Neurologie

Neurologie

Neurologie – die medizinische Abteilung, die Erkrankungen des zentralen und peripherischen Nervensystems, ihre Entstehungsmechanismen, Diagnostik, Behandlung und Prophylaxe betrachtet. Es handelt sich um ein umfangreiches Gebiet, das Anatomie, Physiologie, Embryologie, Histologie sowie Therapie (Neuropathologie) und Chirurgie (Neurochirurgie) einschließt. In den Bereich der Neurologie fallen Erkrankungen und Traumen des Kopfes und des Rückenmarks sowie alle Formen von Störungen der motorischen und sensorischen Innervation.

Nervenkrankheiten zeichnen sich durch eine enorme Vielfalt an Symptomen und Erscheinungsformen aus, wodurch sie insbesondere in frühen Stadien oft andere Systeme vortäuschen können. So können neurologische Erkrankungen dermatologische Symptome, unklare Schmerzen, gastrointestinale Verwirrungen sowie kardiovaskuläre Störungen oder psychische Auffälligkeiten imitiert werden. Eine hohe ärztliche Qualifikation und eine präzise Diagnostik sind unerlässlich, um die zugrundeliegende Pathologie zu erkennen; andernfalls können Patienten von anderen Experten über Jahre erfolglos behandelt werden.

Erkrankungen, die in den Bereich der Neurologie fallen, sind sehr verbreitet und treten in jedem Alter auf, einschließlich im Kindesalter. Sie können durch Trauma, Infektionen, Immunstörungen, starken Stress sowie intrauterine Entwicklungsstörungen verursacht sein. Die Kinderneurologie, eine eigenständige Disziplin, befasst sich mit Nervenkrankheiten bei Kindern. Diese hat einen großen Wert, da viele neurologische Erkrankungen erstmals im Kindesalter manifest werden und in dieser Phase am erfolgreichsten korrigiert werden können. Neben den gleichen Krankheitsbildern wie bei Erwachsenen beschäftigt sich die Kinderneurologie zudem mit angeborenen Entwicklungsstörungen von Kopf und Rückenmark sowie deren Verletzungen infolge von Stammtraumen.

Heute verfügen Neurologen über moderne diagnostische Methoden, wirksame Pharmaka sowie neueste neurochirurgische Operationsverfahren, ergänzt durch klassische, zeitgeprüfte Behandlungsmittel. Dank dieser Fortschritte können viele neurologische Erkrankungen erfolgreich geheilt werden; bei anderen Fällen ist es möglich, auf eine wesentliche Besserung des Zustands oder zumindest auf eine langfristige Remission zu hoffen.

Ob Wissen Sie das?

Viele Substanzen rückten später auf den Markt, obwohl sie ursprünglich als Medikamente galten. Heroin wurde beispielsweise zunächst als Mittel gegen Kinderhusten eingeführt, und Kokain wurde von Ärzten sowohl als Anästhetikum als auch als Stärkungsmittel empfohlen.


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