Dopamin

Dopamin-Konzentrat zur Herstellung von Infusionslösungen Dopamin – ein kardiotonisches und antihypertensives Arzneimittel.

Ausgabemaß und Bestand

Darreichungsform: Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (transparente, leicht gefärbte oder farblose Lösung) in 5-ml-Glasampullen. Verpackung: Umreifverpackung nach 5 Ampullen; Pappverpackung nach 1 oder 2 Packungen bzw. drei Einheiten; auf 5 oder 10 Ampullen in der Pappschachtel oder dem Paket.

Der Wirkstoff ist Dopaminhydrochlorid. Die Konzentration beträgt 5 mg/ml, 10 mg/ml, 20 mg/ml oder 40 mg/ml.

Hilfsstoffe: Lösung von Natriumchlorid 0,9 % (pH-Wert zwischen 3,5 und 4,0), Natriumsulfat sowie Wasser für Injektionszwecke.

Anwendungshinweise

  • Schwere Formen des Herz-Kreislauf-Versagens unterschiedlicher Ätiologie;
  • Kardiogener, anaphylaktischer, infektiös-toxischer, hypovolämischer (nach Wiederherstellung des Blutvolumens) und postoperativer Schock;
  • Die arterielle Hypotonie
  • Das Syndrom des niedrigen Herzzeitvolumens bei Patienten nach kardiochirurgischen Eingriffen;
  • Die Erhöhung der Diurese bei Vergiftungen.

Kontraindikationen

  • Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
  • Phäochromozytom
  • Kammerflattern
  • Individuelle Empfindlichkeit gegenüber Dopamin

C ist mit Vorsicht bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien, Kammerflimmern, Vorhofflimmern), Hypovolämie, metabolischer Azidose, Herzinfarkt, Hyperkapnie, Hypertonie im kleinen Kreislauf, Hypoxie, Thyreotoxikose, Blasenkarzinom, Diabetes mellitus, okulärer Glaukomerkrankung (bei Absorption von Disulfiden), okklusiven Angiopathien (einschließlich Embolie, Atherosklerose, obliterierende Thrombangiitis, diabetische Endarteriitis, obliterierende Endarteriitis, Raynaud-Syndrom) sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern bis zum 18. Lebensjahr zu verabreichen.

Anwendung und Dosierung

Die fertige Dopamin-Lösung wird intravenös tropfweise verabreicht.

Dosierung und Anwendungsdauer werden individuell vom Arzt unter Berücksichtigung des arteriellen Blutdrucks, der Reaktion des Patienten auf das Präparat sowie der Schweregrade des Schocks festgelegt.

Zur Steigerung der Herzkontraktilität und Diurese beträgt die empfohlene Dosis 0,1–0,25 mg/min; bei Bedarf zur Beeinflussung des arteriellen Blutdrucks wird die Dosis auf bis zu 0,3–0,5–0,7 mg/min erhöht. Für erwachsene Patienten sollte die Höchstdosis von 1,5 mg/min nicht überschritten werden.

Bei Kindern erfolgt die Dosierung gewichtsabhängig mit 0,004–0,006 mg pro kg Körpergewicht und Minute.

Die Anwendung von Dopamin kann bis zu 28 Tage dauern.

Nebenwirkungen

  • Kardiovaskuläres System: Senkung oder Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, Bradykardie oder Tachykardie, Brustschmerzen, Leitungsstörungen, Erweiterung des QRS-Komplexes, Zunahme des enddiastolischen Blutdrucks in der linken Herzkammer, Vasospasmus; bei hohen Dosen: supraventrikuläre oder ventrikuläre Arrhythmien.
  • Nervensystem: Häufiges Auftreten von Kopfschmerzen; seltener Schwindel sowie Angstzustände und Tremor der Hände.
  • Verdauungssystem: Übelkeit, Erbrechen sowie Blutungen aus dem Gastrointestinaltrakt.
  • Allergische Reaktionen: Bei Patientinnen mit Bronchialasthma können ein Bronchospasmus sowie ein anaphylaktischer Schock auftreten.
  • Stoffwechsel: Polyurie.
  • Lokale Reaktionen: Nekrose der Haut und des subkutanen Gewebes bei intradermaler Injektion der Lösung.
  • Weitere Symptome: Seltener treten Azotämie, Dyspnoe und Piloerektion auf; sehr selten ist Polyurie (bei Therapie mit niedrigen Dosen).

Besondere Hinweise

Die Gabe von Dopamin ist erst nach Volumenrestitution indiziert.

Die Gabe der Lösung erfordert eine sorgfältige Überwachung von Herzfrequenz, arteriellem Blutdruck, Elektrokardiogramm (EKG), Diurese-Volumen, pulmonalarteriellen Druck, Schlagvolumen, Füllungsdruck der Herzkammern und zentralem Venendruck.

Bei Abnahme der Diurese ist die Dopamin-Dosis zu reduzieren.

Bei gleichzeitiger Gabe von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO) ist die Dopamin-Dosis zu reduzieren, da sich das Risiko für hypertensive Krisen erhöht.

Arzneimittelwechselwirkungen

In Kombination mit Dopamin:

  • Diuretika: Sie verstärken die harntreibende Wirkung des Arzneimittels.
  • Furazolidon, Selegilin, Prokarbazin sowie andere MAO-Hemmer und Guanethidin können die Dauer und Intensität des kardiostimulatorischen und pressorischen Effekts von Dopamin verstärken.
  • Octadin erhöht den sympathikomimetischen Effekt von Dopamin.
  • Zyklopropan, Enfluran, Chloroform, Galotan, Metoxifluran und Isofluran sowie andere inhalative Anästhetika (Kohlenwasserstoff-Derivate) erhöhen das Risiko schwerer Herzrhythmusstörungen.
  • Schilddrüsenhormone können den Effekt von Dopamin verstärken.
  • Levodopa erhöht das Risiko für die Entstehung von Herzrhythmusstörungen.
  • Beta-Adrenoblocker der Butyrophenon-Reihe können den dopaminergen Effekt herabsetzen.
  • Kokain sowie weitere Sympathomimetika verstärken die kardiotoxische Wirkung des Präparats.
  • Herzglykoside können das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.
  • Oxytocin, Ergometrin, Methyleergometrin und Ergotamin verstärken die vasokonstriktorische Wirkung sowie das Risiko für Ischämien, schwere arterielle Hypertonie bis hin zum drohenden intrakraniellen Hämatom.
  • Maprotilin und andere trizyklische Antidepressiva können durch eine Verstärkung des dopaminergen Effekts die Entwicklung von Arrhythmien, Tachykardien sowie einer schweren arteriellen Hypertonie auslösen.
  • Phenytoin: Das Risiko einer schweren arteriellen Hypotonie wird erhöht.
  • Guanethidin, Guanadrel, Methyldopa sowie Rauwolfia-Alkaloide: Ihr blutdrucksenkender Effekt nimmt ab.

Dopamin vermindert die antianginale Wirkung der Nitrate; diese wiederum reduzieren den pressorischen Effekt von Sympathomimetika und erhöhen dadurch das Risiko einer arteriellen Hypotonie.

Die Lösung ist mit Oxidationsmitteln, Eisensalzen, alkalischen Lösungen sowie Thiamin unvereinbar.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen.

Bei einer Temperatur von bis zu 25 °C lagern und vor Kindern schützen.

Die Haltbarkeit beträgt drei Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Früher ging man davon aus, dass Schlaf den Organismus mit Sauerstoff anreichert; diese Ansicht wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Schlafen das Gehirn kühlt und seine Arbeitsfähigkeit verbessert.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt