Kurkumin ist das natürliche Pigment, das Blätter und Wurzeln der Kurkuma-Pflanze (aus der Familie der Ingewürze) färbt. Es wird durch Extraktion des Pulvers aus den Wurzeln mit Alkohol oder Petroläther gewonnen. Diese Substanz verleiht dem Geschmack und Geruch von Kurkuma einen Beigeschmack; sein Aroma erinnert an Kampfer, im Geschmack ist es jedoch bitter und intensiv. Kurkumin löst sich schlecht in Wasser auf, weshalb es meist in Form einer alkoholischen Lösung verwendet wird. Das Pigment wird durch Sonneneinstrahlung sowie bei Einwirkung von Säure zerstört.
Aus dem Kurkumin wird das Nahrungsergänzungsmittel E100 gewonnen, das bei der Herstellung von Margarine, Käse, Butter und Mayonnaise verwendet wird. Es färbt Lebensmittel in Orange- oder Gelbtöne. Die natürliche Herkunft dieses Farbstoffs hat die Anerkennung und das Vertrauen weltweit erobert. Er wird in fertigen Zutaten für Geflügel, Fleisch und Fisch sowie in der Konditorei, bestimmten Alkoholarten, Kosmetika, Mehlerzeugnissen und Konserven eingesetzt.
Die Bewohner Asiens und des antiken Indiens nutzten Kurkuma umfassend in der Wirtschaft sowie zur Zubereitung von Arzneimitteln.
Moderne Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Kurkumin neben seinen färbenden Eigenschaften auch therapeutische Wirkungen besitzt. In der chinesischen Medizin wird es als förderndes, tonisierendes, schmerzstillendes und blutreinigendes Mittel eingesetzt.
Die regelmäßige Einnahme von Kurkumin führt zu einer moderaten Steigerung der Proteinkonzentration im menschlichen Organismus. Dieses Protein weist antimikrobielle Eigenschaften auf und unterstützt den Körper bei der Bewältigung bereits nach der ersten Exposition gegenüber Pilzen, Bakterien und Viren.
Diese Substanz zeigt sich besonders wirksam bei der Behandlung von Migräne, Cholelithiasis, Ulkuskrankheiten sowie Gastritis. Nach Einschätzung von Experten gilt eine tägliche Dosis von 100 mg Kurkumin pro Kilogramm Körpergewicht als optimal; für einen Menschen mit einem Gewicht von 70 kg entspricht dies einer Anwendung von sieben Gramm Kurkumin.
Forscher aus Polen und Irland haben nachgewiesen, dass Kurkumin Krebszellen im Magen und in der Speiseröhre abtötet. Sie stellten fest, dass diese Verbindung Tumore innerhalb weniger Tage nach der Einnahme eliminiert und deren Wachstum anschließend hemmt.
Kurkumin wirkt bei Krebserkrankungen des Magens, der Speiseröhre sowie des Brustdrüsengewebes.
Kurkumin beschleunigt den Stoffwechsel und wirkt pestizidneutralisierend; die Substanz verfügt über antivirale, antiarthritische, entzündungshemmende sowie antioxidative Eigenschaften.
Als natürliches Antioxidans ist Kurkumin in der Lage, den arteriellen Blutdruck zu normalisieren und die Entwicklung einer Atherosklerose zu hemmen.
Kurkumin wirkt als starkes Antibiotikum; Experten haben nachgewiesen, dass seine Moleküle ein Resistenzfeld gegen verschiedene Infektionen bilden, indem sie sich in Zellmembranen einlagern und diese widerstandsfähiger gegen krankheitserregende Mikroorganismen machen.
Die regelmäßige Anwendung von Kurkumin reduziert den Cholesterinspiegel im Blutplasma, hemmt die Adhäsion der Blutplättchen an Gefäßwänden und verhindert die Oxidation von Blutfetten.
Der Farbstoff beschleunigt die Fettverbrennung durch Hemmung der Fettsäuresynthese und Förderung ihrer Oxidation; sein entzündungshemmender Effekt beruht auf der Fähigkeit, das Enzym COX-2 zu inhibieren.
Die therapeutische Wirkung des Farbstoffs bei Herzinfektionen, Bluthochdruck sowie zur Verkleinerung der Gallenblase ist zweifellos belegt.
Wie bekannt, wird Kurkumin nur teilweise vom menschlichen Organismus aufgenommen; für eine optimale Assimilation ist es ratsam, diese Substanz mit Olivenöl anzuwenden. Die bevorzugte Verwendung von Kurkumina als Nahrungsergänzungsmittel, das Piperin enthält – ein Alkaloid des schwarzen Pfeffers –, vergrößert die Absorption des Farbstoffs durch den Organismus um bis zu 2000 %.
In vernünftigen Mengen ist Kurkumin weitgehend unbedenklich; jedoch kann ein übermäßiger Konsum dem Organismus Schaden zufügen. Es wird empfohlen, täglich nicht mehr als acht Gramm Kurkumina einzunehmen.
Der Konsum des Farbstoffs kann während der Schwangerschaft eine spätere Allergie beim Kind auslösen. Der vermeintliche Schaden von Kurkumin klärt sich in diesem Fall, da die Substanz ein starkes Allergen darstellt.
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