Krustentiere

Der Krebs ist ein wirbelloses Tier aus der Klasse der Krebstiere. Sein Körper besteht aus einem Kopf und einem flachen Hinterleib. Der Kopf gliedert sich in zwei Bereiche: den Kopfabschnitt (Flur) und den Brustabschnitt, die untereinander verbunden sind. Im Kopfbereich befindet sich ein scharfer Dorn. Auf beiden Seiten des Dorns liegen konvexe Augen, und vorn stehen vier feine Beine aufgereiht: zwei kurze und zwei lange. Die Scheren nutzt der Krebs zum Angriff und zur Verteidigung.

Frische Krebse

Der flache Hinterleib des Flusskrebses besteht aus sieben Gliedern. Vom Hinterleib gehen fünf Paare von Gliedmaßen ab; jedes dieser Gliedmaßen setzt sich aus zwei Zweigen zusammen. Der Krebs verwendet die Gliedmaßen zum Schwimmen, wobei das größte, erste Paar die Scheren bildet. Die Scheren nutzt der Krebs zum Angriff und zur Verteidigung. Wenn dem Krebs eine Schere fehlt, können die Stiele nachwachsen. Die Schwanzflosse wird von den sechsten und siebenten Paaren der Bauchbeine gebildet. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen.

Die Färbung des Krebses variiert je nach Standort und Wasserbeschaffenheit. Üblicherweise ist er bräunlich-grün, bläulich-braun oder grünlich-grau gefärbt.

Süßwasserkrebse leben in Gewässern wie Seen, Flüssen, Teichen und Bächen sowie im Frischwasser (mit Tiefen von bis zu fünf Metern; in Sümpfen bis zu zwölf Metern). Tagsüber verstecken sie sich am Grund in Höhlen, unter Wurzeln oder Konkrementen. Diese Verstecke haben eine Länge von 30–35 Zentimetern und schützen die Krebse vor anderen Süßwasserkrebsen. Im Winter halten sie sich im Sand- oder Schlammgrund auf; im Sommer werden sie in flachere Bereiche umgesiedelt.

Das Fleisch der Krebse ist weiß und weist selten rosa Flecken auf. Besonders kräftig und lecker sind die Flusskrebse in den Monaten Mai, Juni und August. Im Juli beginnt bei ihnen das Häuten – ein Prozess, der für diese Süßwasserkrebse von krankhaften Erscheinungen begleitet wird. Während des Häutens werden die Krebse geschmacklos und mager.

Es gibt drei weit verbreitete Krebsarten: den Breitfuß-, Langfuß- und Schmalfußkrebs. Der Langfußkrebs kommt häufiger vor als die anderen Arten, da er weniger anspruchsvoll gegenüber den Lebensbedingungen ist.

Nährwert und Kaloriengehalt der Krebse

In 100 g Flusskrebsfleisch sind enthalten: 83 g Wasser, 16 g Eiweiß, 1 g Fett, 0,2 g gesättigte Fettsäuren, 1,34 g Asche, 135 mg Cholesterin, 16 µg Vitamin B9 (Folsäure), 0,07 mg Vitamin B1 (Thiamin), 0,032 mg Vitamin B2 (Riboflavin), 2 mg Niacin (PP-Vitamin), 0,5 mg Pantothensäure (B5), 0,108 µg Vitamin B6, 37 µg Folsäure, 2 µg Cobalamin (Vitamin B12), 1 mg Ascorbinsäure (Vitamin C), 3 mg Antisterilitätsvitamin und 5 µg Ergocalziferol sowie 0,1 µg Coagulationsfaktor und 81 mg Cholin.

Das Fleisch enthält: 302 mg Kalium, 27 mg Calcium, 27 mg Magnesium, 58 mg Natrium, 256 mg Phosphor, 0,84 mg Eisen, 226 µg Mangan, 419 µg Kupfer, 1,3 mg Zink und 31,6 µg Selen.

Der Kaloriengehalt der Krebse beträgt neben 80 kcal pro 100 g Fleisch.

Die nützlichen Eigenschaften der Krebse.

