Herzrhythmusstörungen

Der Begriff ist gebräuchlich und fasst die Verstöße gegen die Impulsbildung oder -auslösung sowie deren Durchführung im Herzmuskel zusammen; sie manifestieren sich in Störungen des Herzschlagrhythmus.

Man unterscheidet folgende Arten der Herzrhythmusstörungen:

  • Atemarrhythmie (respiratorisch; Synonym: Atmungsphänomen) – eine Zunahme der Herzfrequenz beim Einatmen und eine Abnahme bei der Ausatmung; sie wird durch die Tonusänderung des wandernden Nervs bedingt und stellt eine Unterform der Sinusarrhythmie dar.
  • Vorhof-Flimmern (fibrillär; Synonyme: vollständige Arrhythmie, „Herzflattern") – gekennzeichnet durch das Zucken der Herzvorhöfe mit völliger Unregelmäßigkeit der Pausen zwischen den Herzkontraktionen sowie der Kraft dieser Kontraktionen.
  • Vorhofflimmern mit Bradykardie (fibrillaris bradysystolica; Synonym: Bradyarrhythmie des Vorhofes) – verläuft bei Abwesenheit einer Pulsbildung und verringerter oder normaler Herzfrequenz.
  • Grobwelliges Vorhofflimmern – wird am EKG durch das Vorhandensein von relativ seltenen und großen Wellen des Vorhof-Flimmerns charakterisiert.
  • Feinwelliges Vorhofflimmern – am EKG gekennzeichnet durch das Auftreten kleiner und häufiger Flimmerwellen der Herzvorhöfe.
  • Paroxysmaler Vorhofrhythmus – wird durch einen paroxysmalen Ablauf charakterisiert; in den Intervallen zwischen den Attacken ist ein normaler Sinusrhythmus feststellbar.
  • Ständiger Vorhofflimmern – gekennzeichnet durch das kontinuierliche Flimmern der Herzvorhöfe; gewöhnlich entsteht dies aufgrund einer Überlastung oder organischer Veränderungen an den Herzvorhöfen.
  • Tachysystolischer Vorhofrhythmus (Synonym: Flimmer-Tachyarrhythmie) – charakterisiert sich durch eine Beschleunigung der Herzkammerkontraktionen und geht mit einer Minderperfusion einher.
  • Regelmäßiger Vorhofrhythmus – die Frequenz der Kammerschläge liegt innerhalb der Normwerte für einen gesunden Menschen.
  • Paroxysmaler Rhythmus – beginnt und endet schlagartig; er verläuft entweder auf dem Hintergrund eines normalen Sinusrhythmus oder im Rahmen einer anderen, bestehenden Form der Rhythmusstörung.
  • Nachumstellungssyndrom (Post-Konversions-Syndrom) – tritt bei Patienten nach der Wiederherstellung des Sinusrhythmus auf, die zuvor an Vorhofflimmern, paroxysmaler Tachykardie oder Herzflattern litten.
  • Sinusförmiger Rhythmus – wird durch die Schwingungen der automatischen Aktivität des sinusnodalen Knotens bestimmt und steht meist in Zusammenhang mit dem Vagustonus.
Ob Wussten Sie das?

In der Arbeitszeit verbraucht unser Gehirn eine Energiemenge, die einer Glühlampe mit einer Leistung von 10 Watt entspricht; somit ist die Art des Lämpchens über dem Kopf zum Zeitpunkt eines interessanten Gedankens nicht weit vom Wahrheitsgehalt entfernt.


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