Korvalent

Korvalent – ein Präparat mit gefäßerweiternder und zentralnervensystemberuhigender Wirkung.

Darreichungsform und Zusammensetzung

Korvalent wird in Form von Kapseln abgegeben: aus Schellack mit weicher, sphärischer oder kugelartiger Form und Naht. Die Hülle ist hell bräunlich-gelb bis schwachgelb oder farblos und enthält transparentes Öl mit gelblicher Schattierung oder farblosen Liquor. Der Inhalt hat einen Mentholgeruch (10 Stück pro Blister, 3 Blister pro Pappe).

Eine Kapsel enthält:

  • Wirkstoff: Menthol in Isovaleriansäuremethylester – 100 Milligramme.
  • Hilfsstoffe: Schellackhülle der Kapsel (Gelatine, Propylenglykolbenzoat [E 216], Methylparahydroxybenzoat [E 218], Glycerin).

Anwendungsgebiete

  • Behandlung von Angina pectoris in leichter Form
  • Hysterie und Neurose
  • Kopfschmerzen im Rahmen der Nitrattherapie
  • Seereiseübelkeit und Höhenkrankheit (als Kontraindication)

Kontraindikationen

  • Ausgeprägte arterielle Hypotonie
  • Akute Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Akuter Myokardinfarkt
  • Schwangerschaft und Stillzeit (wegen fehlender Erfahrungen mit diesem Wirkstoff in dieser Patientengruppe)
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Präparats

Die Anwendung des Präparats ist bei schwerer Angina pectoris nicht ratsam.

Die Therapie wird bei stillenden und schwangeren Frauen nur durchgeführt, wenn das für die Gesundheit des Kindes oder der Frucht erwartete Risiko höher ist als der mögliche Nutzen für die Mutter.

Da Korvalent keinen Zucker enthält, können Patientinnen mit Diabetes mellitus das Präparat einnehmen.

Art der Anwendung und Dosierung

Korvalent wird sublingual eingenommen; die Kapsel muss bis zu ihrer vollständigen Auflösung unter der Zunge gehalten werden (die Hülle kann zur Beschleunigung des Effekts zwischen den Zähnen zerdrückt werden).

Die Einzeldosis bei Stenokardie-Anfällen beträgt eine Kapsel; die Einnahmehäufigkeit richtet sich nach der Anfallshäufigkeit.

Die maximale Tagesdosis von Korvalent bei der Behandlung von Angina pectoris und weiteren Zuständen beträgt 600 Milligramm (entspricht sechs Kapseln).

Die Therapiedauer beträgt maximal sieben Tage.

Nebenwirkungen

In Einzelfällen können bei der Anwendung von Korvalent folgende Symptome auftreten: Schwindel, Unwohlsein im Bauchbereich sowie Übelkeit.

Bei langfristiger Anwendung kann es zu Müdigkeit und vorübergehender arterieller Hypotension kommen; diese Reaktionen sind in der Regel kurzlebig und klingen spontan ab.

Während der Therapie können allergische Reaktionen wie Nesselsucht oder Juckreiz auftreten.

Besondere Hinweise

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen wie Schwindel und Schläfrigkeit ist in den ersten Stunden nach der Einnahme von Korvalent Vorsicht bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder bei Tätigkeiten, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, geboten.

Arzneimittelwechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Korvalent mit Arzneimitteln zur Verbesserung des Stoffwechsels (Vitamine, Asparkam, Riboxin) ist zugelassen.

Korvalent kann die Wirkung blutdrucksenkender Mittel, sedierender opioider Analgetika sowie von Psychopharmaka und Narkosemitteln verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung von Korvalent mit neurotropen Arzneimitteln, die das Zentralnervensystem unterdrücken, kann Schläfrigkeit hervorrufen.

Lagerungsbedingungen und Haltbarkeit

Lagern Sie das Arzneimittel an einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von 5 bis 25 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 2 Jahre.

Ob Wussten Sie das?

Früher ging man davon aus, dass Sauerstoff den Organismus anreichert. Diese Annahme wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Gähnen das Gehirn kühlt und die Arbeitsfähigkeit verbessert.


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