Majoran

Majoran ist eine krautige Pflanze aus der Gattung Origanum mit einem angenehmen, würzigen Duft. Die wilde Art kommt in Kleinasien und Nordafrika vor, während die kultivierte Sorte in Westeuropa und Indien angebaut wird.

Majoran

Nützliche Eigenschaften des Majorans

Im oberirdischen Teil der Pflanze wurden Carotin, Ascorbinsäure, Saponine, Pektine und Gerbstoffe nachgewiesen.

In der Volks- und Schulmedizin sind folgende heilsame Eigenschaften des Majorans bekannt: antibakteriell, beruhigend, schleimlösend und schmerzstillend.

Das Kraut sowie das ätherische Öl des Majorans werden therapeutischen Zwecken entnommen.

Es wurde festgestellt, dass das Öl Krämpfe der glatten Muskulatur lindert, Kopfschmerzen und Zahnschmerzen beseitigt, bei Erkrankungen der Verdauungsorgane hilft, sowie bei Gallenwegserkrankungen, Schwellungen durch Neuralgien oder Osteochondrose, Gicht, Varikose, Nierenleiden, Lebererkrankungen, Allergien, Erkältungen und Meteorismus wirkt.

Ärzte empfehlen das Pflanzenöl für Menschen mit Diabetes mellitus oder nach einem Herzinfarkt.

Diese Eigenschaften des Majorans, wie die beruhigende Wirkung seines Öls, werden zur Behandlung emotionaler und psychischer Störungen sowie bei Neurasthenie und Schlaflosigkeit eingesetzt.

Die Anwendung von Majoranöl in der Aromatherapie wirkt ermüdungsreduzierend und stärkt die Lebenskraft.

Die Anwendung von Majoran.

Das Kraut wird in der Volksmedizin während der Blütezeit gesammelt.

Der aus dem Kraut zubereitete Tee hilft bei Appetitlosigkeit, Migräne, Darmkrämpfen, Meteorismus (auch bei kleinen Kindern) sowie bei menstruellen Schmerzen.

Zur Zubereitung des Tees werden ein bis mehrere Kaffeelöffel des Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergossen, fünf Minuten ziehen gelassen und anschließend abgeseiht; das Getränk sollte in Schlucken getrunken werden. Die zulässige Tagesdosis beträgt eine oder mehrere Tassen.

Auch in der Volksmedizin sind die therapeutischen Eigenschaften von Salben auf Basis des Majorankrauts bekannt.

Bei Darmkoliken bei einem Kind kann man dem Kind das Gebiet um den Nabel mit der Salbe einreiben; bereits nach 10 bis 20 Minuten fühlt sich das Kind besser.

Für die Behandlung von Schnupfen kann eine Majoransalbe ebenfalls verwendet werden: Die Nasenschleimhäute werden innen und außen damit geschmiert, zudem wird das Mittel leicht in die Haut massiert.

Die Salbe kann entweder in der Apotheke erworben oder selbst hergestellt werden: Ein Kaffeelöffel zerriebenen Majoran wird mit Weingeist übergossen, einige Stunden ziehen gelassen und anschließend mit einem Löffel nicht gesalzenen frischen Butter angereichert. Die Mischung wird 10 Minuten im Wasserbad erwärmt, danach abgeseiht und gekühlt.

Die aus Majoran-Gras hergestellte Salbe kann bei Schnupfen sowie bei Blähungen eingesetzt werden; sie hilft zudem bei Dehnungsbeschwerden, Gelenkverrenkungen, Geschwüren und Wunden sowie rheumatischen Erkrankungen.

Das Majoranöl eignet sich für Einreibungen, Massagen, Kompressen und Inhalationen.

Für die Durchführung von Massagen und Einreibungen wird das Öl in einer Basis von 10 g auf 6 bis 10 Tropfen dosiert.

Bei Erkältungen werden für heiße Inhalationen 2–3 Tropfen des Öls ins kochende Wasser gegeben; die Inhalation dauert 4 bis 5 Minuten.

Majoranöl-basierte Bäder wirken kräftigend; für tonisierende Bäder werden 4 bis 6 Tropfen Öl pro Liter Wasser hinzugefügt.

Kosmetiker empfehlen zur Vermeidung von Schwielen und zur Pflege der rauen Haut auf den Beinen die Anwendung fetthaltiger Auftragsmischungen: Mischen Sie 3 Tropfen Mandelöl mit 5 Tropfen Majoranöl, tragen Sie die Mischung auf die betroffenen Bereiche auf und entfernen Sie die erweichten Schwielen sorgfältig.

Die heilenden Eigenschaften des Majorans zeigen sich auch beim inneren Verzehr von ätherischem Majoranöl: Mischen Sie 2 Tropfen Sonnenblumen- oder Olivenöl mit 1 bis 2 Tropfen Majoranöl, geben Sie die Mischung auf Brot und essen Sie es; nehmen Sie das Öl 1–2 Mal täglich ein. Diese Behandlung wirkt gegen Gallenstauungen, Darmkoliken und vasospastische Krämpfe.

Getrockneter Majoran

Kontraindikationen

Das Majoranöl sowie der Tee aus dem Gras sind bei Schwangerschaft und bei Allergien gegen die Pflanze kontraindiziert.

Das Majoranöl sowie der Tee aus dem Kraut sind bei Personen mit niedrigem Blutdruck zur Anwendung nur mit Vorsicht indiziert.

Es ist bekannt, dass die Langzeitanwendung von Majoran in hohen Dosen das Nervensystem depressiv beeinflusst und Migräne auslösen kann.

Ob Darauf sollten Sie achten:

Studien zeigen, dass Frauen, die wöchentlich mehrere Gläser Bier oder Wein trinken, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.


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