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Lebensmittelvergiftung

Frau nach Lebensmittelvergiftung

Wenn nach dem Verzehr von Lebensmitteln plötzlich heftige Magenschmerzen, Übelkeit oder Schwindel auftreten, liegt dies meist an einer Lebensmittelvergiftung vor. Diese entsteht durch den Konsum von Lebensmitteln, die mit bakteriellen Giften oder chemischen Zusätzen belastet sind. In diesem Artikel erfahren Sie über Symptome, Ursachen, den Verlauf sowie die notwendigen Sofortmaßnahmen und Präventionsmöglichkeiten bei Lebensmittelvergiftungen.

Arten der Lebensmittelvergiftung

Lebensmittelvergiftungen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen: bakterielle Infektionen und nicht-bakterielle Vergiftungen. Zu den bakteriellen Formen zählen Erkrankungen, die durch Bakterien oder Viren verursacht werden; nicht-bakterielle Vergiftungen hingegen entstehen bei Kindern und Erwachsenen häufig durch chemische Substanzen oder den Verzehr von Giftpilzen sowie giftigen Pflanzen. Angesichts der Vielzahl an Auslösern ist eine breite Symptomatik verständlich: Patienten können Magenschmerzen, anhaltendes Erbrechen, Übelkeit sowie hohes Fieber entwickeln; in schweren Fällen treten Nieren-, Leber- oder neurologische Syndrome auf. Aufgrund des Risikos schwerwiegender Komplikationen sollte die Behandlung bei jedem Verdacht so schnell wie möglich eingeleitet werden. Es ist ratsam, dem Patienten vor Eintreffen der Ärzte erste Erste-Hilfe-Maßnahmen zu leisten, was wir im entsprechenden Abschnitt dieses Artikels erläutern.

Im Folgenden betrachten wir bakterielle Vergiftungen im Detail. Diese werden meist durch den Verzehr von Nahrungsmitteln ausgelöst, die pathogene Mikroben und Toxine enthalten. Zu den Erregern gehören Proteus, Klebsiellen, Clostridien, Staphylokokken sowie andere Bakterienstämme. Sie vermehren sich bei Verstößen gegen hygienische Normen in der Lebensmittelproduktion sowie durch falsche Lagerung oder Transport. Beachten Sie: Auch bei langanhaltender thermischer Behandlung können Lebensmittelvergiftungen auftreten, da manche Mikroben wie Staphylokokken hitzebeständig sind und auch nach dem Kochen aktiv bleiben.

Wie erkennt man verseuchte Nahrung? Achten Sie primär auf Geruch, Geschmack und Aussehen. Beschädigte Lebensmittel entwickeln oft einen spezifischen unangenehmen Geruch und einen sauren Geschmack; zudem ändert sich ihre Konsistenz. Ein deutliches Zeichen für Unbrauchbarkeit sind Gasblasen, besonders sichtbar an der Oberfläche von Milch und anderen flüssigen Lebensmitteln. Beachten Sie jedoch: Auch bei normal aussehenden und riechenden Lebensmitteln kann eine Vergiftung auftreten, etwa wenn Toxine bereits vor dem Verzehr in die Nahrung übergegangen sind – wie beim Konsum von Speisen, die ein verseuchter Mensch zubereitet hat.

Symptome der Lebensmittelvergiftung

Das Krankheitsbild einer Lebensmittelvergiftung hängt vom Erreger-Typ und der Menge des verzehrten untauglichen Lebensmittels ab. Die häufigsten Symptome sind:

  • Erhöhung der Körpertemperatur;
  • Appetitlosigkeit
  • Wässriger Stuhl
  • Anhaltender Drang zum Stuhlgang
  • Sehstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verstärkte Speichelproduktion
  • Störungen der zentralnervösen Funktionen bis hin zum kompletten Funktionsausfall, wie sie beim Botulismus häufig vorkommen

