Die Anamnese

Anamnese (griech. anamnesis = Erinnerung) – Die Gesamtheit der Daten, die bei der medizinischen Untersuchung durch Befragung des Patienten und/oder seiner Umgebung erhoben werden.

Unterteilen Sie die folgenden Anamnese-Kategorien:

  • Gynäkologische Anamnese: Der Bereich der Anamnese, der sich mit den Funktionen der Frau befasst (Anzahl der Schwangerschaften, Aborte und Geburten, Charakter der Komplikationen sowie Besonderheiten ihres Ablaufs, Charakter der Menstruation).
  • Allergologische Anamnese: Informationen über das Auftreten allergischer Erkrankungen beim Patienten, bei seinen Verwandten sowie über den möglichen Kontakt mit Allergenen.
  • Krankheitsanamnese: Befunde zum Entstehen und Verlauf der vorliegenden Krankheit sowie zur Wirksamkeit früher durchgeführter Therapien.
  • Lebensanamnese: Informationen über die körperliche, psychische und soziale Entwicklung des Patienten.
  • Erbliche Anamnese: Der Bereich der familiären Anamnese, der sich mit den Erkrankungen der Eltern und anderer Blutsverwandter befasst.
  • Berufsanamnese: Befunde über Charakter und Arbeitsbedingungen des Patienten, z. B. das Vorhandensein beruflicher Werte.
  • Psychiatrische Anamnese: Befunde zur psychischen Entwicklung, Persönlichkeitsstruktur, Erblichkeit, Ausbildung sowie beruflichen Tätigkeit und zu Süchten, Interessen und familiären Beziehungen.
  • Familiäre Anamnese: Bereich der Lebensgeschichte, der dem Familienstand des Patienten, der psychologischen Lage in der Familie und den Erkrankungen naher Verwandter gewidmet ist.
  • Sozialanamnese: Bereich der Lebensgeschichte, der die Haushaltsbedingungen, soziale Aktivität und gesellschaftliche Stellung des Patienten umfasst.
  • Sportanamnese: Anamnese bei Sportlern zur Erfassung von Körperentwicklung, physischer Kondition, Trainingsregime, Methodik, Dynamik sportlicher Ergebnisse und Belastbarkeit der Trainingsbelastungen.
  • Pharmakologische Anamnese: Bereich der Krankheitsanamnese, der Anwendungsmethoden, Dosen, Neben- und Heilwirkungen früher eingesetzter Präparate sowie Befunde zur medikamentösen Unverträglichkeit.
  • Epidemiologische Anamnese: Anamnese bei Infektionskrankheiten zur Ermittlung möglicher Infektionsquellen und Übertragungswege des Erregers.
Ob Sie wissen:

Früher galt die Annahme, Sauerstoff reiche den Organismus an. Diese Meinung wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben bewiesen, dass Gähnen das Gehirn kühlt und die Arbeitsfähigkeit verbessert.


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