Akute Kondylome

Allgemeine Charakteristik der Erkrankung

Genitale Kondylome am Arm

Akute Kondylome oder Genitalwarzen sind eine Viruserkrankung, deren Erreger eine Unterart des Humanpapillomvirus (HPV) ist. Diese Bildungen auf den Geschlechtsorganen ähneln winzigen Blumenkohls auf einem kleinen Stiel. Das Papillomvirus wird vorwiegend sexuell übertragen; daher zählen Akute Kondylome bei Männern und Frauen zu den sexuell übertragbaren Infektionen.

Bei der Mehrzahl der Papillomvirus-infizierten Menschen bleibt die Erkrankung klinisch stumm. Das Auftreten von Genitalwarzen ist charakteristisch nur für 1–2 % der Personen mit geschwächter Immunität und langdauernden Erkrankungen des Fortpflanzungssystems.

Symptomatik der Akuten Kondylome

Das Papillomvirus neigt unter günstigen Bedingungen zur verstärkten Proliferation an einem bestimmten Körperabschnitt – in diesem Fall an der Schleimhaut der Geschlechtsorgane. Die Ansammlung großer Mengen an Mikroorganismen führt zu Funktionsstörungen des Genitalepithels und zum Auftreten von Akuten Kondylomen. Diese weisen eine körnige oder rosa Farbe auf und haben einen Umfang von einigen Millimetern bis zu 1–2 Zentimetern.

Bei Männern lokalisiert sich das Akute Kondylom meist am Kopf des Gliedes, am Bändchen oder an der medialen Vorhautoberfläche. Bei Frauen sind häufig die kleinen und großen Geschlechtslippen sowie die Scheidenwand betroffen. Auch das Auftreten von Akuten Kondylomen bei Frauen am Hymen, am Gebärmutterhals und in der Harnröhre ist möglich. Der letztgenannte Standort gilt als unangenehmster, da er erhebliches Dyskomfort beim Wasserlassen verursacht. Bei fortgeschrittenen Erkrankungsformen oder bei Infektion während des oralen Sexes können sich Akute Kondylome bei Männern und Frauen auf das Gebiet der Mundhöhle und des Rachens erstrecken.

Akute Kondylome zeichnen sich durch ein rasches Wachstum aus; sie erreichen ihren vollen Umfang innerhalb weniger Stunden. Gewöhnlich erscheinen zunächst einige (bis zu zehn) Akute Kondylome an den Genitalien, die sich im weiteren Verlauf vermehren und ausdehnen. Diese spezifische Eigenschaft der Genitalwarzen vereinfacht die Behandlung der Erkrankung durch die Abtragung der Akuten Kondylome.

Die Diagnostik der Kondylome

Für den qualifizierten Gynäkologen oder Urologen ist die Diagnosestellung von Kondylomen durch eine physikalische Inspektion in der Regel unproblematisch. Der asymptomatische Verlauf der Erkrankung beim Menschen, dessen Partner an Kondylomen leidet, kann mittels der genetischen Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erfasst werden. Diese Untersuchung erlaubt zudem die Bestimmung der Viruslast sowie den Rückschluss auf eine langdauernde oder einmalige Infektion.

Die Behandlung der Kondylome

Imiquimod-Salbe zur Behandlung von Genital-Kondylomen

Bei der Behandlung der Kondylome steht das Ziel, zum einen die pathologischen Bildungen an den Genitalien zu entfernen und zum anderen die Viruslast des Papillomavirus im menschlichen Organismus zu reduzieren. Die Entfernung der Kondylome erfolgt mittels Kryotherapie oder Laserdestruktion sowie durch Thermo- oder Chemokoagulation. Jede dieser Methoden zur Entfernung von Kondylomen zeichnet sich durch hohe Effektivität und das Fehlen von Narben nach dem Eingriff aus. Daher hängt die Wahl des Verfahrens primär von der technischen Ausstattung des Krankenhauses ab, in das sich der Patient gewandt hat.

Die größte Herausforderung stellt die Entfernung der Kondylome im Bereich der Harnröhre dar. In diesem Fall wird die Operation unter Nutzung eines Uretroskops durchgeführt, um den Zugang zu den Wänden des betroffenen Organs zu erleichtern. Bei Kondylomen in der Harnröhre unterscheidet sich das chemische Verfahren mittels lokaler Anwendung von Salpetersäure-Lösungen nicht von der konventionellen Praxis. Das Behandlungsverfahren für Kondylome bei Männern und Frauen bleibt auch im Falle einer Infektion der Harnröhre identisch.

Das Ziel der pharmakologischen Behandlung von Kondylomen besteht darin, die körpereigene Immunität zu stärken. Da es der Medizin bisher nicht gelingt, das Papillomavirus direkt zu eliminieren, haben sich in der Therapie vor allem immunmodulierende Präparate sowie Medikamente zur lokalen Stärkung des Immunsystems bewährt: Bei Frauen werden vaginaler Tabletten oder Zäpfchen eingesetzt, bei Männern hingegen Cremes und Salben.

Die Prophylaxe von Kondylomen

Für die Prophylaxe primärer Kondylome sowie für die Vorbeugung von Rückfällen sind derzeit ausschließlich allgemeine Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems wirksam: gesundes Verhalten, eine ausgewogene Ernährung und ein erholsamer Schlaf. Zur Vermeidung einer Ansteckung wird empfohlen, Barrieremethoden der Kontrazeption anzuwenden.

Ob Sie sollten wissen:

Wäre Ihre Leber vollständig ausgefallen, wäre der Tod innerhalb weniger Tage eingetreten.


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