Die ersten Symptome einer Lebensmittelvergiftung treten bereits 30–40 Minuten nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel auf. Im Verlauf der nächsten 2 bis 3 Tage verschlimmern sich die Beschwerden. In dieser Phase ist eine zügige medizinische Hilfe bei Verdacht auf Lebensmittelvergiftung unerlässlich. Andernfalls besteht ein reales Todesrisiko oder das Risiko schwerwiegender Komplikationen, die zu Behinderungen und zum Verlust der Arbeitsfähigkeit führen können. Besonders gefährlich sind in diesem Zusammenhang Infektionen wie Botulismus und Listeriose. Die Erstere zeichnet sich durch ein extrem schnelles Fortschreiten aus, während Letztere oft durch das Fehlen sichtbarer Symptome einer Lebensmittelvergiftung gekennzeichnet ist. Bei schwangeren Frauen kann eine Listeriose zu Fehlgeburten oder Frühgeburt führen; daher sollten werdende Mütter bei der Auswahl von Lebensmitteln besonders vorsichtig sein.

Ersteversorgung bei Verdacht auf Lebensmittelvergiftung

Tabletten für Erwachsene bei Lebensmittelvergiftung

Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung mit Übelkeit und Erbrechen ist sofortige Magenspülung mit einer schwachen Mangans oder Sodaaufgusslösung erforderlich; das Waschen erfolgt, bis nur noch reines Wasser austritt. Der Patient sollte zudem Aktivkohle in der empfohlenen Dosis einnehmen und auf kohlensäurehaltige Getränke sowie Suppen oder Tee verzichten. Eine reichliche Flüssigkeitszufuhr hilft, die durch starkes Erbrechen und Durchfall unvermeidlich auftretende Dehydrierung zu kompensieren.

Zur Behandlung von Lebensmittelvergiftungen sowie bei starker alkoholischer Intoxikation kommen moderne Sorbentien zum Einsatz; ein bekanntes Präparat ist Aktivkohle. Das Mittel bindet Toxine effektiv und entfernt Schlacken, ohne nährstoffreiche Substanzen aus dem Organismus zu verlieren. Besonderes Augenmerk gilt dabei: Statt einer Handvoll schwarzer Kohlepulver genügen üblicherweise nur 1–2 Tabletten Aktivkohle.

Nach der Magenspülung sollte der Patient in Ruhe verbleiben, die Beine mit einem Heizkissen wärmen und das Eintreffen von Ärzten abwarten. Dem Patienten können Sulfonamide (z. B. Ftalazol oder Sulgin) oder Antibiotika verabreicht werden; bei Kindern ist jedoch stets eine vorherige Konsultation von Experten vor der Gabe stark wirksamer Präparate erforderlich.

Prävention von Lebensmittelvergiftungen

Das Risiko einer Lebensmittelvergiftung lässt sich durch die Einhaltung einfacher, jedoch wirksamer Maßnahmen auf ein Minimum reduzieren:

  • Gewährleistung von Sauberkeit in Küche und Wohnräumen
  • Beachtung grundlegender Regeln der persönlichen Hygiene
  • Nutzung ausschließlich von Lebensmitteln bekannter und zuverlässiger Hersteller
  • Lagerung leicht verderblicher Lebensmittel im Kühlschrank
  • Beachten Sie die Herstellerangaben, insbesondere beim Verzehr von offenen Konserven innerhalb des angegebenen Verbrauchsdatums
  • Halten Sie den Mülleimer geschlossen
  • Waschen Sie Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich und achten Sie auf eine ausreichende thermische Behandlung.
Ob Darauf sollten Sie achten:

Amerikanische Wissenschaftler haben Experimente an Mäusen durchgeführt und festgestellt, dass Saft aus Arbusnien die Entwicklung der Atherosklerose in den Gefäßen verhindert. Eine Gruppe von Mäusen trank normales Wasser, während die zweite Gruppe Saft aus Arbusnien zu sich nahm. Anschließend waren die Gefäße der zweiten Gruppe frei von Cholesterinablagerungen.


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