Laktulose

Laktulose-Sirup Laktulose – ein Abführmittel mit osmotischer Wirkung.

Darreichungsform und Inhalt

Darreichungsform – Sirup (in Plastikflaschen zu 200, 500 oder 1000 ml; im Karton eine Flasche zusammen mit einem abgemessenen Becher).

Zusammensetzung des Arzneimittels – Laktulose 667 mg pro 1 ml

Hilfsstoffe: Zitronensäure und gereinigtes Wasser

Indikationen

  • Verstopfung, insbesondere bei Hämorrhoiden, während der Schwangerschaft oder im chronischen Verlauf
  • Patientenvorbereitung für eine Dickdarmoperation
  • Rehabilitation nach einer Operation am After und/oder im Dickdarm
  • Erweichung des Stuhls zur Förderung der Stuhlentleerung bei Schmerzen nach der Entfernung von Hämorrhoiden
  • Petechiales Koma und Präkomakom
  • Petechiale Enzephalopathie

Kontraindikationen

  • Rektale Blutungen
  • Erbliche Erkrankungen: Laktasedefizit, Laktoseintoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption und Galaktosämie
  • Kolostoma oder Ileostoma
  • Darmverschluss
  • Verdacht auf eine Appendizitis
  • Hypersensibilität gegenüber Laktulose

Das Präparat sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus sowie bei gastrokardialen Syndromen nur mit Vorsicht angewendet werden.

Anwendung und Dosierung

Nehmen Sie Laktulose ein; auf Wunsch kann der Sirup mit Wasser oder Saft verdünnt werden.

Die Tagesdosis und die Behandlungsdauer bestimmt der Arzt basierend auf den klinischen Befunden.

Empfohlene Dosierung:

  • Bei Verstopfung: Anfangsdosis für Erwachsene – bis 15–45 ml in den ersten 3 Tagen; Erhaltungsdosis – 10–25 ml. Anfangsdosis für Kinder im Alter von 7–14 Jahren – nach 15 ml; Erhaltungsdosis – 10 ml. Anfangs- und Erhaltungsdosis des Sirups für Kinder im Alter von 1–6 Jahren – 5–10 ml; ab 1,5 Monaten bis zum 1. Lebensjahr – 5 ml. Das Präparat ist einmal täglich während der Mahlzeit einzunehmen.
  • Bei hepatischer Enzephalopathie: Anfangsdosis bis zu 30–50 ml, eingenommen 2–3-mal täglich. Bei klinischer Besserung kann die Dosis auf bis zu 190 ml pro Tag erhöht werden.
  • Zur Prophylaxe der Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie wird Patientinnen mit manifestierter Leberzirrhose eine Dosierung von 25 ml Sirup 3-mal täglich empfohlen.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Laktulose kann folgende unerwünschte Wirkungen hervorrufen:

  • Verdauungssystem: Häufig – Blähungen (treten am Beginn der Therapie auf und nehmen im Verlauf ab), Bauchschmerzen, Durchfall; selten – Übelkeit.
  • Nervensystem: Selten – Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfe.
  • Andere: Möglich – allergische Reaktionen; selten – Schwäche, Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, vermehrte Ermüdung.

Wichtige Hinweise.

Die Anwendung des Sirups während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nach klinischen Daten möglich.

Das Präparat darf nicht ohne genaue Diagnose bei Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen eingenommen werden.

Um das Auftreten eines Meteorismus bei Patientinnen mit gastrokardialen Syndrom zu vermeiden, sollte die Anfangsdosis niedrig gewählt und schrittweise bis zur therapeutischen Dosis erhöht werden.

Bei Durchfall ist die Einnahme von Laktulose sofort einzustellen.

Das Präparat sollte bei entzündlichen Dickdarminfektionen sowie bei Patientinnen mit Diabetes mellitus besonders vorsichtig angewendet werden.

Bei Patienten, die das Präparat länger als sechs Monate einnehmen, ist es empfehlenswert, regelmäßig den Kaliumspiegel sowie die Konzentration von Kohlensäure und Chlor im Blutplasma zu kontrollieren.

Medikamentöse Interaktionen

Antibiotika eines breiten Spektrums können den klinischen Effekt des Präparats verringern. Laktulose reduziert die Darmflora; bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Arzneimitteln kann die Freisetzung der Wirkstoffe beeinträchtigt werden.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

An einem für Kinder unzugänglichen, lichtgeschützten Ort bei einer Temperatur von 5 bis 25 °C lagern.

Haltbarkeit: 2 Jahre

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