Wichtige Hinweise > Medikament > Nicotinsäureamid

Nicotinsäureamid

Nicotinsäureamid – das Vitaminpräparat, das seinen Namen von der Struktur der Nicotinsäure leitet.

Darreichungsformen und Zusammensetzung

Arzneiformen:

  • Substitutionspulver (in 1-, 5-, 10-, 15-, 20- und 50 kg in Polyethylen-Säcken; in 50 kg in Fiberglas-Trommeln mit einem Sack; in 5-, 10-, 15- und 20 kg in Polyethylen-Paketen)
  • Tabletten zu 0,025 g und 0,005 g (à 50 Stück pro Packung);
  • Injektionslösung (1 % und 2,5 % à 1 ml; 5 % à 2 ml) in einer Packung mit 10 Ampullen.

Wirkstoff des Präparats – Nikotinamid.

Anwendungshinweise

  • Vitaminmangelkrankheit PP (Pellagra)
  • Diabetes mellitus
  • Herzkrankheiten
  • Enterokolitis
  • Gastritis mit hypochlorhydria (reduzierter Magensäure)
  • Chronische Kolitiden
  • Magen- und Zwölffingerdarmulkus
  • Lebererkrankungen
  • Hepatitis
  • Leberzirrhose
  • Heilung von Geschwüren und Wunden

Kontraindikationen

  • Angina pectoris
  • Schwere arterielle Hypertonie
  • Überempfindlichkeit gegen das Präparat

Anwendung und Dosierung

Nicotinamid kann oral, intravenös, intramuskulär oder subkutan verabreicht werden.

Die Therapiedosen werden individuell je nach Schweregrad des Nicotinsäuremangels bzw. prophylaktisch entsprechend dem Tagesbedarf ausgewählt.

Das Präparat sollte oral nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Empfohlene Dosen:

  • Pellagra: Erwachsene – 0,05 bis 0,1 g dreimal täglich; Kinder – 0,01 bis 0,05 g zweimal täglich. Die Therapiedauer beträgt 15 bis 20 Tage.
  • Prophylaxe bei Pellagra: Erwachsene – 0,015 bis 0,025 g, Kinder – 0,005 bis 0,01 g; Anwendungshäufigkeit 1–2-mal täglich.
  • Alternative Dosierungsempfehlungen: Erwachsene – 0,02 bis 0,05 g, Kinder – 0,005 bis 0,01 g; Anwendungshäufigkeit 2–3-mal täglich.

Parenterale Gabe (intravenös, intramuskulär oder subkutan): Nach 1–2 ml Lösung 1–2-mal täglich verabreichen (Einfusionsrate nicht höher als 0,002 g pro Minute).

Nebenwirkungen.

Bei oraler Einnahme hoher Dosen von Nikotinamid können folgende Symptome auftreten: Diarrhö, Schwindel, Arrhythmie, Hauttrockenheit, Schleimhautveränderungen der Augen, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Myalgie, peptisches Geschwür, Hyperurikämie, Glykosurie und Hyperglykämie sowie Juckreiz.

Bei langzeitiger Anwendung des Präparats können bei Patienten gelegentlich Cholestase und Fettleber beobachtet werden.

Bei intravenöser Anwendung des Nicotinamids können in seltenen Fällen allergische Reaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht sowie pfeifende Atemgeräusche (Stridor) auftreten.

Besondere Hinweise.

Für die Prophylaxe einer Hypovitaminose B3 ist eine ausgewogene Ernährung vorrangig gegenüber der Gabe von Nikotinamid.

Während der Behandlung sollte die Leberfunktion überwacht werden; zur Vermeidung einer Fettinfiltration wird empfohlen, methioninhaltige Lebensmittel aufzunehmen oder lipotrope Medikamente einzusetzen.

Nikotinamid ist nicht für den Einsatz zur Verbesserung der Lipidqualität des Präparates vorgesehen.

Um das reizende Potenzial der Nikotinamid-Tabletten auf die Schleimhaut des Gastrointestinaltraktes zu minimieren, wird empfohlen, sie zusammen mit Milch einzunehmen.

Medikamentöse Interaktionen

Es liegen keine Informationen über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln vor.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Bei einer Temperatur von bis zu 25 °C lagern; vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

Die Haltbarkeit beträgt fünf Jahre.

Ob Bitte beachten Sie:

Das menschliche Blut wird unter hohem Druck durch die Gefäße gepumpt; bei einem Riss der Gefäßwand kann es bis zu einer Entfernung von 10 Metern spritzen.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt