Tschurtschela

Die ostliche Küche ist bekannt für schmackhafte und originelle Platten. Doch Tschurtschela zählt zu den Spitzen der kaukasischen Süßwaren. Diese traditionelle Delikatese ist seit uralten Zeiten bekannt. Während archäologischer Ausgrabungen wurden Behälter spezieller Form mit Aufschriften entdeckt, die angaben, was darin enthalten war. Ungeachtet dieser einstigen Geschichte blieb die Tradition der Herstellung dieses Naschwerkes bis zu unseren Tagen erhalten. Die Grundlage von Tschurtschela bilden Nüsse (Walnuss, Haselnuss, Mandel) und Saft, meist Wein-, obwohl auch Granatapfel- oder Apfelsaft verwendet werden kann; auf jeden Fall wird es lecker sein. Die technologischen Verfahren der Herstellung unterscheiden sich wesentlich in verschiedenen Gebieten, was die Vielfältigkeit des Geschmacks erklärt. Tschurtschela – eine östliche Süßigkeit

Zubereitung von Tschurtschela unter häuslichen Bedingungen

Die Zubereitung von Tschurtschela nach alten Rezepten ergibt ein bemerkenswertes Naschwerk. Auf den Faden werden Nussstücke aufgereiht, wonach sie in das Gefäß mit süßem, ausgekochtem Weinsaft gegeben werden, der jede Nuss vollständig bedecken soll. Anschließend wird der Faden entfernt und die Nüsse einige Stunden in der Sonne getrocknet. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis sich über den Nüssen eine Schicht von einigen Zentimetern gebildet hat; danach trocknen die Nüsse mit dem Faden im Laufe von zwei Wochen in der Sonne. Anschließend werden die Tschurtschela für zwei bis drei Monate in Kisten gelagert. Nach Ablauf dieser Zeit erwirbt das Naschwerk seinen charakteristischen Geschmack und seine spezifische Beschaffenheit: Nüsse, die mit süßem, vertrocknetem Weinsaft bedeckt sind.

Nützliche Eigenschaften und Kaloriengehalt von Tschurtschela

Wie bekannt ist Tschurtschela nicht nur lecker, sondern auch nützlich. In früheren Zeiten nahmen Kämpfer es mit auf Wanderungen – dieses Produkt ist in der Aufbewahrung sehr nahrhaft und anspruchslos.

  • In den Nüssen sind 2–3 Mal mehr Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen enthalten als in Früchten; der Eiweißgehalt beträgt 16–25 %.
  • Die Weintraube nimmt aufgrund ihres Gehalts an leicht löslichen Glukosen und Fruktosen (12–18 %) den ersten Platz ein. Zudem sind in 100 g: 0,8–1 % organische Säuren, mehr als 20 Mikroelemente, 250 mg Kalium, 45 mg Calcium, 22 mg Phosphor, 17 mg Magnesium sowie Eisen, Kobalt und weitere Mineralien enthalten. Diese Nährstoffe sind für den normalen Lebensvorgang des Organismus unerlässlich. Der Saft der Weintraube gilt als wertvollstes Heil-, Diät- und Lebensmittel. Die in großen Mengen enthaltenden Pektinsubstanzen können den Cholesterinwert senken. Daher ist er bei Erkrankungen der Lungen, des Magens, der Leber sowie bei Gicht und ischämischen Herzkrankheiten dank seiner antioxidativen Eigenschaften zur Prophylaxe kardiovaskulärer und onkologischer Erkrankungen geeignet. Durchgeführte Studien haben gezeigt, dass die Zusammensetzung der Weintraube Mineralwasser ähnelt; folglich wirkt ihr Saft erfrischend und tonisierend.
  • Das für die Zubereitung von Tschurtschela verwendete Weizenprodukt enthält 50–70 % Stärke sowie unverzichtbare Aminosäuren, Öle und Zellstoff. Zudem sind darin die wichtigsten Spurenelemente und Vitamine enthalten. Rezept für die Zubereitung von Tschurtschela zu Hause

Die in der Tschurtschelja enthaltenen nützlichen Substanzen verbessern nicht nur das Befinden, sondern verleihen auch einen erheblichen Energieboost. Der Kaloriengehalt beträgt 410 kcal pro 100 g des Produkts; trotz dieser zahlreichen Vorteile weist die Platte jedoch auch eine Reihe von Kontraindikationen auf.

Kontraindikationen für den Verzehr von Tschurtschela.

Dieses hochkalorische Produkt wird Menschen nicht empfohlen, die an Fettleibigkeit leiden. Die Anwendung ist bei Diabetes mellitus ebenfalls kontraproduktiv. Als weitere Kontraindikationen gelten Leberzirrhose, Harninkontinenz, das zweite Schwangerschaftsdrittel sowie fortgeschrittene Tuberkuloseformen; zudem können allergische Reaktionen auf Nüsse und Weintrauben eine Rolle spielen. In diesen Fällen ist eine ärztliche Konsultation unerlässlich.

Vor allem jedoch ist Tschurtschela ein Leckerbissen, der bei rationalem Verzehr positive Emotionen fördert. Diese Energiezufuhr ist sowohl für Bewohner großer Metropolen als auch kleiner Städte notwendig, wo Stress auf Schritt und Tritt lauert. Lecker, kompakt und gleichzeitig nahrhaft – nicht umsonst nahmen Kämpfer in früheren Zeiten Tschurtschela mit auf ihre Wanderungen, wenn die Erhaltung von Kräften und Gesundheit allen höherwertig erschien.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der erste Rührkessel wurde im 19. Jahrhundert erfunden; er arbeitete mit Dampf und war ursprünglich zur Behandlung weiblicher Hysterie bestimmt.


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