Die Haut

Die Haut spielt eine sehr wichtige Rolle im Organismus: Sie bedeckt den gesamten Körper, schützt vor ungünstigen Einflüssen, fungiert als mächtiges Organ des Tastsinns sowie der Temperatur- und Schmerzempfindung; sie beteiligt sich an der Temperaturregulation, an der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und an der Bildung wichtiger biologischer Substanzen.

Haut: Aufbau, Funktionen, Erkrankungen

Der Aufbau der Haut

Die Hautstruktur gliedert sich in zwei Hauptbereiche: die Oberhaut und die Lederhaut. Auf der Oberfläche der Lederhaut befinden sich zahlreiche Haarwurzeln als Fortsätze; im queren Schnitt bilden diese an der Grenze zwischen Ober- und Lederhaut eine wellige Struktur.

Die Oberhaut schützt den Körper vor ungünstigen Einwirkungen und besteht aus mehreren Schichten. Die tiefste Schicht, die direkt an die Lederhaut angrenzt, wird Basalschicht genannt. Ihre Zellen teilen sich kontinuierlich, wodurch die Hautschichten erneuert werden; zudem enthalten sie das Pigment Melanin, welches die Hautfarbe bestimmt.

Die zweite von unten gezählte Schicht des Epithels ist die Stratum spinosum (Dornschicht); ihre Zellen sind durch Dornfortsätze miteinander verbunden. Die folgende Schicht, das Stratum granulosum (Körnerschicht), zeichnet sich dadurch aus, dass in den Epithelzellen dieser Schicht der Prozess der Hornsubstanzbildung beginnt. Die vierte Schicht, das Stratum lucidum (Glänzendschicht), erhält ihren Namen aufgrund des Glanzes, den die Zellen durch Keratin aufweisen. Die oberste Schicht, das Stratum corneum (Hornschicht), besteht aus abgestorbenen und aufgelösten Zellen, die dicht aneinander grenzen und sich ständig ablösen.

Die Dermis gliedert sich in zwei Schichten. In der tieferen Schicht enthalten die Fasern des Bindegewebes elastische, kollagene und retikuläre Fasern; die Kollagenfasern setzen sich fort ins subkutane Fettgewebe. Die oberflächlichere Schicht der Dermis wird als Rete- oder Papillarschicht bezeichnet; hier dominieren die elastischen Fasern, welche der Haut Elastizität verleihen. In der Dermis befinden sich Haarfollikel sowie Temperatur-, Schmerz- und Druckrezeptoren, ferner Schweißdrüsen und Talgdrüsen.

Erkrankungen der Haut

Der Zustand der Haut wird maßgeblich durch die Gesundheit des Gesamtorganismus beeinflusst; er leidet bei Begleiterkrankungen des Verdauungs-, Endokrinen und Hämopoetischen Systems, bei unzureichender Zufuhr essenzieller Substanzen sowie unter ungünstigen ökologischen Bedingungen.

Die Gruppe der eigentlichen Hauterkrankungen ist recht umfangreich; hier sind folgende Formen zu unterscheiden:

  • Erblich bedingte und angeborene Erkrankungen;
  • Allergische Dermatosen
  • Infektiöse und parasitäre Erkrankungen
  • Neoplasien
  • Pigmentstörungen
  • Mechanische, chemische und thermische Läsionen sowie weitere Formen

Hauterkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten

Bei der angeborenen genetischen Erkrankung der Fischschuppenkrankheit ist die Pergamenthaut übermäßig dem Prozess der Hyperkeratose ausgesetzt; sie schuppelt sich ständig ab, was starke Schmerzen verursacht.

Bei Hautentzündungen kommt es zur Entzündung der Haut. Die Kontaktdermatitis entsteht durch direkte Einwirkung schädigender Agenzien – chemisch, physikalisch oder biologisch. Diese Entzündung entwickelt sich an der Berührungsstelle; das Ausmaß der Reaktion steht in direktem Verhältnis zur Fläche des Kontaktherdes. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Dermatitis bei Verbrennungen sowie Reaktionen auf Waschmittel und andere Substanzen.

Die allergische Kontaktdermatitis entwickelt sich bei erneutem Kontakt mit dem Allergen; die Entzündung wird dabei durch Histaminwirkung in der Haut bedingt. In diesem Fall ist die Reaktion oft disproportional zum Ausmaß des Reizstoffs, sodass selbst geringe Mengen an Allergen eine erhebliche Vergrößerung der Infektionsfläche und Intensität auslösen können. Das Allergen kann entweder direkt mit der Haut in Kontakt treten oder über den Verdauungstrakt wirken. Bei Kindern ist die atopische Dermatitis charakteristisch; im Erwachsenenalter manifestiert sie sich als Neurodermitis. Typisch für diese Erkrankungen sind Rötungen, Abschuppung und Juckreiz.

