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Sibirische Lärche

Sibirische Lärche Die Sibirische Lärche ist ein großer Nadelbaum aus der Gattung der Laubbäume und der Familie der Kieferngewächse. Die Baumhöhe erreicht 30 bis 40 Meter, der Stamm einen Durchmesser von 80 bis 100 Zentimetern. Die Sibirische Lärche kommt im europäischen Teil Russlands sowie in den Regionen Ural und Sibirien vor. Sie wächst üblicherweise in Nadelwäldern zusammen mit der Zirbelkiefer und der Gemeinen Kiefer; seltener bildet sie Laubmischwälder.

Heilwirkungen der sibirischen Lärche

Der medikamentöse Rohstoff der sibirischen Lärche wirkt entzündungshemmend, antimikrobiell, schmerzlindernd, abschwellend und abführend.

Die Nadeln, die Rinde, das Harz (Schwiza), die Triebe sowie die Knospen (im Frühling gesammelt) weisen heilende Eigenschaften auf.

Die Nadeln der sibirischen Lärche enthalten ätherische Öle, Ascorbinsäure und klebende Substanzen; sie können das gesamte Sommerhalbjahr geerntet werden. Der höchste Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen wird dabei Ende Juni sowie Ende August erreicht.

In der Rinde dieses Baumes sind Gerbstoffe, Flavonoide, Katechine sowie das Pflanzengummi und organische Säuren enthalten.

Die Anwendung der sibirischen Lärche in der Volksmedizin.

Die Nadeln werden bei arterieller Hypertonie sowie bei Vitamin-C-Mangel als Sud oder Wasseraufguss verwendet. Zur Behandlung des Skorbutus (und seiner Prophylaxe) sowie der Parodontose werden die frischen Nadeln der sibirischen Lärche gekaut; sie besitzen einen angenehmen, säuerlichen Geschmack, sind reich an Ascorbinsäure und wirken gegen unangenehme Mundgerüche.

Junge Triebe der sibirischen Lärche als Sud werden zur Behandlung von Husten bei chronischer Bronchitis (mit Auswurf), bei rheumatischen Erkrankungen, Blähungen sowie bei Helmintheninvasionen eingesetzt; zudem dienen sie als Abführmittel. Bäder aus dem Aufguss frischer Zweige kommen bei Rheuma, Gicht und neurologischen Störungen zum Einsatz.

Das Harz der sibirischen Lärche wird seit langem zur Behandlung von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Halswunden (Angina) eingesetzt. Es wirkt zusammenziehend, abschwellend, entzündungshemmend und desinfizierend und enthält eine Vielzahl an Fettsäuren wie Palmitinsäure, Ölsäure und Linolsäure.

Das Harz der sibirischen Lärche kann bei Gastritis, Duodenitis sowie anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes gekaut werden. Zudem ist es bei Rauchern sowie im Verlauf von Virusinfektionen empfehlenswert.

Das Harz der sibirischen Lärche wird äußerlich als zusammenziehendes und abschwellendes Mittel bei Gelenkrheumatismus, Gicht, Myalgie (Muskelbeschwerden) und Neuralgien eingesetzt. Salben auf Basis des Harzes besitzen eine antimikrobielle Wirkung und kommen bei Entzündungen der Atemwege sowie bei Abszessen und Panaritien zum Einsatz. Bei Erkrankungen des Atmungssystems werden Inhalationen mit den ätherischen Ölen dieses Baumes durchgeführt. Harz der sibirischen Lärche

Aufgüsse aus der Rinde der sibirischen Lärche werden bei starken, krankhaften Blutungen während der Menstruation sowie bei Darminfektionen und Durchfall empfohlen.

Kompressen auf Basis des Terpentinols aus diesem Baum kommen bei Radikulitis, Ischias und Zahnfleischentzündungen zum Einsatz.

Seit langem werden in Jakutien frische Ästchen der sibirischen Lärche zwei bis drei Tage gekocht; danach wird der Sud dreimal täglich mit einem Kaffeelöffel zur Linderung von Kopfschmerzen, Herzschmerzen sowie bei Enzephalitis und Nieren- oder Lebererkrankungen verwendet.

Zudem wurde in früheren Zeiten der am Stamm dieses Baumes wachsende Pilz, der "Listwennitschnja-Schwamm", als Medikament verwendet; er diente bei Lungenschwindsucht und anderen Lungenkrankheiten. Heute wird aus dem "listwennitschnja-Schwamm" die spezielle Substanz Agarizin extrahiert, die insbesondere bei starkem Schwitzen von Tuberkulosepatientinnen wirksam ist. Zudem wird der "Listwennitschnja-Schwamm" auch als Abführmittel eingesetzt.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Wer vom Esel fällt, hat eine größere Wahrscheinlichkeit, sich das Genick zu brechen als jemand, der vom Pferd fällt; versuchen Sie jedoch nicht, diese Behauptung zu widerlegen.


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