Geschlechtslippen

Große Schamlippen

Die großen Schamlippen sind zwei Hautfalten, die seitlich der Vulva liegen. Die weiblichen Geschlechtsorgane: Große und kleine Schamlippen

Ihre Hauptfunktion besteht im mechanischen Schutz der Vagina vor schädlichen Umweltfaktoren sowie in der Aufrechterhaltung der notwendigen Temperatur in den weiblichen Geschlechtsorganen. Aufgrund ihrer Lage enthalten sie eine große Menge an Adipozyten; mit dem Beginn der Geschlechtsreife setzt das Haarwachstum auf der äußeren Seite ein, was auch zur Aufrechterhaltung des notwendigen Wärmeregimes beiträgt.

In den großen Schamlippen sind nur wenige Nervenendigungen enthalten; daher stellen sie keine erogene Zone dar. In ihnen liegen dichter: Fettgewebe, vulvovaginale Schleimhäute und Gefäßgeflechte.

Häufig ist die Haut auf ihnen pigmentiert und unterscheidet sich durch die Schattierung von der übrigen Körperhaut. Bei vielen Mädchen sind sie nach dem Umfang nicht groß; manchmal ist es bezüglich der großen Geschlechtslippen sogar weniger. Dies entspricht den individuellen Besonderheiten des Menschen und stellt keine Abweichung von der Norm dar.

Es ist sehr wichtig, die persönliche Hygiene zu beachten, da Talg- und Schweißdrüsen eine Neigung zur Entzündung haben; infolgedessen entstehen Zysten der Talgdrüsen oder Furunkel an den Haarfollikeln.

Kleine Geschlechtslippen



Die kleinen Geschlechtslippen sind ein Bereich der Vulva (die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane) und stellen zwei Hautfalten dar, die unter den großen Geschlechtslippen in longitudinaler Richtung liegen. Diese Lippen weisen eine ähnliche Farbe wie die mediale Oberfläche der großen Lippen auf: Bei Mädchen ist sie oft hellrosa; ihre freien Ränder treten durch die Geschlechtsfissur nicht selten hervor.

Die Basis der kleinen Geschlechtslippen wird durch einen großen interlabialen Raum abgegrenzt. Vorne besitzt jede kleine Lippe zwei Stiele – einen medialen und einen äußeren. Die medialen Stiele verbinden sich untereinander, während sie von hinten zum Klitoris-Kopf führen und das Klitoris-Bändchen bilden. Die äußeren Stiele setzen sich mit den seitlichen Flächen der Klitoris fort und bilden das äußerste Gewebe an ihrer oberen Oberfläche.

Geschlechtslippen in der Schwangerschaft

Im Verlauf der Schwangerschaft verändern sich die Geschlechtslippen; dies ist ein physiologischer Prozess, der mit hormonellen Veränderungen im Körper verbunden ist. Wesentlich nimmt der Blutfluss in den Organen des kleinen Beckens zu, wodurch die Geschlechtslippen während der Schwangerschaft anschwellen.

Etwa eine Woche nach der Empfängnis schwellen sie an, werden elastischer und kräftiger; dies kann häufig zu Varikose führen. Zusätzlich treten auf ihnen oft verschiedene Verdichtungen auf.

In der Regel verschwinden diese Merkmale bis zur Geburt spurlos. Entzündung der großen Schamlippe

Bei welchen Erkrankungen brennt es und jucken die Geschlechtslippen?

Das Brennen sowie Schmerzempfindungen und Juckreiz an den Geschlechtslippen können Merkmale verschiedener Infektionen sein.

  • Trichomoniasis: Eine Geschlechtskrankheit, die durch das Vorhandensein von Trichomonaden verursacht wird; häufig treten gelbliche Sekrete mit unangenehmem Geruch hinzu.
  • Candidose: Eine Schleimhauterkrankung der Geschlechtsorgane, die unter dem Einfluss von Pilzen der Gattung Candida entsteht.
  • Gardnerellese (Bakterielle Vaginose): Eine Dysbiose der Scheide. Diese Erkrankung tritt häufig bei wechselnden Sexualpartnern sowie bei Anwendung von Kondomen mit Langzeitgebrauch von Antibiotika und Empfängnisverhütungsmitteln auf, die 9-Nonylalkohol enthalten.
  • Vulvovaginitis: Eine entzündliche Erkrankung der Geschlechtslippen, die oft durch mangelnde persönliche Hygiene verursacht wird.

Das Unterlassen einer rechtzeitigen Behandlung dieser Erkrankungen kann zu Komplikationen führen, darunter auch weibliche Unfruchtbarkeit; daher ist es bei Vorhandensein von Brennen, Schmerzen und Juckreiz an den Geschlechtslippen ratsam, einen Gynäkologen aufzusuchen.

Pickel an den Geschlechtslippen

Oft deuten Pickel an den Geschlechtslippen auf eine Vernachlässigung der Hygienevorschriften hin; in diesem Fall ist jedoch zu beachten, dass es sich nicht um eine Infektion handelt, da bei einer Entzündung des Talgdrüsensacks oft nur chirurgische Eingriffe notwendig sind.

An den Geschlechtslippen können subkutane Tuberkel entstehen, die aufgrund einer Verschlechterung der körpereigenen Abwehrkräfte (Immunität) auftreten.

Pathologische rote Pickel treten unter dem Einfluss folgender Faktoren auf:

  • Häufiger Stress und chronischer Schlafmangel führen zu einer Störung des Nervensystems, was zum Auftreten von Pickeln beiträgt.
  • Endokrine Störungen sowie hormonelle Ungleichgewichte.

Bei Auftreten größerer roter Pickel an den Geschlechtslippen ist ein ärztlicher Rat sinnvoll.



Ob Das Folgende sollten Sie beachten:

Zahnkaries ist die weltweit häufigste Infektionskrankheit und wird auch durch die Grippe nicht übertroffen.


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