Paprika

Als „Paprika" werden die Früchte der Graspflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse bezeichnet, die auch unter dem Namen „süßer Pfeffer" bekannt sind. Jedoch kann man bei weitem alle Abarten dieser Pflanze als Paprika bezeichnen; nur die Früchte in roter Farbe werden dabei so genannt. Häufiger jedoch versteht man unter Paprika die Zutat pulverförmiger Konsistenz, die aus den oben genannten Früchten hergestellt wird. Für die Herstellung der Würzigkeit wählt man reife, rote Früchte aus, denen ein scharfer Geschmack eigen ist. Zu diesem Zweck trocknet man die roten Pfefferfrüchte, wonach sie fein gemahlen werden.

Paprika

Der Schärfeindex des Paprikas hängt direkt davon ab, ob ins Pulver und in welcher Anzahl die Pfeffersamen und die Membranen-Scheidewände aus den Hülsen beigefügt sind, in denen Capsaicin enthalten ist. Es existiert sogar eine spezielle Skala nach der man den Schärfeindex und die Schärfe der Zutat von 0 bis zu 1000 Scoville-Einheiten bewerten kann.

Die Sorten des süßen Pfeffers, die für die Herstellung des Paprikas brauchbar sind, werden vor allem auf den Territorien der Türkei, der USA, Ungarns und Spaniens gezüchtet. Dabei ist gerade Ungarn – der Hauptlieferant dieser Zutat.

In den europäischen Ländern wurde der Paprika aus Mittelamerika eingeführt; jedoch wurden die Klimabedingungen Europas ein Grund, dass der rote Pfeffer seine Schärfe verlor und mehr Süßigkeit erwarb.

Der Paprika wird in der Kochkunst nicht nur als Zutat, sondern auch wie ein Farbstoff bei der Produktion von Wurst und anderen Fleischlebensmitteln verwendet.

Nährwert, Bestand und Kaloriengehalt des Paprikas

Der Nährwert der Zutat bildet sich aus den folgenden Kennziffern: 14,4 g Eiweiß; 12,89 g Fett und 53,99 g Kohlenhydrate auf 100 g des Produktes. Der Kaloriengehalt des Paprikas erreicht 282 Kilokalorien. Ungeachtet der recht hohen Kennziffer ist diese Zutat kaum in der Lage, die Gesamtmenge der Kalorien pro Tag maßgeblich zu beeinflussen; doch ist es genug, wenn sie ganz ein wenig dazu beiträgt, dass das Gericht mit neuen Farben aufgewertet wird.

Das Gemüse ist reich an einer Vielzahl von Vitaminen – E, B6, C, B5, B1, A und B2. Dabei erreicht der Gehalt an Vitamin A das Rekordniveau mit 24,63 Milligramm pro 100 Gramm.

Die Liste der mineralischen Substanzen im Produkt ist umfangreich: Zink, Kupfer, Selen, Mangan, Phosphor, Eisen, Natrium, Kalzium und Kalium. Der Massenanteil des Kaliums beträgt etwa 2300 Milligramm und stellt unter den übrigen Mineralstoffen einen absoluten Rekord dar.

Zudem sind im Paprika bereits die oben genannten Capsaicine (die Substanz, die für die Schärfe verantwortlich ist), fettige Öle, Carotinoide (die dem Paprika die charakteristische Farbe verleihen) sowie einige ätherische Öle enthalten.

Die nützlichen Eigenschaften des Paprikas.

Die Aufnahme von Paprika in die Nahrung wirkt sich wohltuend auf das Funktionieren der Organsysteme aus. So sind in diesem Gemüse Substanzen enthalten, die die Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen behindern und insgesamt die Arbeit des Blutes verbessern.

Menschen mit Übergewicht werden häufiger dazu geraten, ihre Gerichte mit Paprika zu würfen, da diese Fähigkeit besitzt, die Verdauungsprozesse zu beschleunigen und den Stoffwechsel anzuregen. Experten empfehlen regelmäßig die Zugabe dieses Gemüses bei Krämpfen, Blähungen sowie Magenkrämpfen und der Bildung von Darmgasen.

Getrocknete Paprika

Der Gehalt an Vitamin C in diesem Gemüse fördert das Funktionieren des Immunsystems und hilft beim Kampf gegen Erkältungskrankheiten. Dabei ist die Menge an Ascorbinsäure im roten Paprika mehrmals höher als in einer Zitrone!

Darüber hinaus wirkt der Paprika festigend auf die Schleimhäute und trägt zur Verstärkung der Potenz bei Männern bei.

Der Paprika wird in der Zubereitung der verschiedensten Gerichte verwendet: Er lässt sich sehr gut mit Fleisch, Suppen, Gemüse und Salaten kombinieren.

Die schädlichen Eigenschaften des Paprikas.

Paprika ist nicht für jeden geeignet; bevor Sie sie reichlich in die Nahrung aufnehmen, sollten Sie wissen, welche Kontraindikationen bestehen. Getrockneter süßer Pfeffer wird Personen mit Allergien gegen seine Komponenten sowie Menschen mit Leber- und Nierenerkrankungen, Pankreatitis, Angina pectoris und chronischen Magenleiden nicht empfohlen.

Ob Wissen Sie das Folgende:

Der menschliche Magen kommt auch bei der Aufnahme von Fremdkörpern und ohne ärztliche Intervention zurecht. Es ist bekannt, dass Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


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