Wesentliches > Medikamente > Die Lilie kudrewatensis

Die Lilie kudrewatensis

Lilie kuderewataja – eine Zwiebelblume Die Lilie kudrewatensis ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Liliengewächse. Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter und blüht im Sommer (Juni bis Juli). Die Blüten sind weiß oder rosa gefärbt. Jedes Jahr sterben die Blätter und Stiele ab, während die Zwiebel überdauert. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Asien und Europa. Die chemische Zusammensetzung der Lilie kudrewatensis ist wenig erforscht; in den Zwiebeln wurden jedoch einige Alkaloide sowie Vitamine, Eisen und Zucker nachgewiesen. In Stielen, Blättern und Blüten sind Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe sowie Ascorbinsäure enthalten.

Pharmakologische Eigenschaften

Für die Herstellung des medizinischen Rohstoffs werden alle Pflanzenteile verwendet – Zwiebeln, Stiele, Blätter und Blüten. Die Präparate wirken beruhigend und schmerzstillend; zudem kommen sie bei inneren Blutungen zum Einsatz. Der Saft dieser Pflanze wird als regeneratives Mittel eingesetzt.

Anwendung in der Volksmedizin

Die Lilie kudrewatschaja wird in den Volksmedizinen vieler Länder weltweit (Mongolei, Jakutien, Tibet, China) seit langem genutzt.

Der Saft dieser Pflanze wird zur Behandlung von Wunden und trophischen Geschwüren eingesetzt. Zur oralen Verabreichung dient der Saft bei der Therapie von Erosionen und Magengeschwüren. Auf Brandwunden werden die Blätter aufgetragen, um Entzündungen und Wassergeschwülste zu reduzieren.

Bei nervösen Störungen, Depressionen, Asthenie, Zahnbeschwerden sowie Appetitlosigkeit wird die Einnahme eines Aufgusses aus den Zwiebeln der Lilie kudrewatschaja empfohlen. Zur Zubereitung benötigt man eine Zwiebel dieser Pflanze (die Masse beträgt etwa 15 g), die mit kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten ziehen gelassen wird. Anschließend wird der Aufguss abfiltriert und dreimal täglich ein Esslöffel eingenommen.

Zwetschgen werden zur Zubereitung eines Aufgusses verwendet, der bei Gallenblasenerkrankungen (wie langdauernder Cholezystitis oder Dyskinesie) angewendet wird.

Eine Tinktur aus Zwetschgen und den Blättern dieser Pflanze dient als Beruhigungsmittel bei Nervenleiden sowie als Schmerzmittel bei Schmerzen unterschiedlicher Herkunft (z. B. Zahnbeschwerden, menstruelle Schmerzen). Zur Herstellung werden Blumen oder Blätter mit Wodka übergossen, in dunkles Glas gefüllt und an einem kühlen Ort 42 Tage stehen gelassen. Anschließend wird die Tinktur abfiltriert und mit abgekochtem Wasser im Verhältnis 1:3 verdünnt. Die alkoholische Tinktur findet zudem Anwendung bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Übermüdung der Augen sowie Sehstörungen. Ein Aufguss aus den Blüten der Lilie kuderewataja wirkt als gutes Beruhigungsmittel

Anwendung in der Kosmetologie

Die Lilie kudrewataja wird auch als kosmetisches Mittel eingesetzt. Ein Aufguss aus den Zwiebeln dieser Pflanze (basierend auf dem Verhältnis von 1 Zwiebel zu 250 ml Milch) findet Anwendung bei entzündlichen Hauterkrankungen des Gesichts, wie beispielsweise Furunkulose oder Streptodermie. Ferner lässt sich aus dem Zwiebelaufguss eine Gesichtsmaske herstellen, indem man ihn mit Honig und Roggenmehl mischt (alle Komponenten in gleichen Anteilen). Solche Masken wirken effektiv gegen Pigmentflecken und Sommersprossen.

Der Saft sowie ein Aufguss aus den Blättern der Lilie kudrewataja können in Lotionen, Cremes und hausgemachte Masken verarbeitet werden.

Für trockene und verwelkende Haut wird eine spezielle Maske auf Basis eines fetten Auszugs aus Zwetschen hergestellt. Dazu werden die Zwetschen dieser Pflanze mit Oliven- (oder Pfirsich-)öl übergossen, in ein undurchdringliches Glas gegeben und zwei Wochen stehen gelassen. Anschließend wird der fette Auszug abfiltriert und mit Zitronensaft, Honig sowie Eidotter vermischt. Die Maske wird für 20 bis 30 Minuten aufgetragen und anschließend mit warmem Wasser ausgewaschen. Die Anwendung dieses Rezepts verleiht der Gesichtshaut Elastizität und eine glänzende Farbe.

Kontraindikationen

Die Lilie kudrewataja besitzt ein spezifisch starkes Aroma, das von manchen Menschen schlecht vertragen wird und Schwindel auslösen kann.

Ob Sie wissen Folgendes:

Der menschliche Magen kommt selbst bei Nebensächlichkeiten ohne ärztliche Intervention gut zurecht. Es ist bekannt, dass Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt