Die Goldbeere

Die Goldbeere gehört zur Gattung der Sträucher aus der Familie der Hagebutten. Sie kommt in den nördlichen Regionen Russlands sowie auf der Krim, im Kaukasus, in Kasachstan, Mittelasien und Nordamerika vor. Am weitesten verbreitet ist die gewöhnliche Goldbeere (Hippophae rhamnoides); sie wird nicht nur dekorativ genutzt. Bereits im antiken Babylon und Indien waren die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze bekannt – insbesondere zur Blutreinigung. Auch in Russland waren diese Heileigenschaften bekannt; die Pflanze wurde unter anderem bei Blutungen, Skorbut und Lebererkrankungen eingesetzt.

Berberitze

Nützliche Eigenschaften der Goldbeere

Alle Teile dieser Pflanze – Wurzeln, Rinde, Blätter und Früchte – werden in der Volksmedizin genutzt. In den Früchten der Berberitze finden sich große Mengen organischer Säuren (unter anderem Zitronen-, Wein- und Apfelsäure), sowie Ascorbinsäure, Pektin, Carotin und Mineralsalze. Das Pektin kann Schwermetallsalze sowie andere schädliche Verbindungen binden; dadurch verfügt die Berberitze über eine reinigende Wirkung.

In Wurzeln, Rinde und Blättern der Berberitze sind besondere Substanzen enthalten: Alkaloide (wovon das wichtigste Berberin), ferner Gerbstoffe sowie das Antisterilitätsvitamin. Das Berberin fördert laut wissenschaftlichen Studien die Muskulatur der Gebärmutter, verstärkt den Gallenabfluss und beeinflusst positiv die Amplitude der Herzkürzungen. Zudem deuten Studien darauf hin, dass Berberin bei der Bekämpfung von Tabak- und Alkoholabhängigkeit hilft.

Anwendung in der Schulmedizin

Aufgrund ihrer nützlichen Eigenschaften wird die Berberitze auch in der offiziellen Medizin häufig eingesetzt. In Apotheken sind Rinde, Blätter und Wurzeln der Berberitze üblicherweise erhältlich. Arzneimittel auf Basis dieser Pflanze wirken bei der Unterbrechung gynäkologischer Blutungen sehr wirksam. Da Alkaloide aus Wurzeln und Blättern der Berberitze eine schützende Wirkung entfalten, bilden ihre Komponenten Präparate zur Behandlung der Gallengangdyskinesie sowie von Leberentzündungen und anderen Lebererkrankungen.

Die Tinktur aus Berberitze (in Apotheken hergestellt) wird als Beruhigungsmittel bis zu 25–30 Tropfen dreimal täglich eingenommen.

Anwendung der Berberitze in der Volksmedizin

Der Saft aus den Beeren wirkt entzündungshemmend, antimikrobiell und blutstillend; zudem unterstützt er die Blutreinigung, fördert die Ausscheidung von Toxinen und verzögert das Altern. Die Aufnahme der Beeren in die Nahrung regt den Appetit an, senkt den arteriellen Blutdruck günstig und wirkt sich positiv auf den Herzmuskel aus. Die Früchte wirken zusätzlich weichmachend und helfen bei der Normalisierung des Darmkanals.

Aus den Beeren werden Konfitüren, Sirupe, Tinkturen, Liköre und andere Zubereitungen hergestellt. Bei Erkältungskrankheiten kann das daraus hergestellte Getränk verwendet werden; es wirkt entzündungshemmend, fördert die Ausscheidung von Toxinen und regt den Appetit an.

Die Blatt-Tinktur wird üblicherweise als gallenstauendes Mittel bei Gallengangdyskinesien und Leberentzündungen eingesetzt. Auch der alkoholische Aufguss aus den Blättern dient hämostatisch bei verschiedenen Blutungen.

Die nützlichen Eigenschaften der Berberitze erlauben die Anwendung des Blatt-Auszugs in der Ulkus-Therapie zur Linderung von Übelkeit. Zur Zubereitung werden 1 Esslöffel zerkleinerte Blätter in 250–300 ml Wasser für 15 Minuten gekocht, danach wird der Sud 40 Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und das abgekochte Wasser auf den ursprünglichen Umfang von 250 ml aufgefüllt. Die Einnahme erfolgt mit 1 Esslöffel dreimal täglich.

Tee aus Barberitzenfrüchten

Neben der Blatttinktur kann ein Vitamintee zubereitet werden: Auf ein Glas kochendes Wasser wird ein Kaffeelöffel Blätter (oder Früchte) gegeben, und die Mischung wird halbstündig ziehen gelassen. Der Tee wirkt entzündungshemmend, antimikrobiell, straffend und appetitanregend; er eignet sich besonders bei Zahnfleisch- und Zahnerkrankungen.

Die Rinden- und Wurzeltinktur wird in der Gynäkologie als Blutstillungsmittel eingesetzt sowie zur Behandlung postpartaler Hypotonie. Es gibt Apotheken-Tinkturen (20 %), die zur Stillung innerer Blutungen verschrieben werden können.

Der Wurzel-Auszug wird üblicherweise zur Behandlung von Leberentzündungen verschiedener Ätiologie eingesetzt. Zur Zubereitung werden 1 Kaffeelöffel zerkleinerte Wurzeln in 250 ml Wasser für 30 Minuten gekocht; danach wird der Sud abgekühlt, filtriert und das Volumen auf den Ausgangswert aufgefüllt. Die Einnahme erfolgt mit 1 Kaffeelöffel dreimal täglich. Dieser Auszug wirkt auch bei Rippenfellentzündungen (Pleuritis) und Bronchitiden.

Zubereitungen aus der Berberitze sind für Schwangere kontraindiziert.

Ob Dazu sollten Sie Folgendes wissen:

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Linkshändern liegt niedriger als die von Rechtshändern.


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