Die gesundheitlichen Vorteile von Flusskrebsen sind auf ihren hohen Eiweißgehalt sowie die enthaltenen wertvollen Nährstoffe zurückzuführen. Der größte Teil des essbaren Fleisches befindet sich im Hinterleib, während das kleinere Maß an Fruchtfleisch in den Scheren liegt.

Der Kaloriengehalt von Krebsen ist gering; daher wird ihr Fleisch als hochwertiges Diätprodukt eingestuft.

Flusskrebsfleisch eignet sich besonders bei Schwäche des Kreislaufsystems und Herzinsuffizienz, bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Nieren sowie nach radiativer Therapie. Das Fruchtfleisch unterstützt die Leberreinigung und fördert die Funktion der Verdauungsorgane; es stärkt das Immunsystem, verbessert das Befinden und mildert Stressfolgen.

Die Chitinschale des Krebses enthält biologisch aktive Substanzen mit ausgeprägten antiseptischen und heilenden Eigenschaften. Diese Stoffe können Regenerationsprozesse im menschlichen Gewebe anstoßen. Bereits in alten Zeiten verwendeten Ärzte den Panzer, stellten daraus Pulver her und bestreuten damit Wunden unterschiedlicher Tiefe, die dann schnell abheilten. Eine alkoholische Tinktur auf Basis dieses Pulvers sättigt den Organismus mit Calcium und beschleunigt nach Operationen (z. B. bei Entfernung bösartiger Neubildungen) die Geweberegeneration. Zudem kann der Krebs zur Resorption verhärteter Geschwülste eingesetzt werden, wenn dies medizinisch indiziert ist.

Im Fruchtfleisch der Krebse liegt der Gehalt an organischem Jod etwa hundertmal höher als im Rindfleisch; dadurch verringert regelmäßiger Verzehr das Risiko für Schilddrüsenerkrankungen.

Nach Avicenna wurden Krebsmilzen zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt: Das Pulver aus getrocknetem Krebs wurde mit einem Sechstel des Balsamöl- oder Opiumextrakts gemischt und als Einreibung angewendet.

Die Methoden zur Zubereitung von Krebsen

Frische oder getrocknete Krabben werden mit Gewürzen in Salzwasser gekocht. Nach dem Kochen ist das Fleisch zäh und ein Teil des Panzers bleibt übrig. Die Garzeit variiert je nach Größe der Krebse zwischen 15 Minuten und einer halben Stunde. Durch die Erwärmung werden Carotinoide im Panzer zerstört, wodurch sich die Farbe der Flusskrebse von blau-grau zu rot ändert. Auch die Leber kann als Nahrungsmittel verwendet werden.

Der Genusswert dieser Tiere hängt in verschiedenen Ländern von der Zubereitungsart ab: In Frankreich wird roter Wein zum Kochwasser gegeben, während in Schweden Zucker anstelle von Salz zugesetzt wird.

Aus Krebsen wird häufig Suppe zubereitet; sie dienen zudem als Grundlage für diverse Imbisse und Salate.

Gekochte Krebse

Die Lagerbedingungen für Krebse

Lebende Krebse sollten im Kühlschrank nicht länger als drei Tage aufbewahrt werden. Gekochte Krebse sind es empfehlenswert, in demselben Wasser zu lagern, in dem sie gekocht wurden; dies sollte ebenfalls nicht länger als drei Tage erfolgen.

Gefrorene Krebse sollten nicht länger als einen Monat gelagert werden.

Krebs und gesundheitliche Risiken sowie Kontraindikationen

Krebse können die menschliche Gesundheit beeinträchtigen, wenn eine Allergie auf Fischprodukte besteht; zudem ist das Fleisch dieser Wirbellosen bei individueller Unverträglichkeit kontraindiziert.

Um Schäden zu vermeiden, sollten Krebse nicht in metallischem Geschirr gelagert werden. Aufgrund des hohen Schwefelgehalts kann sich das Fleisch verfärben und schnell verderben; für die Lagerung ist ausschließlich Glasgeschirr geeignet.

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Viele Experten gehen davon aus, dass Vitaminkomplexe für Menschen wirkungslos sind.


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