Qigong-Gymnastik

Die chinesische Qigong-Gymnastik ist eine der ältesten Gesundheitsmethoden. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit sowie das Erreichen von Langlebigkeit und Wohlbefinden. Diese Praxis nutzt Heilungsmethoden; sie wurde vor mehr als 7.000 Jahren von chinesischen Weisen gesammelt und sorgfältig an Nachkommen weitergegeben, wobei sowohl heilende Übungen als auch Atemtechniken kombiniert werden.

Grundlagen der Ziqun-Gymnastik

In der Vorstellung der chinesischen Philosophie ist die Welt, in der wir leben, mit der Energie Qi erfüllt. Sie ist überall vorhanden: in der Luft, in den Bäumen, in Gebäuden und natürlich im Menschen. Im menschlichen Körper bewegt sich Qi entlang sogenannter Meridiane und sammelt sich in Dantian-Zentren – den energetischen Knotenpunkten des Körpers – an. Das Ziel der Qigong-Gymnastik ist die Normalisierung des Qi-Stroms im menschlichen Organismus, die Stärkung seiner Durchblutung sowie die Befüllung von drei Dantians, die sich in der Kopf-, Brust- und Bauchregion befinden, durch den physikalischen Mechanismus der Selbstheilung, der im menschlichen Körper schlummert.

Qigong-Übungen

Die Grundlage der Qigong-Gymnastik bilden körperliche Übungen in Kombination mit Atemtechniken, die harmonisch, fließend und angenehm gestaltet sind.

Die chinesische Qigong-Gymnastik zielt auf die Harmonisierung des menschlichen Organismus auf drei Ebenen ab: physisch, emotional und intellektuell. Sie aktiviert physiologische Körperfunktionen, fördert die Reinigung der Blutgefäße, steigert das Niveau sexueller Hormone, erhöht die Immunität und normalisiert den Stoffwechsel.

Qigong-Übungen erneuern die Lebenskraft des Menschen sowie verzögern Alterungsprozesse des Organismus. Sie umfassen:

  • Übungen, die nach erzwungener Anstrengung und Schwächung des Körpers durchgeführt werden, um die Konzentration der medialen Energie zu fördern;
  • Die Übungen im Abzug des Rumpfes in einer bestimmten Lage unterstützen die Verstärkung der im jeweiligen Prozess eingesetzten Muskeln.
  • Zugübungen zur Steigerung der Muskeldehnbarkeit und des Muskeltonus;
  • Übungen mit dem Spanngurt.
  • "Wissy" in verschiedenen Lagerhaltungen (als Vorbereitung)

Die Atemgymnastik nach der Methode von Zigun.

Nach Ansicht der Meister von Zigun atmen viele Menschen falsch, indem weniger als ein Drittel des Lungenvolumens genutzt wird. Die Atemgymnastik nach der Methode von Zigun erweitert die Möglichkeiten des Atmungssystems, gewährleistet den ständigen Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid, verbessert den Blutkreislauf, trägt zur Aufrechterhaltung der körperlichen Form bei und fördert ruhiges, klares Denken. Die gymnastischen Übungen nach der Methode von Zigun erfordern eine obligatorische Kombination der physischen Effekte mit einer tiefen Bauchatmung (Atmung durch das Zwerchfell).

Bei dieser Atmung bleibt die Brustkorb bewegungsunfähig: Beim Einatmen tritt der Bauch vorwärts hervor, da er sich mit Luft füllt; bei der Ausatmung zieht er sich zurück. Der Kopf wird dabei gerade gehalten, während Hals und Wirbelsäule gestreckt werden. Je nach Art der Übungen nach der Methode von Zigun unterscheidet man:

  • "Die Feueratmung" ist die rhythmische Zwerchfellatmung, bei der das Einatmen aktiv und das Ausatmen durch kräftiges Einziehen des Bauches erfolgt. Diese Technik wird in dynamischen Übungen nach Zigun angewendet.
  • Bei statischen Übungen kommt eine tiefe, langsame Atmung zum Einsatz, bei der sowohl Ein- als auch Ausatmung hinsichtlich ihrer Intensität gleich sind. Sie wirkt reinigend und entspannend.

Zu den Hauptaspekten der Atemgymnastik nach Zigun gehört die tiefe Bauchatmung.

  • Bei dieser Technik wird das Einatmen aktiv durch die Zwerchfellbewegung durchgeführt, während das Ausatmen passiv und entspannt erfolgt.
  • Die Atmung erfolgt ausschließlich über die Nase, es sei denn, eine andere Methode wird ausdrücklich erlaubt.
  • Der Oberkörper muss aufrecht gehalten werden.

Die Zigun-Gymnastik für die Wirbelsäule.

Der Komplex der chinesischen Zigun-Gymnastik umfasst spezielle Übungen, die auf die Wirbelsäule und die darin energetisch liegenden Zonen abzielen. Die Zigun-Gymnastik für die Wirbelsäule ist für alle zugänglich: Sie erfordert keine spezielle Vorkenntnisse in der Körperschulung und kann auch von geschwächten Personen ausgeführt werden.

Empfehlungen nach dem Abschluss der Heilübungen der Zigun-Gymnastik

  • Die Übungen müssen langsam, fließend und ohne Ruckeln ausgeführt werden
  • Jede Übung ist 8- bis 10-mal zu wiederholen.
  • Lendenwirbel und Rücken werden fest gegen die Beckenknochen gepresst.

Damit die unten aufgeführten Übungen der Zigun-Gymnastik ergebnisbringend sind, müssen alle Übungen in strenger Reihenfolge ausgeführt werden.

  • Ausgangsstellung: Stehend neigen wir den Rücken, indem wir das Kinn in Richtung einer tiefen Einsenkung drücken und dabei langsam und fließend biegen.
  • Ausgangsstellung stehend: Die Hände werden auf Schulterhöhe getrennt. Wir vollziehen eine Drehbewegung der Schulter zu einer Seite ohne Berührung der Wirbelsäule und wiederholen die Bewegung anschließend langsam auf der anderen Seite; diese Übung ähnelt dem Element der Körperbewegung im Tanz.
  • Ausgangsstellung stehend mit erhobenen Händen: Langsam beugen wir uns vorwärts unter einem Winkel von 90 Grad und fixieren den Körper in dieser Pose für 5 bis 10 Sekunden.
  • Ausgangsstellung stehend: Die Hände befinden sich auf Schulterhöhe vor dem Körper. Ziel ist es, durch die Armbewegung das Gesäß zu erreichen, woraufhin in die Ausgangsposition zurückgekehrt wird.
  • Ausgangsstellung stehend: Ein Bein wird im Knie gebeugt und nach oben gezogen; dabei kann das Bein mit der Hand festgehalten werden. Die Position wird einige Sekunden gehalten und anschließend mit dem anderen Bein wiederholt.
  • Ausgangsstellung stehend: Die Hände befinden sich auf Schulterhöhe seitlich am Körper. Durch einen kräftigen Schwung wird das Bein angehoben, wobei versucht wird, mit der Hand bis zum Fuß zu gelangen. Anschließend werden die Beine getauscht.

Grundlage der Qigong-Gymnastik für die Wirbelsäule ist eine korrekte Bauchatmung; andernfalls verwandelt sich die Methode in gewöhnliches Aerobic.

Übungen der Qigymnastik

Die Gymnastik nach dem Prinzip von Zigun zur Gewichtsabnahme.

Das Konzept der Gymnastik nach Zigun zur Gewichtsreduktion unterscheidet sich grundlegend von westlichen Methoden wie Aerobic, Fitness oder Laufen: Die chinesische Medizin lehnt das erzwungene Verbrennen von Kalorien sowie die Einschränkung des Nahrungseingangs (Diät) als Konzepte eines gesunden Verhaltens ab.

Die Grundlage der Gymnastik nach Zigun zur Gewichtsabnahme bilden drei Übungen.

  • Übung 'Der Frosch': Setzen Sie sich auf einen Stuhl und stellen Sie die Beine schulterbreit im rechten Winkel auf. Pressen Sie die Finger der linken Hand zur Faust zusammen, während die rechte Hand diese umfasst. Neigen Sie den Oberkörper vorwärts und legen Sie die Ellbogen auf die Knie. Lassen Sie den Kopf auf dem Handgelenk ruhen und entspannen Sie die Bauchmuskulatur. Atmen Sie tief ein, bis sich der Bauch wie ein aufgeblähter Ball anspannt. Diese Übung reduziert den Appetit effektiv.
  • Die Welle: Legen Sie sich auf den Rücken und beugen die Beine im rechten Winkel, wobei die Füße an das Schambein gedrückt werden. Eine Hand legen Sie auf den Bauch, die andere auf die Brust. Ziehen Sie bei jedem Atemzug die Brust ein und blähen Sie den Bauch auf. Wiederholen Sie die Übung 20 bis 30 Mal. Diese Methode ist empfehlenswert, wenn Sie starken Hunger verspüren.
  • Die Lotusblume: Diese Übung fördert den Stoffwechsel. Setzen Sie sich in die Pose der Lotusblume und bedecken Sie die Augen. Wechseln Sie im Laufe von fünf Minuten abwechselnd zwischen tiefer Einatmung und Ausatmung. Ihr Zustand soll das Eintauchen in einen Traum erinnern. Die Dauer der Übung beträgt 10 bis 15 Minuten.

Nach Ansicht chinesischer Ärzte liegt das Problem des Übergewichts in einer Ungleichgewichtigkeit der Qi-Energie im Körper: Wird die Harmonie der Qi-Ströme wiederhergestellt, kann man sich ohne strenge Ernährungsbeschränkungen ernähren und dabei schlank bleiben.

Ob Das sollten Sie wissen.

Laut WHO-Forschungsergebnissen erhöht ein tägliches halbstündiges Gespräch am Handy die Wahrscheinlichkeit einer Gehirntumor-Entwicklung auf 40 %.


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