Der Wolfsdistel

Wolfsbeere – mehrjähriger giftiger Strauch Der Wolfsbast (woltschejagodnik, woltschnik gewöhnlich, woltschnik tödlich) – das vieljährige giftige Gebüsch der Familie Woltschnikowych.

Unter natürlichen Bedingungen erreicht das Gebüsch eine Höhe von 1 m; jedoch kann es bei günstigen Bedingungen bis zu 2,5 m wachsen.

Im Frühling werden die Stiele des Gebüsches kahl, und auf den Zweigen des Wolfsdistels bilden sich Knospen. Sie befinden sich in den Achseln der Blätter, die noch aus dem Vorjahr stammen. In jeder Achse befinden sich drei Blüten des Wolfsdistels.

Der Wolfspflaume – das einzige Gebüsch in unseren Regionen, das vor dem Blätteraustrieb blüht. Die rosa Blüten des Wolfsbastes ähneln im Aussehen den Fliederblüten und besitzen ein sehr angenehmes Aroma (ähnlich dem der Hyazinthe).

Der Stamm und die Zweige des Wolfspflaumes weisen eine grau-braune Farbe auf; die Blätter haben birnenförmige Formen, ebenso wie die hellroten Beeren.

Der Wolfspflaum blüht von Februar bis Ende März prächtig. In Russland fällt die Blütezeit des Gebüsches auf April und Mai. Die Pflanze bevorzugt lichtarme Standorte sowie Böden mit einem hohen Nährstoffgehalt; sie wächst vorzugsweise an Waldrändern oder in sumpfigen Wäldern.

Das Gebüsch ist in Ost- und Westsibirien, im Kaukasus sowie im europäischen Teil Russlands verbreitet.

Die chemische Zusammensetzung

In allen Teilen des Gebüsches finden sich giftige Substanzen: das Glykosid Dafrin (verursacht schnellere Blutungen) und das Harz Meserin (ruft Magenverstimmungen hervor; auf der Haut treten Rötungen und Quaddeln auf).

In den Beeren des Wolfspflaumes sind fette Öle enthalten, die bei topischer Anwendung wirken, sowie Benzoesäure, Sitosterol, Flavonoide, Kumarine, Dafrin, Dafnetin und Hydroxikumarine.

Die Rinde der Pflanze enthält Wachse, Harze und Farbstoffe.

Die Beeren des Wolfspflaumes sind eine Quelle für adstringierende und bittere Substanzen, ätherisches Öl, Kokkognin sowie Fette.

Die Anwendung in der Medizin

Wolfsbeerbeeren Die Präparate woltschnika gewöhnlich leisten analgesirujuschtscheje, das Schlafmittel, das Abführmittel und protiwoepileptitscheskoje den Effekt auf den Organismus des Menschen.

Beim Einsatz des Wolfsbastes ist größte Vorsicht geboten; da es sich um eine hochgiftige Pflanze handelt, darf sie ohne ärztliche Anordnung nicht verwendet werden.

Aufgüsse aus dem Wolfsbast werden bei Radikulitis, Ischias, Neuralgien und Geschwülsten eingesetzt; in einigen Fällen auch Sud oder Tinktur zur Behandlung von Erkältungen, Angina pectoris, Gelbsucht und Dysenterie.

Bei Zahnbeschwerden wirkt der Wolfsbast schmerzstillend.

Symptome einer Vergiftung

Bereits die Aufnahme einiger Beeren des Wolfsbastes kann zum Tod führen.

Zu den Vergiftungserscheinungen gehören:

  • Bauchschmerzen;
  • Erbrechen;
  • Durchfall;
  • Blut im Urin.
  • Erhöhte Speichelabsonderung.

Der Tod tritt infolge des Herzstillstands ein.

Bei Auftreten von Vergiftungszeichen müssen unverzüglich folgende Maßnahmen ergriffen werden: Magenspülung und Einleitung von Rizinusöl; bei Wolfsbeerenvergiftung darf Abführmittel keinesfalls verabreicht werden. Das Hauptziel ist die Elimination der Reizung der Schleimhäute des Verdauungstrakts. Dazu müssen im Mund Eisstücke schluckweise eingenommen, mit Dikain geschmiert und peroral Anästhesin verabreicht werden.

Kontraindikationen

Bei der Anwendung von Wolfsbeeren sind die Dosierungen streng einzuhalten; die Behandlung ist für Kinder absolut kontraindiziert.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Der menschliche Magen kommt mit unbedeutenden Gegenständen und ohne ärztliche Intervention gut zurecht. Es ist bekannt, dass der Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt