Quinckes Ödem

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Quincke-Ödem im Gesicht Die Erkrankung, die uns als Quinckes Ödem bekannt ist, stellt keine eigenständige Pathologie dar, sondern eine akute allergische Reaktion des Organismus auf exogene Reize. Das Krankheitsbild manifestiert sich durch plötzliche, massenhafte Wasseraufreibungen in der Haut, den Muskeln, dem subkutanen Gewebe und den Muskelbindescheiden. Besonders gefährlich ist das Quinckes Ödem, da seine Symptome unabhängig vom Alter auftreten können und häufig zu lebensbedrohlichen Zuständen führen; ohne sofortige medizinische Hilfe kann es zum Tod des Patienten kommen.

Einige Worte zur Natur allergischer Reaktionen: Im Allgemeinen versteht man darunter verschiedene Prozesse, die die Antwort des Organismus auf das Eindringen von Fremdstoffen wie Pflanzenpollen, Giften bei Insektenstichen oder bestimmten Lebensmitteln darstellen. Allergische Reaktionen lassen sich in verzögerte und unmittelbare Typen unterteilen. Das Quinckes Ödem gehört zum zweiten (unmittelbaren) Typ und erfordert daher eine sofortige Behandlung. Nach Kontakt mit dem Auslöser beginnt der Organismus des Patienten, Histamin zu produzieren. Dies führt seinerseits zu einem starken Gewebeödem sowie zahlreichen Funktionsstörungen in den wichtigsten Organsystemen.

Das Quinckesche Ödem ist keine eigenständige Erkrankung, sondern eine akute allergische Reaktion des Körpers auf exogene Reize. Die Auslöser können Lebensmittel, Hausstaub, Pollen, Medikamente, Kälte oder helles Sonnenlicht sein.

Aufgrund der Vielzahl potenzieller Auslöser stellt das Quinckesche Ödem bei Kindern und Erwachsenen eine erhebliche Lebensgefahr dar; jedoch lässt sich nicht vorhersagen, worauf der Organismus beim nächsten Mal reagieren wird.

Das Quinckesche Ödem – Symptome der Erkrankung

Zunächst manifestiert sich die Schwellung des Gewebes in Bereichen mit lockeren subkutanen Bindegewebe, wie den Lippen, Augenlidern, Wangen sowie der Schleimhaut des Mundes und der Mundscheidewand. Das Quinckesche Ödem lässt sich nicht durch Druck verdrängen; dies hängt mit dem hohen Gehalt an Eiweiß im ihn ausfüllenden Gewebe zusammen. Die Schwellung dauert meist 2 bis 3 Tage nach ihrem Auftreten an. Ausnahmen bilden Fälle, in denen die Gewebeschwellung zu Funktionsstörungen der Atmungsorgane führt. So wird beispielsweise das Quincke-Ödem im Kehlkopfbereich (dies betrifft mehr als 30 % der registrierten Fälle) von bellendem Husten, Heiserkeit, Atemnot und Hautverfärbungen begleitet. Wird die Behandlung nicht rechtzeitig eingeleitet, kann es zum Erstickungstod des Patienten kommen.

Das Quinckesche Ödem – Behandlung der Erkrankung

Da die allergische Reaktion des Körpers äußerst intensiv und unvorhersehbar ist, kommt es darauf an, ob dem Patienten schnell Hilfe geleistet wird; das Warten auf die Ankunft von 'schnell' ist nicht möglich. Daher müssen Sie wissen: Es ist notwendig, bis zum Eintreffen der Fachkräfte selbstständig Maßnahmen zu ergreifen.

  • Entfernen Sie den auslösenden Faktor des Allergens;
  • Beruhigen Sie den Patienten und nehmen Sie die nervöse Anspannung sowie das psychische Aufgeladen, da dies einen effektiveren Umgang mit der plötzlichen Attacke ermöglicht;
  • Sorgen Sie für den Zufluss frischer Luft, lösen Sie dem Patienten Gürtel und Krawatte sowie die Knöpfe der Kleidung bis zum Schlüsselbein, falls diese zu eng an der Kehle sitzen;
  • Zur Linderung der Symptome legen Sie einen Kaltwasserumschlag auf das betroffene Gebiet.
  • Verabreichen Sie Nasentropfen zur Vasokonstriktion, beispielsweise Naphthyzinum;

Suprastin – Wirkstoff zur Behandlung des Quincke-Ödems Die weitere Behandlung erfolgt unter ärztlicher Aufsicht. Nach der Diagnose des Quinckes Ödems wird die Therapie mit Antihistaminika (z. B. Dimedrol oder Suprastin) eingeleitet. Erweitert sich das Ödem rasch und drohen Atembeschwerden, so werden dem Patienten Glukokortikoide verabreicht. Nach Normalisierung des Zustands erfolgt eine stationäre Aufnahme in die Klinik. In der Regel wird das Quincke-Ödem bei Kindern und Erwachsenen in spezialisierten HNO-Kliniken behandelt. Bei Ausbreitung des Ödems auf den Kehlkopf ist eine Verlegung in die Intensivstation oder das Reanimationszentrum erforderlich.

Das Quinckesche Ödem, dessen Ursachen äußerst vielfältig sind, wird unter Beachtung einer strengen Allergiediät behandelt. Aus dem Nahrungsmittelplan werden ausgeschlossen: Eier, Weizen, Milch, Nüsse, Fisch sowie Schokolade und Zitrus- oder Tomatenprodukte;

Die Prophylaxe der Erkrankung;

Es scheint nicht möglich zu sein, das Auftreten der Krankheit vorherzusagen. Die einzige Prophylaxe besteht darin, Allergene zu vermeiden, von denen der Patient in der Vergangenheit gelitten hat. Wenn Sie sich wegen Ihrer Gesundheit beunruhigen, sollten Sie keine feste Informationskarte erstellen lassen, auf der Name, Vorname, Patronym des Patienten, die Telefonnummer des behandelnden Arztes sowie die wahrscheinlichsten Allergene und weitere wichtige Angaben verzeichnet sind. Solche Karte ermöglicht dem Ärzteteam eine maximal ergebnisreiche Hilfe bei der Behandlung des Quinckeschen Ödems, falls Sie plötzlich davon betroffen werden;

Ob Das sollten Sie wissen:

Wenn sich Liebende küssen, verlieren beide pro Minute etwa 6,4 Kalorien und tauschen dabei fast 300 verschiedene Bakterienstämme aus.


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