Hämatologie

Hämatologie

Die Hämatologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erforschung, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Blutes sowie der blutbildenden Organe befasst.

Das Blut erfüllt nicht nur die ernährungsphysiologische Funktion im Organismus, indem es Nährstoffe und Sauerstoff zu den Geweben transportiert, sondern übt auch eine Schutzfunktion aus. Dies liegt daran, dass das Knochenmark das Hauptorgan des Immunsystems darstellt. In diesem Zusammenhang haben Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe schwerwiegende Folgen für den gesamten Organismus.

Trotz der bedeutenden Erfolge der Hämatologie in den letzten Jahrzehnten treten Blutkrankheiten nach wie vor häufig auf. Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Anzahl der Blutkrankheiten bei Kindern zunimmt, einschließlich bösartiger Erkrankungen, was primär mit einer ungünstigen ökologischen Lage zusammenhängt. Neben schlechter Ökologie beeinflussen folgende Faktoren das Entstehen von Hämopathien: psychische Belastung, unrationales Verhalten, Kontakt mit Karzinogenen sowie ionisierende Strahlung. Auch der erbliche Faktor hat großen Einfluss.

Zu den beiden größten Erkrankungsgruppen, auf die Hämatologen stoßen müssen, zählen bösartige Infektionen des Blutes (Leukämien, Lymphome) und Anämien.

Die moderne Hämatologie bewältigt viele Krankheitsbilder erfolgreich; insbesondere bei bösartigen Blutinfektionen wurde ein entscheidender Durchgang erzielt. So werden akute Leukämien im Kindesalter heute in 90 % der Fälle geheilt, sofern eine termingemäße Diagnosestellung erfolgt.

Eine zügige Diagnostik ist für Hämatologen von entscheidender Bedeutung, da verspätete Eingriffe den Charakter der Erkrankung oft so grundlegend verändern können, dass eine Kompensation unmöglich wird und die Behandlung erst in frühen Stadien erfolgreich verläuft. Dies begründet die Praxis, bei jeder Untersuchung – selbst bei Arztbesuchen aus völlig anderen Gründen – eine Blutanalyse anzuordnen.

Bei Auftreten besorgniserregender Symptome sollte man keine abwartende Haltung einnehmen, sondern unverzüglich einen Arzt aufsuchen und eine Blutabnahme durchführen lassen.

Zu den häufigsten Symptomen der Mehrzahl der Blutkrankheiten zählen: erhöhte Erschöpfbarkeit, Blässe der Hautdecken, Zyanose von Lippen und Nägeln, verstärkte spontane Nasenblutungen sowie das Auftreten ausgedehnter Hämatome bereits bei geringfügigen Verletzungen; zudem langdauernde nicht stillstehende Blutungen aus kleinen Wunden, grundloses nächtliches Fieber und Gewichtsverlust.

Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Das menschliche Skelett ist viermal so belastbar wie Beton.


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