

Das Risiko einer Gelbkörperzyste besteht darin, dass sie durch Einklemmen des Stiels oder Riss ihrer Kapsel entstehen kann.

Bei einem Riss der Zyste klagt die Patientin über starke Schmerzen. Anschließend treten Übelkeit, Schwindel und heftige Schwäche auf; diese Komplikation erfordert eine dringende chirurgische Intervention. Während der Operation erfolgt die Resektion des Eierstocks oder das Ablösen der Zyste. Kyste des Gelbkörpers mit Riss ihrer Hülle

Das Einklemmen des Stieles einer Gelbkörperzyste führt zu Blutungen. Infolgedessen kommt es zum Gewebeuntergang der Zyste (Nekrose) und zur Entwicklung einer Entzündung, die sich rasch auf benachbarte Organe, einschließlich des Bauchfells, ausbreitet. Diese Komplikation ist eine gefährliche Erkrankung, bei der eine sofortige chirurgische Intervention erforderlich ist. Daher sollten Sie bei Schmerzen durch eine Gelbkörperzyste keine Zeit mit der Selbstdiagnostik verlieren, sondern umgehend einen Gynäkologen aufsuchen.

Gelbkörperzyste: Behandlung

Kleine Gelbkörperzysten mit einem Durchmesser von bis zu 40 mm bedürfen in der Regel keiner Behandlung und lösen sich im Laufe einiger Menstruationszyklen selbstständig auf. Eine konservative Therapie wird für Fälle verordnet, bei denen die Patientin über Schmerzen klagt oder Funktionsstörungen des Monatszyklus auftreten.

Eine konservative Therapie wird zudem bei rezidivierenden Zysten sowie in Fällen angewendet, bei denen der Durchmesser 40 mm überschreitet.

  • Kompensation von Mangelzuständen an Spurenelementen und Vitaminen
  • Normalisierung des Stoffwechsels sowie der Nierenfunktion, des Gastrointestinaltrakts und der Leber
  • Wiederherstellung eines normalen Hormonhaushalts
  • Behandlung langdauernder gynäkologischer Erkrankungen

Während der Behandlung einer Gelbkörperzyste ist das Sexualleben nicht verboten; jedoch sollte der Geschlechtsakt vorsichtig erfolgen, um einen Zystenbruch oder eine Verletzung des Stieles zu vermeiden. Körperliche Übungen mit heftigen Lageveränderungen sind unerwünscht.

Die chirurgische Behandlung einer Gelbkörperzyste erfolgt ausschließlich bei Ineffektivität der konservativen Therapie oder im Falle von Komplikationen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der 74-jährige Australier James Harrison war über 1000 Mal Blutspender und half mit seiner seltenen Blutgruppe Neugeborenen, schwere Anämie zu überstehen; so rettete er etwa zwei Millionen Kinder.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt