Gärung

Die Gärung (fermentatio) bezeichnet das zymotische Zerfallen organischer Substanzen in einfachere Verbindungen, insbesondere von Kohlenhydraten. Die überwiegende Mehrheit der Gärungsarten erfolgt intrazellulär unter anaeroben Bedingungen mit Freisetzung von Energie, die für den Aufrechterhaltung des Lebensprozesses genutzt wird.

Arten der Gärung:

  • Fettgärung: Sie verläuft mit der Bildung von Fettsäuren und führt zur Beschädigung von Konserven. Diese erfolgt vorzugsweise durch obligat anaerobe Mikroorganismen.
  • Methangärung: Sie führt zur Bildung von Methan und wird in der Regel von Mikroorganismen realisiert, die Zellstoff beispielsweise bei der Klärschlammbehandlung spalten können.
  • Milchsäuregärung: Sie führt zur Bildung von Milchsäure. Dieser Prozess wird in Kombination mit Mikroorganismen bei der Herstellung von Sauermilch und einigen anderen Lebensmitteln eingesetzt.
  • Alkoholische Gärung (Synonym: alkoholische Gärung): Als Ergebnis des Prozesses entstehen Ethanol und Kohlendioxid. Der Vorgang wird durch hefenähnliche Organismen sowie einige Schimmelpilze angeregt.
  • Essigsäuregärung: Dieser Prozess führt zur Bildung von Essigsäure und findet unter aeroben Bedingungen statt, wobei bestimmte Mikroorganismen beteiligt sind.
Ob Sie kennen bereits folgende Informationen:

Der 74-jährige Australier James Harrison war Blutspender über 1000 Mal und hat durch seine seltene Blutgruppe, deren Abwehrstoffe Neugeborenen mit schwerer Anämie das Überleben ermöglichen, zwei Millionen Kinder gerettet.


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