Brustmuskulatur

Allgemeine Informationen zur Brustmuskulatur

Die Brustmuskulatur lässt sich in zwei Gruppen unterteilen: Eine Gruppe beginnt an der Oberfläche des Brustkorbs und verläuft Richtung freier oberer Extremität sowie zum Schultergürtel; die andere Gruppe umfasst die eigentlichen Brustmuskeln, welche die Wände des Brustraums bilden.

Brustmuskulatur

Muskeln, die sich zur oberen Extremität hinziehen:

  • Der große Brustmuskel (Pectoralis major). Sein Ursprung liegt im Bereich der folgenden Strukturen: das mediale Drittel des Schlüsselbeins, die vordere Fläche des geraden Bauchmuskels, die Knorpel der Rippen sowie die vordere Oberfläche des Brustbeins. Er inseriert am Schultergelenk. Der laterale Rand wird vom Deltamuskel abgegrenzt, was eine Vertiefung unter dem Schlüsselbein bildet. Zu den Hauptfunktionen gehören das Anführen der Hand an den Rumpf, die horizontale Abduktion und die Beugung des Arms. Zudem nimmt er an der Atmung sowie beim Klimmzug am Rumpf teil.
  • Der kleine Brustmuskel (Pectoralis minor) liegt unterhalb des großen Brustmuskels. Seine Ansatzstelle befindet sich am Schulterblatt. Bei Kontraktion führt dieser Muskel das Schulterblatt nach unten und beteiligt sich zudem an der Atmung.
  • Der Subklaviarmuskel ist zwischen dem ersten Rippenrand und dem Schlüsselbein angespannt. Er stabilisiert das Schlüsselbein und zieht es bei Aktivität nach unten.
  • Der vordere Sägemuskel (Pectoralis serratus anterior) liegt auf der lateralen Oberfläche des Brustkorbs. Sein Ursprung erfolgt von den oberen Rippen, seine Insertion findet am medialen Rand des Schulterblatts statt. Zu seinen Funktionen zählt die Bildung breiter Muskelschlingen (in Kombination mit dem Trapezmuskel), deren Aufgabe das Anpressen des Schulterblatts an den Rumpf ist.

Die eigenen Brustmuskeln werden in Beschreibungen oft niedriger positioniert.

  • Die äußeren Interkostalmuskulaturen füllen die Abstände zwischen den Rippen bis hin zu den Knorpelenden aus; sie beginnen am unteren Rand und laufen zum tiefer gelegenen Rand zusammen.
  • Die medialen Interkostalmuskeln (WMM) liegen oberflächlich, weisen eine Rückrichtung der Fasern auf und starten vom oberen Rand des tiefer gelegenen Rands, um sich zum deutlichsten Punkt zu vereinigen.
  • Die unteren Brustmuskulaturen weisen eine Faserichtung auf, die mit derjenigen der medialen Interkostalmuskeln übereinstimmt; sie befinden sich im Bereich der Rippenwinkel sowie auf der medialen Oberfläche des unteren Brustbereichs.
  • Der querlaufende Muskel der Brust liegt auf dem vorderen Teil der Oberfläche, die den medialen Bereich des Brustkorbs ausfüllt, und setzt den Querbauchmuskel fort; er beteiligt sich am Heben der Rippen zur Erweiterung des Brustkorbs bei der Atmung.

Übungen für die Brustmuskulatur.

Harmonisch und richtig entwickelte Brustmuskeln bei Männern sind ein Zeichen von Mut, während eine schöne Brust bei Frauen das Pfand des Stolzes ihrer Besitzerin darstellt; sowohl in diesem als auch in anderen Fällen stehen ernsthafte Trainings hinter der Körperlichkeit, wobei hier die Übungen für die Brustmuskulatur gemeint sind.

Experten gehen davon aus, dass eine übermäßige Belastung der Brustkorbmuskulatur – also deren Einbeziehung in jedes Training – auf eine drohende Überlastung hindeutet. Wenn die Brustmuskeln nach dem Training deutlich schmerzen, ist dies ein direkter Beweis dafür, dass die Belastung zu hoch gewählt wurde; leichter und angenehmer "Arbeitsschmerz" hingegen kennzeichnet einen gut vorbereiteten Trainingszustand.

Die Übungen für die Brustmuskulatur sollten im Trainingsplan nicht öfter als zweimal pro Woche durchgeführt werden (insbesondere bei Neulingen). Zu den ergebnisreichsten Grundübungen gehören:

  • Das Drücken auf der geneigten Bank liegend: Diese Übung beansprucht das Obersegment der Brustmuskulatur. Auf der stabilen, geneigten Bank wird die belastete Stange von den gestreckten Händen aufgenommen, dann langsam bis zum oberen Bereich der Brust abgesenkt, während die Ellbogen seitlich auseinandergespreizt werden und anschließend bis zur vollen Streckung gedrückt werden müssen; dabei ist ein leichtes Vorneigen erforderlich.
  • Ausstiege auf den Balken zielen darauf ab, die unteren und äußeren Bereiche der Brustmuskulatur zu entwickeln.
  • Ausstiege vom Geschlecht – Übung für die Brustmuskeln ohne spezielle Ausrüstung, wobei sich je nach Belastungsakzent die Wirkung auf die oberen oder unteren Bereiche zeigt;
  • Kreuzheben bezeichnet Übungen mit den Händen an Blöcken zur Aktivierung der medialen und unteren Brustbereiche;

Stärkung der Brustmuskulatur

Brustübungen – eine eigene Kategorie körperlicher Belastung, die von Frauen bevorzugt wird

  • Handflächen vor sich zusammenlegen – Übung zur Stärkung von Brust- und Handmuskulatur
  • Seitliches Kreuzheben mit Hanteln – Liegeübung zur Aktivierung der Brustmuskulatur
  • "Die Scheren" mit Hanteln – Übung zur Verbesserung von Brust- und Handmuskulatur, alternativ auch ohne Gewichte durch Nutzung des Eigengewichts

Bei Schmerzen in den Brustmuskeln nach solchen Übungen ist die Wiederholungsanzahl zu reduzieren oder das Training ohne Zusatzbelastung fortzuführen

Ob Sie wissen:

Der menschliche Magen kommt auch mit nebensächlichen Fremdkörpern und ohne ärztliche Intervention zurecht; es ist bekannt, dass Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt