Trüffel

Der Trüffel ist ein wertvoller unterirdischer Pilz aus der Familie der Tuberaceae; er zählt zu den bekanntesten und kostspieligsten Delikatessen. Es gibt viele Trüffelsorten, doch nicht alle sind essbar; einige können sogar gesundheitsschädlich sein. Bezüglich des Vorkommens kann man nur Spanien, Italien, Frankreich und Russland als geeignete Regionen für die Nutzung in der Ernährung nennen. In Deutschland wächst hingegen der Sommertrüffel, der im Vergleich zum Wintertrüffel aufgrund seiner Wachstumsperiode weniger wertvoll ist. Sowohl das ungewöhnliche Aroma der weißen als auch der schwarzen Trüffeln wird weltweit wegen ihres Geschmacks besonders geschätzt.

Trüffel

Der Trüffel sieht außerordentlich anders aus als die gewöhnlichen Pilze, an die wir uns mit ihrem Hut und Stiel gewöhnt haben; er ist ihnen unähnlich. Äußerlich erinnert er an Kartoffeln oder andere knollige Formen mit Ansätzen, die Hautwarzen ähneln. Diese Form wird höchstwahrscheinlich dadurch bedingt, dass der Pilz unter der Erde wächst. Der Trüffel verbindet sich mit den Wurzeln von Bäumen, um sie vor verschiedenen Erkrankungen zu schützen und ihnen bei der Wasseraufnahme zu helfen.

Der Pilz vermehrt sich über die Sporen; sein Lebenszyklus ist ziemlich interessant. Tiere, darunter wilde Schweine, fressen die Pilze (sie finden sie nach dem Geruch und werden als Spürhunde in der Saison „der Trüffeljagd" sogar eingesetzt); ihre Ausscheidungen gelangen in die Erde, wo sich die Entwicklung fortsetzt.

Die Trüffeln erscheinen in gelblichen bis dunkelgrauen Farbtönen. Wenn das Fruchtfleisch des Pilzes angeschnitten wird, kann man feine hellgraue Schichten erkennen.

Nach dem Gewicht variieren die Trüffeln von einigen Gramm bis hin zum Kilogramm.

Der Nutzen der Trüffel für den Menschen

In den Trüffeln wurden Aneurin sowie Vitamine B2 und B3 nachgewiesen; es ist ihnen eigen, antioxidative und festigende Effekte zu entfalten. In den Pilzen wurden zudem Feromone entdeckt, weshalb sie als starke Aphrodisiaka gelten.

Diese Pilze kommen Frauen zum Vorteil, die ein Kind erwarten oder stillen, sowie Kindern und Jugendlichen – sie ermöglichen es ihnen, die chemischen Verbindungen zu nutzen, um die Kraftflut zu spüren und essentielle Mikroelemente für Wachstum und Arbeitsfähigkeit aufzunehmen.

Die Anwendung dieses ungewöhnlichen Pilzes in der Kosmetikologie und Medizin hat sich etabliert; es zeigt sich, dass man Augenerkrankungen mit dem Trüffelsaft behandeln kann.

In der kosmetischen Industrie werden vor allem weiße Trüffel verwendet: Dank ihres hohen Proteingehalts und ihrer antioxidativen Eigenschaften eignen sie sich für die Herstellung von festigenden Haarmitteln sowie aufhellender und glättender Gesichtscremes. Der bekannteste Konzern, der diese Pilze für die Kosmetikproduktion nutzt, befindet sich in Italien.

Der Kaloriengehalt der Trüffel ist mit dem von Gemüse vergleichbar und beträgt 24 Kalorien pro 100 Gramm.

So bereitet man Trüffelpilze vor.

Die Pilze werden mit verschiedenen Lebensmitteln kombiniert: vom Fleisch, über Gemüse bis hin zu Meeresprodukten und sogar Früchten. Oft dienen sie als Supplement zur Hauptplatte; wer auf eine ausgewogene Ernährung und Gewichtskontrolle achtet, findet diese Art der Zubereitung ideal: Angesichts des geringen Kaloriengehalts sind Trüffeln für die Taille nicht belastend.

Man kann Trüffelsoßen zubereiten, die entweder auf Wein- oder Sahnebasis hergestellt werden.

In der französischen Küche ist es üblich, Trüffeln bei der Zubereitung von Eierspeisen zu verwenden, da der Pilz Lebensmittel ideal ergänzt, die sonst keinen intensiven Geruch oder Geschmack aufweisen.

Soßen aus Trüffeln lassen sich herstellen und eignen sich hervorragend für Pasteten sowie Koteletts.

Trüffelsalat

Bei der Zubereitung mit Pilzen ist Vorsicht geboten: Eine langwierige thermische Bearbeitung führt zum Verlust ihrer nahrhaften Eigenschaften. Trüffeln werden meist frisch verwendet, können aber auch vorläufig verarbeitet werden – beispielsweise dürfen sie im Backofen nicht länger als fünf Minuten gebacken werden. Mengen Sie die Pilze erst unmittelbar vor dem Servieren in die fertigen Gerichte ein, damit sie ihr Aroma nicht verlieren.

Es ist ebenfalls wichtig zu wissen, wie Trüffeln – nicht länger als vier Tage in einem dicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten.

Experten empfehlen, den von der Erde gereinigten Pilz zur Gewährleistung seiner Unversehrtheit in Reis aufzubewahren; dies verhindert sowohl das Vertrocknen des Trüffels als auch eine übermäßige Feuchtigkeit.

Der Schaden durch Trüffelkonsum

Nur bei einer Allergie gegen Pilze können Trüffeln dem Menschen schaden.

Ob Das sollten Sie wissen:

Das menschliche Blut „läuft" unter hohem Druck in den Gefäßen; bei Verletzung ihrer Integrität kann es sich bis zu 10 Meter weit ausbreiten.


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