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Akute Glomerulonephritis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Die akute Glomerulonephritis ist eine infektiös-allergische Nierenerkrankung, die sich nach einem zyklischen Verlauf entwickelt und innerhalb von 2–3 Wochen nach einer Infektionskrankheit auftritt (meistens mit streptokokkaler kausaler Pathogenese). Die Glomerulonephritis bei Kindern und Erwachsenen beeinträchtigt das renale Gewebe, führt zu einer starken Verminderung der Funktionsfähigkeit und zur Entwicklung einer Niereninsuffizienz. Derzeit wird die akute Glomerulonephritis als eine der häufigsten Nierenerkrankungen betrachtet. Sie kann in jedem Alter auftreten, betrifft jedoch vorwiegend Personen bis zum 40. Lebensjahr.

Akute Glomerulonephritis bei Kindern und Erwachsenen – Symptome der Erkrankung

  • Allgemeine Schwäche, Schlaffheit, verminderter Appetit, Übelkeit sowie Erbrechen.
  • Zunahme des Beinumfangs sowie Bluthochdruck
  • Ödeme der Extremitäten
  • Verschiedene Formen eines akuten Nierenversagens (Oligurie, Hämaturie, Proteinurie)
  • Schmerzen im Lendenbereich sowie im Unterbauch
  • Syndrom der Niereninsuffizienz

Verlauf und Formen der akuten Glomerulonephritis

Akute Glomerulonephritis

Das Syndrom der renalen Insuffizienz.

Die Formen der Glomerulonephritis

Akute Glomerulonephritis bei Kindern – Diagnostik der Erkrankung

Bei der Glomerulonephritis finden im Urin Erythrozyten und Granulozyten (1 bis 15 g/l) statt. Die Krankheit kann von einer geringen Proteinurie begleitet werden. Ein obligatorisches Merkmal der Erkrankung ist die Hämaturie; während in den frühen Stadien das oligurische Syndrom (500–600 ml Urin pro Tag) am stärksten zum Ausdruck kommt. In der Blutanalyse zeigen sich eine Abnahme der Erythrozytenzahl und des Hämobalins sowie eine leichte Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit. Zur Klärung einer genauen Diagnose wird dem Patienten die Probe nach Reberg, eine Ultraschalluntersuchung der Nieren sowie eine exkretorische Urographie und eine radioisotopne Renografie verordnet.

Die Behandlung der akuten Glomerulonephritis

Der Patient wird stationär aufgenommen; es ist zwingend Bettruhe und eine strenge Diät erforderlich. Der Natriumgehalt in der Ernährung muss stark eingeschränkt werden, da dies die vermehrte Wasserabgabe fördert und somit zur Auflösung des hypertonen sowie des Ödems-Syndroms führt.

Die Ernährungsration des Patienten umfasst Aprikosen, Kartoffeln, Kürbisse und Wassermelonen. Diese Früchte und Gemüse stellen eine vollwertige Natriumzufuhr sicher. Die tägliche Flüssigkeitsmenge muss auf 600 bis 1000 ml begrenzt werden. Eine proteinreiche Ernährung ist gestattet; bevorzugt sollten Quark und Hüttenkäse gewählt werden. Fette sind in einer Menge von maximal 70 bis 80 g pro Tag erlaubt. Zusätzlich werden Vitamine in die Ration aufgenommen.

Behandlung der akuten Glomerulonephritis

Bei akuter Glomerulonephritis im Zusammenhang mit einer bestehenden Infektion ist eine antibakterielle Therapie indiziert; in den Anfangsstadien sollte jedoch auf die Gabe von Steroidhormonen (Dexamethason, Prednison) verzichtet werden, da die allgemeinen Symptome der Erkrankung zu diesem Zeitpunkt sehr ausgeprägt sind. Eine ausgedehnte akute Glomerulonephritis bei Kindern und Erwachsenen sowie die latente Form der Krankheit erfordern eine Kortikosteroidtherapie mit komplexer Wirkung, die die Folgen des Ödemsyndroms und des Nierenversagens reduziert; von kortikosteroiden Präparaten ist es hingegen abzusehen bei mäßiger arterieller Hypertonie, da diese keine Indikation für eine intensive antibakterielle Therapie darstellt.

Aufgrund der ausgeprägten Symptome einer akuten Glomerulonephritis können Ärzte die Diagnose schnell und genau stellen sowie eine adäquate Behandlung einleiten; die Prognose ist in der Regel günstig, mit Ausnahme von besonders schweren Komplikationen, die auf individuelle Besonderheiten des Patienten zurückzuführen sind.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Ein Lächeln nur zweimal täglich kann den arteriellen Blutdruck senken und das Risiko für Herzinfarkte sowie Schlaganfälle verringern.


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