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Die Mikroangiopathie

Unter Mikroangiopathie versteht man die Schädigung der Wände der kleinsten Blutgefäße. Sie kann ein Symptom für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen sein. Die Schädigung der Wände kleinster Blutgefäße wird als Mikroangiopathie bezeichnet ein Symptom der vielfältigsten Erkrankungen sein.

Die zerebrale Mikroangiopathie

Unter zerebraler Mikroangiopathie versteht man die Schädigung der kleinen Blutgefäße des Gehirns, die für Stoffwechselprozesse zuständig sind. Dieser Zustand entwickelt sich infolge einer langdauernden Störung des Gehirnblutkreislaufs. Auf diesem Hintergrund erfährt das menschliche Gehirn einen Mangel an Glukose und Sauerstoff – insbesondere aufgrund der Substrate, die über längere Zeit nicht in ausreichendem Maße durch den normalen Blutfluss versorgt werden. Allmählich entwickelt sich eine Funktionsstörung des Gehirns, deren Hauptzielstrukturen die feinsten Hirngefäße sind.

Die zerebrale Mikroangiopathie führt zu einer beidseitigen, diffusen Ischämie vorzugsweise der weißen Substanz sowie zahlreicher lakunärer Infarkte in den tiefen Hirnregionen. Die klinischen Manifestationen dieser Funktionsstörungen des Gehirns äußern sich in vielfältigen Enzephalopathien. Zerebrale Mikroangiopatheien können als Folge einer Atherosklerose oder arteriellen Hypertonie entstehen. Eine Prophylaxe ihres Auftretens besteht in der fristgemäßen und adäquaten Behandlung der Grunderkrankung.

Die diabetische Mikroangiopathie

Infektionen des Gefäßsystems können bei Diabetes mellitus entstehen, ausgelöst durch einen hohen Blutzuckerspiegel; dazu zählen beispielsweise diabetische Mikroangiopathien. Bei dieser Form der Mikroangiopathie werden Arteriolen, Venolen und Kapillaren in verschiedenen Geweben geschädigt.

Die klinischen Erscheinungsformen der diabetischen Mikroangiopathie können vielfältig sein. Der Stoffwechsel im betroffenen Gewebe ist gestört: Die Aufnahme von Nährstoffen erschwert sich, während die Zellaufbau- und Zellteilungsprozesse verlangsamt werden. Dies führt zu einem Gewebssauerstoffmangel (Hypoxie). Durch die Verengung der Gefäße verschlimmert sich der Verlauf der Erkrankung.

Der Blutdruck in den Gefäßen steigt an; ein hoher Blutzuckerspiegel ruft Entzündungen und Ödeme der Gefäßwände hervor. Am schwersten verlaufen diabetische Mikroangiopathien bei Nieren (Diabetesnephropathie) und Augen (Diabetesretinopathie) unterschiedlicher Schweregrade, wobei unter anderem Mikroaneurysmen entstehen. Auch die diabetischen Mikroangiopathien der Leber erfordern besondere Aufmerksamkeit des Klinikers.

Die Behandlung der diabetischen Mikroangiopathie besteht primär in der Normalisierung des Blutzuckerspiegels. Heute stehen zahlreiche moderne Präparate zur Verfügung, mit denen dieser Effekt erzielt werden kann. Ist dies notwendig, wird dem Patienten Insulin verschrieben. Zur Behandlung der Mikroangiopathie wird Pentoxifyllin eingesetzt der diabetischen Mikroangiopathie besteht in erster Linie in der Normalisierung des Standes des Zuckers des Blutes. Für heute existiert eine Menge der modernen Präparate, zulassend, den notwendigen Effekt zu erreichen. Falls notwendig ernennen den Patienten das Insulin.

Zusätzlich ist unter stationären Bedingungen die Gabe von Angioprotektiva – Präparaten, die die Gefäßwände regenerieren und die Mikrozirkulation verbessern (z. B. Pentoxifyllin) – indiziert. Die Wirksamkeit von Antioxidantien (wie dem Antisterilitätsvitamin oder Selen), Vitaminen der Gruppe B sowie liposomaler Säuren ist ebenfalls belegt.

Bei Bedarf wird die Normalisierung des arteriellen Blutdrucks gefordert. Patientinnen mit diabetischer Mikroangiopathie werden zur Beachtung einer Diät (teilweise niedrigsalzarm) und zum Verzicht auf schädliche Gewohnheiten geraten. Die Durchführung einer spezifischen präventiven Untersuchung ist mindestens einmal jährlich ratsam.

Verschiedene Formen der Mikroangiopathie können sich infolge von Infektionen, Seuchen sowie durch die Entwicklung von Tumoren entwickeln. Auch eine renale Insuffizienz und Hämopathien (insbesondere thrombotische Mikroangiopathien) können in diesem Rahmen auftreten. Häufige Symptome der Hypertonie zeigen sich beispielsweise als diabetische Retinopathie oder im Verlauf einer HIV-Infektion.

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