Bursitis

Die Bursitis stellt eine akute oder chronische Entzündung des Schleimbeutels dar. In der Regel entsteht die Bursitis durch einen infektiösen entzündlichen Prozess oder als Folge einer traumatischen Einwirkung auf das Gelenk (daher wird die Bursitis bei Sportlern und Menschen mit intensivem, bewegungsreichem Gesundheitsverhalten häufig diagnostiziert).

Arten der Bursitiden

Je nach Lokisationsort der Entzündung lassen sich verschiedene Formen der Bursitis an den Gelenken unterscheiden.

1. Bursitis des Ellenbogengelenks

In den meisten klinischen Fällen handelt es sich bei der Bursitis des Ellenbogengelenks um eine mechanisch (traumatisch) bedingte Entzündung, auf die sich später eine Infektion einstellt. Durch das Trauma vergrößert sich die Gelenkkapsel erheblich; im Bereich der Armbeuge bildet sich eine Anschwellung halbsphärischer Form. Eine erneute Infektion führt zu einer Erhöhung der allgemeinen und lokalen Temperatur, zu lokaler Rötung der Haut über dem Verletzten sowie zu heftiger Schwäche und Bewegungseinschränkung durch die Gelenkentzündung.

2. Bursitis des Schultergelenks

Die häufigste Erkrankungsform ist die Bursitis des Schultergelenks. Ein charakteristisches Merkmal dieses Typs sind Infektionen der periartikulären Schleimbeutel, die nicht direkt mit dem Gelenk verbunden sind (subdeltoidale, subkutane akromiale und subakromiale Beutel). Das Verletzungsgebiet bei der Bursitis des Schultergelenks ist von höchster Schwere; diese nimmt insbesondere bei Versuchen zur Bewegung oder Rotation des verletzten Arms erheblich zu.

Die Hüftgelenksbursitis

Der vorliegende Bursitis-Typ zeichnet sich durch einen äußerst schweren Krankheitsverlauf aus. Eine häufige Komplikation der Hüftgelenksbursitis ist die sekundäre pyogene Infektion, welche daraufhin das gesamte Gelenk erfasst. Das Hüftgelenk befindet sich in ständig gebeugter und leicht nach außen gedrehter Position, wodurch die Bewegung beim Gehen für die Patientin eingeschränkt ist.

Die Kniegelenksbursitis

Bei der Kniegelenksbursitis sind vor allem die prä- und subkollaterale Beutel betroffen, die nicht direkt mit dem Kniegelenk in Verbindung stehen (subkutan, subsehnen und subfaszial). Der Verlauf ist meist akut und zeichnet sich durch eine ausgeprägte lokale Schwellung, Spannungsgefühl sowie häufig eine signifikante Zunahme der regionalen Lymphknoten aus.

Die Knöchelbursitis

Eine häufig vorkommende Form ist die Knöchelbursitis, die sich zwischen dem Fersenbein und der Achillessehne befindet. Sie wird als Achillodynie oder spezifischer als Retrokalzaneal- bzw. Achillesbursitis bezeichnet. Meist entsteht sie durch traumatische Einwirkung auf den Schleimbeutel infolge unpassender Schuhe. Bei der Diagnostik ist es erforderlich, diese Bursitis von einer Entzündung zu unterscheiden, die durch einen Fersensporn verursacht wird.

Symptome der Bursitis

Am häufigsten treten bei einer Bursitis folgende Symptome auf: - Eine Einschränkung der Beweglichkeit im betroffenen Gelenk.

Symptome der Bursitis

- Schmerzen

- Elastische Anschwellung im Gelenkraum unterschiedlichen Ausmaßes

- Gelegentlich ist eine lokale sowie allgemeine Fieberreaktion zu beobachten

- Rötung der Haut im Bereich des entzündeten Gelenks

- Bei einer langdauernden Bursitis können alle oben genannten Symptome unauffällig oder unspezifisch sein.

Diagnostik der Bursitis

Die Diagnostik oberflächlich gelegener Bursitiden bereitet keine besonderen Schwierigkeiten. Zur Abgrenzung von anderen Gelenkerkrankungen werden dem Patienten zusätzliche instrumentelle Untersuchungen – Ultraschall oder Röntgen des betroffenen Gelenkes – verordnet. Eine weitere diagnostische Methode ist die Punktion der betroffenen Gelenkkapsel zur immunologischen und bakteriologischen Analyse ihres Inhalts.

Die Behandlung der Bursitis

Bursitis Die Behandlung einer akuten Bursitis erfolgt unter stationären Bedingungen. Das therapeutische Standardverfahren umfasst zunächst die Bettruhe sowie das Auflegen eines Druckverbandes am entzündeten Gelenk. Die Ruhigstellung ist befristet und sollte in der Regel nicht länger als zehn Tage dauern; danach sind leichte Bewegungstherapien zur Erhaltung der Gelenkbeweglichkeit anzustreben.

Die Behandlung der Bursitis

In einigen Fällen erweisen sich Volksheilmittel zur Resorption des entzündlichen Herdes bei einer langdauernden Bursitis als sehr wirksam. Folgende resorbierende Kompresse werden empfohlen:

– Kernseife (1 Esslöffel, gerieben auf dem Reibeisen);

– Honig (1 Esslöffel);

– Zwiebel (1 Esslöffel, fein gehackt).

Die Mischung aus den oben genannten Zutaten wird in einen Polyethylenbeutel gegeben; darauf wird eine reine Baumwollschicht gelegt, auf die die vorbereitete Masse platziert wird. Anschließend wird die Kompresse am Bereich des entzündeten Gelenks angelegt und warm appliziert – dies ist wünschenswert für eine bessere Wirksamkeit.

Das beste Ergebnis bei der Behandlung einer Bursitis kann erzielt werden, indem man die vorliegende Kompresse täglich über einen Zeitraum von 7 Tagen anwendet. Vor Beginn der Behandlung mit Volksmitteln ist die Konsultation des behandelnden Arztes unerlässlich.

Ob Wissen Sie Folgendes?

Zahnärzte sind relativ kürzlich entstanden; noch im 19. Jahrhundert gehörten das Ausreißen kranzer Zähne zu den Aufgaben von Friseuren.


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