Kaliumsulfat

Kaliumsulfat ist eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel K₂SO₄. Kaliumsulfat – Salzersatz

Der Nahrungsergänzungstoff Kaliumsulfat trägt die Bezeichnung E 515 und gehört zur Gruppe der Emulgatoren, die für die Bildung von gleichartigen Mischungen aus in der Natur nicht mischbaren Komponenten, beispielsweise Wasser mit Öl oder Wasser mit Fett, notwendig sind. Zudem wird E 515 bei der industriellen Lebensmittelherstellung zur Regulierung des Säuregehalts eingesetzt.

Kaliumsulfat ist ein hartes und bitteres Salz mit einem sehr hohen Schmelzpunkt (bei 1078 °C). Es bildet farblose rhombische Kristalle, die sich leicht im Wasser lösen.

Gewinnung von Kaliumsulfat

Die Verbindung Kaliumsulfat war bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts den Chemikern Boyle, Glauber und Tschuschow bekannt.

In der Natur kommt Kaliumsulfat in Form von Kaliumsalzen vor. Zudem ist es in salzigen Gewässern vorhanden, meist jedoch mit verschiedenen Beimischungen. Reines Kaliumsulfat findet sich in der Natur vergleichsweise selten; seine bekannteste natürliche Quelle ist das Mineral Arkanit in Form weißer oder durchsichtiger Kristalle, die in Kalifornien (USA) vorkommen.

Kaliumsulfat wird aus natürlichen Mineralien gewonnen, die dieses Salz enthalten. Dazu zählen Schenit, Kainit, Leonit, Singenit, Glaserit, Langbeinit und Poligalit.

In der laborüblichen Praxis werden zur Gewinnung von Kaliumsulfat Reaktionen mit Kaliumoxid sowie schwachen oder labilen Säuren und einigen anderen Verbindungen eingesetzt.

Eigenschaften von Kaliumsulfat

Kaliumsulfat ist eine essentielle Verbindung für den Organismus, da es an der Regulation des Wasserhaushalts und am Aufbau von Proteinen beteiligt ist.

Ein Kaliummangel manifestiert sich nicht nur in Veränderungen der Haut- und Haarbeschaffenheit, sondern auch in einer allgemeinen Schwächung des Organismus, die beispielsweise durch schnelle Ermüdbarkeit sichtbar wird.

Kaliumsulfat ist in Lebensmitteln wie Meerrettich, Spinat, Käse, Rüben, magerem Rindfleisch, Bananen sowie Zitrusfrüchten (Zitronen und Apfelsinen) und Mandeln enthalten.

Die Anwendung von Kaliumsulfat als Nahrungsergänzungsmittel ist in folgenden Fällen ungeeignet:

  • Bei direktem Kontakt mit Schleimhäuten (z. B. im Mund oder Auge) sowie bei offener Wunde auf der Haut, da es zu mechanischen Reizungen und Verätzungen kommen kann.
  • Die Einnahme hoher Dosen von Kaliumsulfat kann das gastrointestinale Trakt reizend beeinflussen und zu gastrointestinalen Beschwerden führen.
  • Das Einatmen der Verbindung kann die Atemwege reizen.

Kaliumsulfat findet in der Nahrungsmittelindustrie Anwendung.

In der industriellen Lebensmittelproduktion wird Kaliumsulfat (E 515) vor allem als Salz-Ersatz eingesetzt. Eine Anwendung von Kaliumsulfat ist Pflanzendünger

  • Als Nährboden bei der Herstellung von Roggen- und Sauerteig sowie zur Einstellung einer flüssigen Konsistenz für Hefen.
  • Als pH-Wert-Regulator in Getränken.
  • Als Elektrolytquelle durch Mineralien.

Kaliumsulfat ist in moderaten Mengen für den Organismus nützlich, kann jedoch bei übermäßiger Aufnahme zu Magenverstimmungen, Reizung des gesamten Verdauungstraktes und in einigen Fällen zu einer Vergiftung führen.

Anwendung von Kaliumsulfat

In der Landwirtschaft wird Kaliumsulfat als Dünger eingesetzt. Die Effektivität ist auf nährstoffarmen (kaliumarmen) und torfbasierten Böden am höchsten. Zudem dient es als Chlor-Alternative beim Anbau von Tabak, Kartoffeln, Weintrauben, Hanf und Zitrusfrüchten.

Auf Schwarzerde werden Kulturen, die viel Natrium und Kalium benötigen (wie Sonnenblumen, Zuckerrüben, Obst, verschiedene Hackfrüchte und Gemüse), mit einer Lösung von Kaliumsulfat versorgt.

Die Kombination aus Kaliumsulfat mit stickstoffhaltigen und Phosphordüngern ist besonders ertragreich.

Darüber hinaus wird Kaliumsulfat eingesetzt:

  • In der Pharmakologie fungiert es als Ausgangsstoff zur Herstellung biologisch aktiver Zusatzstoffe;
  • bei der Herstellung von Glaskeramik;
Ob Beachten Sie Folgendes:

Laut der Meinung vieler Wissenschaftler sind Vitaminkomplexe für den Menschen tatsächlich wirkungslos.


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