Die Hyperkeratose zeigt sich durch exzessives Hornwachstum der äußeren Schicht der Oberhaut; es handelt sich um eine nicht-entzündliche Hauterkrankung. Ein excessives Hornwachstum ist im Normalfall bei nachtraumatischer Heilung zu beobachten, wobei die oberen Schichten das darunterliegende Gewebe während der Regeneration übermäßig schützen. Die Symptome der Hyperkeratose treten zudem bei langdauernder Sonneneinstrahlung auf: Es bilden sich eine dicke, dichte Verhornungsschicht, Rauheit und Abschuppung sowie krankhafte Verdickungen an Handflächen und Fußsohlen (Hornhautbildung) sowie Hornwachstum in Haarfollikeln.

Schwielen an Händen und Füßen stellen bei körperlicher Arbeit einen Sonderfall der Hyperkeratose dar; sie schützen die Haut vor Überdruck. Die ausgeprägten Erscheinungsformen von Schwielen können zu einer Verhornung führen, was die Fußform verunstalten kann.

Impetigo tritt bei Kindern häufiger auf; es handelt sich um eine akute Infektionskrankheit der Haut, die durch Staphylokokken und Streptokokken verursacht wird. Sie ist hochansteckend, insbesondere bei geschwächter Immunität. Die Symptome von Impetigo sind:

  • Herdrotungen der Haut;
  • kleine und große Pusteln mit eitrigem Inhalt auf der geröteten Oberfläche;
  • Öffnung der Pusteln infolge mechanischer Beschädigung;
  • Entstehung einer goldgelben Kruste am Ort des Aufbruchs.

Das Risiko bei Impetigo besteht darin, dass sich die Erkrankung auf andere Organe und Gewebe ausbreitet und entzündliche Infektionen verursacht; dies kann im weiteren Verlauf zu Rheuma führen.

Hautpflege

Die Haut benötigt eine regelmäßige Fürsorge. Unter modernen Lebensbedingungen ist sie starken Belastungen ausgesetzt; es ist wichtig, ihr dabei zu helfen, ungünstigen ökologischen Faktoren entgegenzuwirken.

Die Hautpflege sollte mit allgemeinen Maßnahmen beginnen, die für den gesamten Organismus vorteilhaft sind:

  • Regelmäßige und ausreichende Erholung
  • Einhaltung eines geregelten Tagesablaufs
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung.

Tägliche Reinigung der Haut von Schweiß, Talg, Staub sowie abgestorbenen Oberhautschichten ist essenziell. Eine tägliche Dusche unterstützt dies; das Wechselbad aus heißem und kaltem Wasser fördert zudem die Durchblutung und bewirkt eine allgemeine Körperhärtung.

Die Hautpflege erfordert ein feines Vorgehen. Die Gesichtshaut ist fein und zart; eine falsche Reinigung kann sie schädigen.

Bei trockener Haut ist es ratsam, sich mit reinigenden Mitteln ohne Seifenanteile zu waschen, da diese die Schutzlipidschicht stark austrocknen würden. Beim Waschen oder Reinigen sollten die Bewegungen in Richtung der sogenannten Massagelinien erfolgen. Nach dem Waschen sollte die Haut tonisiert werden; für die Nacht ist eine übermäßige Pflege mit Creme nicht empfehlenswert – Überschüsse sind besser nach 15 bis 20 Minuten mit einem Wattebausch zu entfernen.

Bei fettiger Haut ist es zum Waschen besser, warmes Wasser zu verwenden, da heißes Wasser die Talgsekretion der Drüsen verstärkt und kaltes Wasser eine unzureichende Reinigung bewirkt. Fettige Haut sollte mindestens zweimal täglich gereinigt werden.

Bei fettiger Haut sind kräftigende Mittel besonders nützlich; Dermatologen empfehlen zur Regulation der Talgdrüsen Heilmasken für fettige Haut ein- bis zweimal pro Woche.

Ein differenziertes Vorgehen bei der Reinigung und Feuchtigkeitsversorgung der Haut macht sie schöner, gesünder und verleiht ihr einen jugendlicheren Eindruck.

Ob Das sollten Sie wissen:

Unser Gehirn verbraucht während der Arbeitszeit eine Energiemenge, die einem 10-Watt-Lämpchen entspricht. Daher ist die Aussage, dass ein Kopflämpchen zum Zeitpunkt interessanter Gedanken nicht weit von der Wahrheit entfernt sei, irreführend.


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