Die Filzkirsche

Die Kirschsorte, die kleine Sträucher oder derewja bis zu einer Höhe von 3 Metern darstellt und heute als Pflaume bezeichnet wird, trägt den Namen „Filzkirsche" bzw. wissenschaftlich „Prunus tomentosa Thunb.". Diese Pflanze ist vollständig mit kleinen, dunkelgrünen Blättern besetzt, die weich behaart sind und äußerlich an Filz erinnern; daher bedingt sich ihr Name.

Die Filzkirsche

Die Filzkirsche wird wie eine hochdekorative und fruchtbildende Pflanze mit kräftigen, nicht sauren Beeren von ovaler oder runder Form kultiviert. Die Früchte hängen an kurzen Stielen, ähnlich wie bei anderen Sorten, sowie dicht gruppiert, vergleichbar mit dem Sanddorn. Die Blütezeit fällt auf das Ende April bis Anfang Mai; die Reife der Früchte erstreckt sich vom Ende Juni bis Anfang Juli, abhängig von den Wetterbedingungen und der Wachstumsregion.

Das Verbreitungsgebiet der Filzkirsche umfasst Mongolei, China und Korea, wo sie in wilder Form wächst; in Europa und Nordamerika wurde sie erst im mittleren 20. Jahrhundert verbreitet.

Die Filzkirsche – nützliche Eigenschaften und Bestand

In den Beeren der Filzkirsche sind Pektin (16–32 Milligramme), Askorbinsäure (8–10 %), Zucker in Form von Glukose und Fruktose (8–10 %), sowie Apfel- und Zitronensäure (je 1 %) enthalten. Zudem finden sich Gerbstoffe; pro 100 g Fruchtfleisch sind dies 0,6 % Anthocyane, 0,29 % Katechine und 0,17 % Flavonoide sowie bioaktive Polyphenole. Dank dieser Substanzen wirkt die Filzkirsche gefäßstärkend.

Trotz der nützlichen Eigenschaften wird die Filzkirsche in der traditionellen medizinischen Praxis nicht eingesetzt; dennoch empfehlen viele Ärzte den Verzehr der Früchte zur Förderung der regelmäßigen Darmtätigkeit, zur Verbesserung der Fett- und Eiweißverdauung sowie zur Appetitsteigerung.

Die Kerne enthalten reichlich fetthaltiges Öl (zwischen 17 % und 35 %), das Linolsäure enthält und eine antiatherosklerotische Wirkung entfaltet. Ohne ärztliche Empfehlung ist der Verzehr nicht ratsam, da in den Kernen das Glykosid Amygdalin enthalten ist, welches im Darm gespalten wird und giftige Blausäure bildet.

Die Filzkirsche ist reich an Vitaminen C, B und P; ihre Drüse ist größer als die in Äpfeln enthalten. Sie ist bei Blutarmut nützlich, trägt zur Verkleinerung atherosklerotischer Plaques bei, senkt den arteriellen Blutdruck und beugt Schlaganfällen sowie Infarkten vor.

Der energetische Wert von 100 g Filzkirschen beträgt 52 kcal; der Eiweißgehalt liegt bei 0,8 g, der Fettgehalt bei 0,2 g und der Kohlenhydratgehalt bei 10,6 g.

Rezepte für die Filzkirsche.

Die süßen Beeren der Filzkirsche sind ein diätetisches Produkt; sie können bei Nieren- und Lebersteinen, Gastritis sowie Darm- und Magengeschwüren angewendet werden, ebenso zur Gewichtsreduktion.

Nach den Rezensionen ist die frische Filzkirsche am nützlichsten und leckersten; in der Küche wird sie jedoch eher verarbeitet oder getrocknet, um daraus Säfte, Konfitüren, Kompotte, Marmeladen, Sirupe und Mors herzustellen.

Der Konservierungsprozess dieser Kirschsorte ähnelt dem der gewöhnlichen Gartenkirsche. Wird statt Zucker Fruktose verwendet (unter Berücksichtigung des Diabetes), eignet sich das Produkt auch für Diabetiker.

Fruchtgelee aus der Filzkirsche ist sehr beliebt; das Rezept wurde generationenübergreifend in Korea weitergegeben und verbreitet sich weltweit. Die Früchte werden kalt gewaschen, von Stielen und Kernen befreit, in einen großen Kochtopf gegeben, mit Wasser übergossen (Verhältnis 3:1) und bis zur Garung gekocht.

Anschließend wird das Püree durch ein Sieb gesiebt; die Masse wird auf schwache Hitze zurückgestellt, mit 150 g Zucker versetzt und gekocht, bis sie eindickt. Danach werden 2 EL Honig und 5 EL Maisstärke hinzugefügt; unter ständigem Rühren wird das Gelee gekocht, bis es die Konsistenz eines dicken Kissels annimmt. Die fertige Masse wird in Formen gegossen, drei Stunden abgekühlt und danach geschnitten.

Viele Hausfrauen bevorzugen die Kerne freigegebenen Filzkirschen; diese werden mit Zucker überzogen, portioniert und in Polyethylenbeutel verpackt, was eine gewisse Ähnlichkeit mit Marmelade ergibt.

Die Konfitüre aus der Filzkirsche wird nach derselben Technologie wie jede andere Konfitüre zubereitet; dabei kann die Zuckermenge reduziert werden, da diese Kirschsorte jedoch einen eigenen säuerlichen Geschmack (Kislinka) aufweist.

Nach den Rezensionen ist die Filzkirsche ein schöner Rohstoff für die Zubereitung von Kompotten für den Winter. Die Beeren werden ausgewaschen und in sterile Gläser gegeben, zuvor mit kochendem Wasser abgedampft; sie werden bis zum Flaschenhals mit siedend-süßem Sirup übergossen und steril verschlossen. Auf einen Liter Sirup kommen 400 g Zucker; das fertige Kompott kann nicht länger als 8 Monate an einer dunklen, kühlen Stelle gelagert werden.

Die Filzkirsche ist eine Fruchtpflanze, die sich weltweit von Asien aus erstreckt und dank ihrer leckeren, süßen Beeren Popularität erlangt hat. Die nützlichen Eigenschaften dieser Kirschsorte ermöglichen ihre Anwendung bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen, und ihr niedriger Kaloriengehalt macht sie zu einem idealen Produkt für Diätbeobachtung.

Ob Sie sollten wissen:

Es gibt sehr interessante medizinische Syndrome, zum Beispiel die Zwangsstörung des Aufzählens von Gegenständen. Im Magen einer Patientin, die an dieser Manie leidet, wurden 2500 fremdartige Gegenstände entdeckt.


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