Halszyste

Eine Halszyste ist eine zystische Höhlenbildung an der seitlichen oder vorderen Halsoberfläche. Sie enthält Liquor oder breiartige Substanzen und kann Komplikationen wie maligne Entartung, Eiterung oder Fistelbildung entwickeln. In 50 % der Fälle kommt es zu Rezidiven; nach perkutaner Operation können sich Fisteln bilden. Halszyste – eine Hohlraumformation, die mit Flüssigkeit gefüllt ist

Ätiologie und Ursachen von Halszysten

Halszysten können zentral oder lateral auftreten.

Zentrale Halszysten verlaufen häufig asymptomatisch und werden meist im Alter von 4 bis 7 Jahren oder zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr entdeckt. Sie entstehen durch die Verschiebung des Keims der Schilddrüse nach dem Thyreoideazugang von der Bildungsstelle in den vorderen Halsbereich, was in der 6.–7. Schwangerschaftswoche erfolgt.

Laterale Halszysten treten meist bereits bei Geburt zutage und stellen Höhlen zwischen verschobenen Rillen dar, die bei normaler Entwicklung verloren gehen sollten. Ihre Bildung erfolgt in der 4.–6. Schwangerschaftswoche infolge Entwicklungsstörungen dieser Rillen.

Zentrale Halszyste

Zentrale Halszysten sind schmerzlose, dichte, elastische Formationen mit scharfen Grenzen, die nicht mit der Haut verbunden sind und einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern aufweisen. Sie liegen auf der Mittellinie an der vorderen Oberfläche des Halses und machen etwa 40 % aller Halszysten aus. Zentrale Halszysten haben die Eigenschaft, sich beim Schlucken zu verschieben; sie sind mit dem Hyoidknochen verbunden und zeigen eine geringe Beweglichkeit. Manchmal befindet sich in diesem Knochen die Wurzel; in solchen Fällen ist die Zunge leicht gehoben, was häufig zu Schluck- und Sprachstörungen führt.

Mittelständige Halszysten sind sehr häufig (in 60 % der Fälle). Bei Infektion nehmen sie an Umfang zu und werden krankhaft; das angrenzende Gewebe rötet und schwillt an.

Die Diagnose mittelständiger Halszysten erfolgt mittels Ultraschall und Punktion mit anschließender zytologischer Untersuchung. Während der Punktion wird ein dickflüssiger, trüber, gelblicher Liquor gewonnen, der lymphoide Elemente sowie Zellen des flachen mehrschichtigen Epithels enthält. Die Diagnose stützt sich auf klinische Befunde und die Anamnese. Zwischenliegende Abläufe werden durch Sondierung und Fistulographie untersucht.

Mittelständige Halszysten ähneln Zungenstrumen, Dermoidzysten, Lymphadenitiden sowie spezifischen entzündlichen Prozessen; gelegentlich handelt es sich um eine angeborene Thyreoidea-Anomalie.

Laterale Halszysten.

Laterale Halszysten befinden sich im seitlichen Bereich des Halses, meist im mittleren oder oberen Drittel. Ihre Lokalisation liegt direkt neben der medialen Drosselvene am vaskulär-nervösen Bündel. Sie können ein- oder mehrkammerig sein. Bei großem Umfang können sie Nerven, Gefäße sowie angrenzende Organe komprimieren. Operation zur Entfernung der Mittellinienzyste

Fehlt eine Kompression des vaskulär-nervösen Bündels oder eine Eiterung, so sind laterale Halszysten nicht krankhaft. Sie stellen oval- bis rundlich-opucholeartige Gebilde dar, die beim Drehen des Kopfes des Patienten zur entgegengesetzten Seite leicht zu erkennen sind. Bei Palpation können schmerzhafte Empfindungen auftreten. Die Haut über den lateralen Halszysten ist in der Regel unverändert; selbst sind die Zysten beweglich und elastisch sowie nicht mit der Haut verwachsen.

Bei Eiterung nehmen laterale Halszysten an Umfang zu und werden krankhaft. Die darüberliegende Haut rötet sich, im weiteren Verlauf bildet sich eine Fistel.

Laterale Halszysten werden mittels Punktion mit anschließender zytologischer Untersuchung des gewonnenen Liquors diagnostiziert. Ergänzend erfolgen Ultraschall, Sondierung sowie kontrastgestützte Fistulographie. Die Diagnose stützt sich auf das Krankheitsbild und die Anamnese.

Nicht infizierte laterale Halszysten ähneln extrakorporalen Tumoren des Halses (Lipome, Neurinome) sowie Lymphogranulomatosen; bei Infektion ähneln sie einer Lymphadenitis oder einem Adenoflegmon.

Behandlung der Halszysten.

Die Behandlung von Halszysten erfolgt in den meisten Fällen operativ. Operationen werden bei allen lateralen Halszysten sowie bei mittelständigen Zysten beliebiger Größe bei Kindern und bei Erwachsenen mit einem Durchmesser über einem Zentimeter durchgeführt.

Bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Alter und begleitenden schweren Erkrankungen kann der Inhalt der Halszyste aspiriert werden; nachfolgend erfolgt das Waschen der Höhle mit Desinfektionsmitteln. In anderen Fällen wird diese Methode jedoch nicht angewendet, da sie unzureichend ergebnisbringend ist und ein hohes Rezidivrisiko birgt.

Dank minimaler Gewebetransfusion bei Operationen an Halszysten, der Nutzung moderner Techniken sowie dem Auflegen von medialen kosmetischen Nähten kehren die Patienten innerhalb kürzester Zeit zu einer normalen Lebensweise zurück.

Ob Wichtig zu beachten ist:

Ein Lächeln zweimal täglich kann den arteriellen Blutdruck senken und das Risiko für Herzinfarkt sowie Schlaganfall reduzieren.


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