Fibrom des Eies

Eierstockfibrom – eine gutartige Tumorerkrankung des Eierstocks Fibrom des Eierstocks – die gutartige Geschwulst des Eierstockes. In der Gynäkologie macht das Fibrom des Eierstockes etwa 10 % aller benignen Tumoren aus. Es kann entstehen, noch während der Geschlechtsreife, bevorzugt jedoch bei Frauen in der Perimenopause und Menopause, also im Alter von 40 bis 60 Jahren.

Äußerlich erscheint das Fibrom des Eierstocks als runde, knollige oder ebene Formation mit einem Durchmesser von 10–12 cm; bei Pseudokavernen ist die Konsistenz dicht-elastisch, bei Kalzifizierungen fest und bei ausgeprägter Hydrozele weich. Meistens beweglich und einseitig gestielt: Bei der Operation zeigt es weißliche bis graugelbe Farbe mit wenigen Gefäßen; bei langjähriger Beobachtung können Blutungen, Nekrosen und Ischämien auftreten. Histologisch besteht das Fibrom aus Bündeln von Spindelzellen des Bindegewebes, die sich in verschiedenen Richtungen verzweigen.

Formen des Eierstockfibroms

Man unterscheidet zwei Formen des Eierstockfibroms:

  • Das abgrenzende Fibrom liegt vor, wenn die Neubildung eine deutlich ausgeprägte Kapsel besitzt und das Ovarialgewebe davon abtrennt.
  • Das diffuse Fibrom liegt vor, wenn der Eierstock vollständig betroffen ist.

Nicht selten enthalten Eierstockfibrome zystische Hohlräume. In der Regel wächst die Geschwulst langsam; bei dystrophischen Veränderungen kann sich jedoch das Wachstum beschleunigen. Als Grenzzustand wird eine Verstärkung der mitotischen Aktivität mit niedrigem bösartigem Potential betrachtet.

Bei kleinem Umfang übt das Fibrom in der Regel keinen Einfluss auf die Eierstockfunktion aus; es stört jedoch den Eisritt und kann die Schwangerschaft ungünstig beeinflussen. Ein zelluläres Fibrom des Eierstocks kann rezidivieren, insbesondere wenn während des chirurgischen Eingriffs seine Kapsel beschädigt wurde. Zu den Komplikationen gehören Nekrosen, Torsion des Stiels, maligne Transformation sowie Eiterung der Geschwulst.

Hauptgründe für die Entwicklung eines Eierstockfibroms

Die genauen Ursachen sind schwer zu bestimmen. Als Risikofaktoren gelten jedoch ein ungünstiger hormoneller Hintergrund (einschließlich endokriner Störungen wie Fruchtbarkeits- und Menstruationsstörungen), Entzündungen der Eierstöcke sowie ihrer Anhänge und eine Schwächung des Immunsystems.

Fibrome treten häufig in Kombination mit Eierstockzysten oder Uterusmyomen auf; daraus können allgemeine Krankheitsursachen für diese Erkrankungen abgeleitet werden.

Symptome eines Eierstockfibroms

Bei einem Umfang bis zu 3 cm, bei dem der Eierstock weiterhin voll funktionsfähig ist, können über einen langen Zeitraum überhaupt keine Symptome auftreten. Je nach Größe des Tumors zeigen sich Merkmale des Meigs-Syndroms (Pleuraentzündung, Anämie, Ascites) durch Schmerzen, periodische Bauchdehnungen, schnelle Ermüdbarkeit und allgemeine Schwäche, Atemnot sowie Tachykardie.

Der Ascites ist ein häufiges Symptom von Eierstocktumoren, das durch die Absonderung von Transsudat in die Bauchhöhle entsteht. Ein Hydrothorax bildet sich durch das Überströmen des ascitischen Liquors aus der Bauch- in die Pleurahöhle über Fissuren des Zwerchfells. Es kann vorkommen, dass ein Eierstocktumor mit Kachexie und Polyserosität einhergeht (bevorzugt bei maligner Entartung). In vieler Hinsicht hängen Symptome und Schweregrad vom Stadium der Ausbreitung auf benachbarte Organe ab.

Bei Blutungen und Nekrose in der Geschwulst treten ausgeprägte Reizerscheinungen des Bauchfells auf.

In der Regel wird beim Fibrom der Menstruationszyklus nicht gestört; bei gleichzeitiger Erkrankung anderer weiblicher Geschlechtsorgane können sich die Symptome des Fibroms mit den für diese Erkrankungen charakteristischen Symptomen verbinden.

Diagnose eines Eierstockfibroids

Ein Fibroid kann über einen längeren Zeitraum symptomfrei verlaufen und wird daher häufig zufällig bei Untersuchungen oder Operationen im Rahmen anderer gynäkologischer Erkrankungen entdeckt.

Die Diagnose eines Eierstockfibroids erfolgt auf Basis der gynäkologischen Untersuchung, klinischer Befunde sowie labormedizinischer Diagnostik (Oncomarker; nicht 4, sondern die allgemeine Blutanalyse) und instrumenteller Verfahren (Ultraschall der Beckenorgane, MRT). Bei Bedarf wird zudem eine histologische Untersuchung des entfernten Tumors durchgeführt.

Die Behandlung eines Eierstockfibroids

Häufig tritt die Eierstockfibrose in Kombination mit einer Eierstockzyste auf In der Regel erfolgt die Behandlung eines Eierstockfibroms nicht medikamentös (konservativ), sondern erfordert eine operative Entfernung. Das Operationsverfahren hängt vom Umfang des Fibroms, dem Alter der Patientin sowie dem Zustand von Gebärmutter und dem kontralateralen Eierstock ab; zudem werden verschiedene Pathologien in den umgebenden Organen berücksichtigt.

Bei jungen Frauen, bei denen ein kleines Eierstockfibrom diagnostiziert wird, wird die laparoskopische Entfernung des Tumors unter Erhalt der reproduktiven und menstruellen Funktionen empfohlen. Bei beidseitiger Beteiligung der Eierstöcke streben Ärzte an, mindestens einen Eierstock zu erhalten.

Prognose eines Eierstockfibroms und Prophylaxe der Erkrankung

Die Prognose eines Eierstockfibroms ist in der Regel günstig; das Risiko einer Malignisierung liegt bei nicht mehr als 1 %. Nach Abschluss des Rekonstruktionsverfahrens kann die Patientin eine Schwangerschaft planen.

Es gibt keine spezifischen Prophylaxemaßnahmen für diese Erkrankung. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, jährlich einen Ultraschall der Beckenorgane durchzuführen und den Gynäkologen aufzusuchen.

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