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Die Pulpitis – die Nervenzellen entzündende Erkrankung

Symptome des chronischen Pulpitis

Alles beginnt mit kleinen, kaum sichtbaren Löchern im Zahn, auf die Sie zunächst nicht geachtet haben. Und wenn man sie doch bemerkt, wird der Termin zum Lieblingszahnarzt für die nächste Woche verschoben; andere Termine werden umgestellt, und dort werden die wichtigen Probleme behandelt, und … einmal in der Nacht drehen Sie sich von dem scharfen Zahnschmerz auf, der Sie am Morgen zwingt, ins Zahnkabinett zu gehen. Und der Arzt erklärt nach der Untersuchung des Mundes: «Ja, bei Ihnen, Herr Doktor, liegt eine Pulpitis».

Die Pulpitis ist eine Entzündung des kariösen Zahnmarks, die Zahnmarkentzündung (das gefäßnervöse Bündel im Zahn). Ein Kennzeichen der Pulpitis ist ein zunehmender, pulsierender Zahnschmerz, der besonders nachts stark ausgeprägt ist.

Die Ätiologie (die Ursache) der Pulpitis

Der entzündliche Prozess beginnt damit, dass sich in das Innere des Zahnes – welches sich infolge der entstandenen Karies gebildet hat – Nahrungsteilchen und krankheitserregende Mikroorganismen einlagern, wodurch sie den Entzündungsprozess auslösen. Obwohl es in der zahnärztlichen Praxis Fälle gibt, bei denen eine sog. retrograde Pulpitis beobachtet wird, d.h. die Verseuchung erfolgt durch das apikale Loch des Ductus der Zahnwurzel.

Symptome der Pulpitis

Man kann die Pulpitis und ihre sehr vielfältigen Symptome wie folgt einteilen:

Akute Pulpitis

  • Die fibröse, langdauernde Pulpitis entsteht häufig beim Übergang der akuten Pulpitis in eine chronische Entzündung und wird durch den Wechsel von der akuten auf die durch exterozeptive Reize verursachte Dentalgie charakterisiert; es können Attacken stumpfer Zahnschmerzen auftreten. Die fibröse, langdauernde Pulpitis kann auch ohne beschriebene Symptome verlaufen.
  • Die hypertrophische, langdauernde Pulpitis tritt bei jungen Männern und Kindern häufig in Verbindung mit schwerer Karies auf; sie wird durch Hyperämie sowie krankhafte Empfindungen bei mechanischer Reizung begleitet.
  • Die brandige, langdauernde Pulpitis verläuft mit starken krankhaften Empfindungen; die betroffenen Zähne reagieren auf heiße Temperaturreize akut.

Die akute Pulpitis wird in zwei Haupttypen eingeteilt.

  • Bei der Herdpulpitis handelt es sich um ein Anfangsstadium der Zahnmarkentzündung. Der Schmerz ist kurzzeitig, periodisch und verstärkt sich bei Reizung.
  • Die diffuse Pulpitis stellt die schwerste Form dar: Die Schmerzempfindungen sind heftig und unerträglich. Die Schmerzresonanz ist im Schläfenbereich, in den Ohren, der Augenhöhle sowie im Gebiss nachweisbar. Bei warmen Reizen intensivieren sich die Schmerzen, während sie bei kalten (z. B. fließendem Wasser) abnehmen.

Eine Nekrose des Pulpenmarks ist eine irreversible Form der Pulpitis; dabei stirbt das Zahnmark vollständig ab. Eine Nekrose kann zudem durch mechanische Einwirkung entstehen, wenn ein Bruch des vaskulär-nervösen Bündels erfolgt.

Die akute Pulpitis, bei der die Symptome deutlicher ausgeprägt sind, veranlasst den Patienten häufiger, zeitnah zum Zahnarzt zu gehen.

Pulpitis im Kindesalter

Physiologische Besonderheiten des Kinderorganismus beeinflussen die Klinik der Pulpitis; die akute Pulpitis bei Kindern tritt besonders häufig in Zähnen mit nicht vollständig ausgebildeten Wurzeln auf und wird oft von einer eitrigen Entzündung begleitet, die peridontal verläuft. Perkussion der Zähne ist sehr schmerzhaft, und es kann eine erhöhte Beweglichkeit des betroffenen Zahnes beobachtet werden. Die Pulpitis bei Kindern verläuft in der Regel ähnlich wie beim Erwachsenen; besondere Schwierigkeit bildet dabei die Anamnese aufgrund der emotionalen Rezeption von Schmerzempfindungen durch das Kind.

Behandlung der Pulpitis

Pulpapaste zur Behandlung

Die Therapie der Pulpitis richtet sich nach dem Stadium und der Form der Erkrankung. Moderne Präparate erlauben es, das zerstörte Zahnbindegewebe im Anfangsstadium durch rechtzeitige ärztliche Konsultation zu erhalten.

Während Zahnärzte früher bei beschädigter Pulpa aufgrund der Komplexität der Depulpiation häufig den Zahn extrahierten, ermöglichen heutige Behandlungsmethoden der Pulpitis dem Zahn, seine Funktionen fortzusetzen.

Für heute existieren zwei etablierte Methoden zur Behandlung der Pulpitis:

Die biologische (konservative) Methode zielt darauf ab, die Vitalität des Pulpagewebes zu erhalten. Sie wird insbesondere bei zufällig eröffneten Höhlen, bei traumatischer Pulpitis sowie bei entzündlichen Erkrankungen der Pulpe angewendet und ist in den Anfangsstadien der Erkrankung am erfolgreichsten. Zu den Prozeduren dieser Methode gehören:

  • 1. Lokale Anästhesie
  • 2. Abtragung des betroffenen Pulpagewebes
  • 1. Anwendung einer Heilpaste
  • 2. Versiegelung des Kanals

Die Anwendung einer Heilpaste und die Kanalsversiegelung können in einem oder zwei Schritten unter Verwendung eines Füllmaterials erfolgen; dies hängt vom Stadium und der Komplexität der Entzündung des Zahnbindegewebes ab.

Bei der chirurgischen Methode wird die entzündete Pulpa entfernt, gefolgt von der Versiegelung des Kanals und der Wiederherstellung der Zahnkrone. Dabei werden entweder eine vitale Depulpierung unter örtlicher Betäubung oder eine devitale Methode nach vorheriger Nerventötung angewendet.

Die Behandlungsmethoden der Pulpitis werden vom Arzt basierend auf einer sorgfältigen Einschätzung des Schweregrads der Erkrankung ausgewählt.

Eine Hauptmaßnahme zur Prophylaxe der Pulpitis ist die Aufklärung und die rechtzeitige Behandlung von Karies sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Auf den Markt kamen zahlreiche Medikamente, wobei einige Substanzen wie Heroin ursprünglich als Hustenmittel für Kinder entwickelt wurden; zudem wurde Kokain von Ärzten als Anästhetikum und zur Steigerung der Zähigkeit empfohlen.


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