Rothäuptchen

Das Rothäuptchen gehört zur Familie der Röhrlinge. In der Natur gibt es mehrere Unterarten. Meistens findet man gelb-graubraune, weiße und rote Exemplare (das rote wird gelegentlich auch als Krasnogolowik bezeichnet). Der Stiel ist weiß und oben mit schwarzen oder braunen Schüppchen bedeckt, die an Flocken erinnern. Der Hut hat einen Durchmesser von 5 bis 25 cm; beim Bruch ist das Fruchtfleisch weiß, verfärbt sich durch Luftkontakt rosa und wird später schwarzbraun. Diese Pilze wachsen schnell; ihre Masse nimmt innerhalb weniger Tage auf etwa 20 g zu, die Lebensdauer beträgt nur 11 Tage.

Rostpilze

Das Vorkommen in der Natur

Rothäuptlinge wachsen bevorzugt in Misch- und Laubwäldern. Man findet sie meist in der Nähe junger Eschen, woraus sich auch ihr Name ableitet. In Russland kommen diese Pilze in den Wäldern des fernöstlichen Raums und Sibiriens, im Permschen Vorland sowie in den Gebieten Pensa, Moskau, Murmansk und Leningrad vor.

Verwendung des Rothäuptlings

Hinsichtlich Nährwert und Genussqualität übertrifft das Rothäuptchen tatsächlich nicht den Birkenpilz. Er kann gekocht, gebraten, mariniert oder getrocknet sowie gesalzen werden. In die Nahrung können sowohl der Hut als auch der Stiel verwendet werden. Jedoch halten viele Pilzfans ihn etwas holzig.

Während der Zubereitung dunkelt das Fruchtfleisch des Pilzes an. Um dies zu verhindern, ist es empfehlenswert, die Rothäuptlinge in einer schwachen (0,5 %) Essig- oder Zitronensäurelösung für 30 bis 40 Minuten einzulegen.

Rothäuptlinge eignen sich hervorragend zur Zubereitung von köstlichen Salaten und Suppen. Dieser Pilz lässt sich ideal mit Kohl, Kartoffeln, Buchweizen und Reis kombinieren. Aus getrockneten Rothäuptlingen kann eine Suppe hergestellt werden, die im Kaloriengehalt nicht hinter Fleischbrühe zurückbleibt.

Vorkommen des Rothäuptlings

Diese Pilze sind reich an Kohlenhydraten, Fetten sowie Zellstoff und Vitaminen (der Gruppen In, Mit, Und, RR). Bezüglich des PP-Faktors überlassen die Rothäuptlinge den Hefen und der Leber, während sie im Vergleich zu Getreidekulturen einen höheren Gehalt an Vitaminen der Gruppe B aufweisen.

Der Eiweißgehalt in den Rothäuptlingen ist zwar ausreichend, wird vom menschlichen Organismus jedoch schlechter verwertet als tierisches Eiweiß. Dennoch enthalten diese Pilze alle unverzichtbaren Aminosäuren. Aus diesem Grund empfehlen Ernährungsberater die Aufnahme von Rothäuptlingen in die Ration für Personen mit entzündlichen oder Infektionskrankheiten sowie nach operativen Eingriffen.

Der Kaloriengehalt getrockneter Rothäuptlinge liegt bei 314,7 kcal pro 100 g Pilzen, während frische Exemplare lediglich 22 kcal aufweisen.

Kontraindikationen

Personen mit Leber- und/oder Nierenerkrankungen sollten den Verzehr von Rothäuptlingen nicht häufig oder in großen Mengen betreiben.

Ein interessanter Fakt

Der Verzehr von Rothäuptlingen birgt keine Vergiftungsgefahr, da diese Pilze sich eindeutig von essbaren oder giftigen Arten unterscheiden lassen und somit nicht mit diesen verwechselt werden können.

Pilzsuppe

Getrocknete Rothäuptlinge

Getrocknete Rothäuptlinge enthalten in großer Menge mineralische Substanzen und Nahrungsfasern. Sie tragen zur Verbesserung des Stoffwechsels, zur Senkung des arteriellen Blutdrucks sowie zur Linderung von Kopfschmerzen bei.

Darüber hinaus sind die getrockneten Rothäuptlinge (RR, D und C) sowie die Gruppe In reich an Vitaminen, die für viele Stoffwechselprozesse, die allgemeine Gesundheit und die Schönheit des Menschen unerlässlich sind.

Kontraindikationen für getrocknete Rothäuptlinge.

Pilze stellen allgemein, insbesondere in getrocknetem Zustand, für den menschlichen Gastrointestinaltrakt eine zu schwere Nahrung dar. Daher ist es ratsam, getrocknete Rothäuptlinge nicht massenhaft in die Ernährung von Kindern und älteren Menschen aufzunehmen. Die Rothäuptlinge sollten aus der Ration von Personen vollständig ausgeschlossen werden, die individuell eine Intoleranz gegenüber diesem Lebensmittel haben.

Ob Dazu sollten Sie Folgendes wissen:

Die Leber ist das wichtigste Organ des menschlichen Körpers. Ihr durchschnittliches Gewicht liegt bei etwa 1,5 Kilogramm.


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