FGDS

Die Fibrogastroduodenoskopie (FGDS) oder Gastroskopie ist ein endoskopisches Verfahren, bei dem der Arzt die oberen Abschnitte des Gastrointestinaltrakts (Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm) mit einem speziellen Gerät – dem Gastroskop – untersucht. Das Gerät besteht aus einem flexiblen Schlauch, der optische Systeme, eine Kamera sowie einen Arbeitskanal für Instrumente enthält; über diesen Kanal können Gewebeproben zur Biopsie entnommen werden. FGDS – endoskopische Untersuchungsmethode

Die Gastroskopie (FGDS) gilt heute als sichere Untersuchungsmethode dank modernster Geräte; Komplikationen sind äußerst selten und betreffen etwa 1 % der Patienten.

Mögliche Komplikationen sind die Perforation (Durchbruch der Organwand) sowie Blutungen, die während Manipulationen wie Polypektomie oder Biopsie durch Verletzung des Organs entstehen. Eine Perforation erfordert einen chirurgischen Eingriff. Bei Kindern wurden in extrem seltenen Fällen nach einer Gastroskopie psychische Störungen beobachtet.

Indikationen für die Gastroskopie

Die Gastroskopie (FGDS) wird empfohlen, wenn eine detaillierte Untersuchung der Schleimhaut von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm notwendig ist. Sie dient zur Diagnostik von Magengeschwüren oder Zwölffingerdarmgeschwüren, Gastritis sowie Ösophagitis. Zudem wird sie bei Blutungen oder Verdacht auf Tumore im Magen bzw. im Zwölffingerdarm eingesetzt. In bestimmten Fällen kann die Gastroskopie auch zur Diagnosepräzisierung bei neurologischen Störungen oder Allergien beitragen.

Eine Gastroskopie (FGDS) des Magens, Zwölffingerdarms und der Speiseröhre wird allen Menschen ab dem 40. Lebensjahr empfohlen, um onkologische Erkrankungen auszuschließen oder frühzeitig zu erkennen.

Methodik der Durchführung

Die Gastroskopie (FGDS) wird von Gastroenterologen durchgeführt, die sich auf diese Methode spezialisiert haben. Zur Vorbereitung erfolgt eine lokale Anästhesie des Rachens mit Lidocainspray; in seltenen Fällen kann zusätzlich eine Sedierung, eine lokale Anästhesie der Zungenspitze oder eine Vollnarkose angewendet werden. Der Patient beißt den Mundschutz fest, um das Endoskop sicher einzuführen, und schluckt, während der Arzt das Gastroskop in die Speiseröhre einleitet. Um Unbehagen und Übelkeit zu reduzieren, sollte der Patient tief und ruhig atmen.

FGDS – Untersuchungsart des Magen-Darm-Trakts Der Arzt betrachtet die Schleimhäute von Zwölffingerdarm, Magen und Speiseröhre. Falls eine Dokumentation erforderlich ist, werden Aufnahmen (Foto- oder Videoaufnahmen) erstellt. In modernen Endoskopen sind diese Bilder deutlich und detailliert; sie können entweder direkt in den Computer übertragen oder auf einem Monitor angezeigt werden. Bei Bedarf können zudem Blutungen gestillt, Medikamente appliziert oder Polypen entfernt werden. Ergibt sich ein pathologischer Befund, so wird eine transendoskopische Ultraschalluntersuchung (EUS) oder eine Biopsie durchgeführt.

Eine diagnostische Gastroskopie dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten; bei zusätzlichen Manipulationen kann die Prozedurzeit auf zwanzig bis dreißig Minuten verlängert werden.

Nach der Gastroskopie können vorübergehende Schluckbeschwerden auftreten, die sich meist innerhalb von ein bis zwei Tagen von selbst zurückbilden.

Vorbereitung zur FGDS

Die Nahrungsaufnahme und das Trinken müssen 8 bis 10 Stunden vor dem Eingriff unterbleiben.

Der Patient muss den Arzt über bestehende Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Schizophrenie, Epilepsie) sowie über die aktuelle Medikation informieren. Zudem ist es unbedingt erforderlich, eine eventuelle Medikamentenallergie anzuzeigen.

Ob Wissenswertes:

Menschen, die regelmäßig frühstücken, nehmen seltener an Gewicht zu.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt