Naseptol

Nosedep Tabletten Naseptol – Wirkstoff mit anxiolytischer, beruhigender, schlaffördernder und schwacher krampflösender sowie muskelentspannender Wirkung.

Ausgabeform und Inhalt

Darreichungsform: Tablette (in Umrissschachteln à 10 Stück, in Pappschachteln à 5 Packungen; in Gläsern aus weißem Glas oder Polymerbehältern à 50 Stück, in Pappkartons).

Wirkstoff: Nosepam (Oksasepam); pro Tablette 10 mg.

Hilfsstoffe: Kartoffelstärke, Laktose, Rutschpulver und Kalziumstearat.

Anwendungshinweise

  • Indikationen: Spannungsgefühl, Unruhe sowie verschiedene Formen von Angstzuständen.
  • Vegetative Instabilität bei Frauen
  • Neurosen, Schlafstörungen sowie Übererregbarkeit im Kontext eines chronischen Alkoholismus.

Kontraindikationen

Absolut:

  • Schwere respiratorische Insuffizienz
  • Manifeste Myasthenia gravis
  • Schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz
  • Psychosen
  • Schwere Depression
  • Schockzustand
  • Koma
  • Sekundäres Glaukom
  • Alkoholintoxikation oder Arzneimittelintoxikation
  • Das Kindesalter bis zum sechsten Lebensjahr
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Arzneimittels

Anwendungsart und Dosierung

Nosepam sollte eingenommen werden. Die Nahrungsaufnahme beeinflusst die Wirksamkeit des Arzneimittels nicht.

Die Therapie beginnt mit einer Dosis von 10 mg zwei- bis dreimal täglich. Die mittlere Wirkdosis beträgt bei ambulanter Behandlung 30–50 mg pro Tag; bei stationärer Behandlung, insbesondere in schweren und akuten Zuständen, kann sie 120 mg pro Tag erreichen.

Bei Schlaflosigkeit wird die Dosis von 10 bis 30 mg etwa 45 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen verabreicht.

Bei der Behandlung des Alkoholentzugssyndroms: 10 bis 30 mg drei- bis viermal täglich.

Für ältere Patienten beträgt die Anfangsdosis 10 mg dreimal täglich. Je nach Bedarf kann auf eine Einzeldosis von 10 mg einmal täglich umgestellt werden. Ist dies erforderlich und ist die Verträglichkeit gut, kann die Dosis auf bis zu 20 mg dreimal täglich erhöht werden. Für Patientinnen über 65 Jahre beträgt die höchste erlaubte Tagesdosis 40 mg.

Die Therapiedauer richtet sich individuell nach dem Zustand des Patienten und der Wirksamkeit; im Durchschnitt beträgt sie 14 bis 28 Tage.

Nasepam

  • Häufige Nebenwirkungen: allgemeine Schwäche, Schläfrigkeit, vermehrte Erschöpfbarkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Muskelschwäche, Ataxie, paradoxe Reaktionen, Libidoverlust, Harninkontinenz sowie Hypotonie. Des Weiteren können allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Ausschlag, Urtikaria) auftreten; zudem sind Gewöhnungseffekte und medikamentöse Abhängigkeit möglich.
  • Seltene Nebenwirkungen: Dyspepsie, Ikterus, Leberfunktionsstörungen, Mundtrockenheit, Lichtempfindlichkeit, Sprachverwirrungen, Tremor, Euphorie, gesteigerte Appetitfähigkeit, Gedächtnisstörungen sowie Störungen der Bewegungskoordination und des Gangbildes; zudem das Felty-Syndrom.

Bei Überschreitung der empfohlenen Dosis können folgende Symptome auftreten: Hemmung des Zentralnervensystems (Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Reflexabschwächung, Lethargie bis hin zum Koma), Ataxie, Hypotonie sowie hypnotische Zustände.

Besondere Hinweise

Da Nosepam die Funktion des Zentralnervenssystems hemmt, ist es während der Therapie von der Teilnahme am Straßenverkehr und der Ausübung potenziell gefährlicher Arbeiten abzuraten, die erhöhte Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit erfordern.

Besondere Hinweise: Das Präparat darf nicht abrupt abgesetzt werden; die Dosierung muss schrittweise verringert werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Nosepam kann die Wirksamkeit von indirekten Antikoagulanzien beeinträchtigen.

Das Präparat verstärkt die Wirkung von Alkohol sowie cholinolytischen und anderen Arzneimitteln, die das Zentralnervensystem beeinflussen (Beruhigungs-, abschwellende, antiepileptische und psychoaktive Medikamente).

Lagerungsdauer und -bedingungen.

Das Präparat bei Temperaturen von bis zu 30 °C an einem für Kinder unzugänglichen Ort lagern.

Die Haltbarkeit beträgt fünf Jahre.

Ob Dies sollten Sie beachten:

Früher wurde angenommen, dass Gähnen den Organismus mit Sauerstoff anreichert; diese Annahme wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben bewiesen, dass das Gähnen das Gehirn kühlt und die Arbeitsfähigkeit verbessert.


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