Gliklazid-MW

Gliklazid-MV-Tabletten Gliklazid-MW: Perorales hypoglykämisch wirksames Arzneimittel.

Darreichungsform und Packungseinheiten

Gliklazid-MW wird als Tablette mit modifizierter Freigabe ausgegeben: zylindrisch, doppelt konkav; weiß bis cremefarben gefärbt oder einfarbig weiß; eventuelle Marmorierung ist unbedeutend. Die Packungseinheiten umfassen 10, 20 oder 30 Tabletten in Umreifungs-Aluminium- oder PVC-Schalenpackungen sowie 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Tabletten im Papierpaket. Weiterhin sind Packungen mit 10, 20, 30, 40, 50, 60 oder 100 Tabletten in Polymerbehältern erhältlich, wobei jeweils ein Behälter in einem Papierpaket enthalten ist.

Packungseinheit: 1 Tablette

  • Wirkstoff: Gliklazid – 30 mg;
  • Hilfsstoffe: Hypromellose (70 mg), kolloidales Siliziumdioxid (1 mg), mikrokristalline Cellulose (98 mg) und Magnesiumstearat (1 mg).

Anwendungsangaben

Gliklasid MW ist indiziert zur Behandlung der mittelschweren Form des Diabetes mellitus Typ 2 bei initialer Manifestation einer diabetischen Mikroangiopathie.

Das Präparat wird zudem zur Prophylaxe von Störungen des Mikrozirkulationsystems eingesetzt (in Kombination mit anderen Sulfonylharnstoffen).

Kontraindikationen

  • Diabetes mellitus Typ 1 (insulinabhängig)
  • Manifeste Funktionsstörungen der Leber und der Nieren
  • Diabetische Ketoazidose
  • Diabetisches Koma und Präkomakom
  • Gleichzeitige Anwendung mit Imidazol-Derivaten (Arzneimitteln, die Mikonazol enthalten)
  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide und deren Derivate

Die Anwendung von Gliklazid-MW ist bei Schwangeren und Stillenden nicht empfohlen

Einnahmeform und Dosierung

Gliklazid-MW sollte vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Einnahmehäufigkeit: Zweimal täglich.

Der Arzt bestimmt die Tagesdosis individuell basierend auf den klinischen Manifestationen der Erkrankung und dem Blutzuckerspiegel unter Berücksichtigung der Nüchternwerte sowie des Wertes nach 2 Stunden postprandial.

Die Anfangsdosis beträgt in der Regel 80 mg pro Tag; die mittlere Dosis liegt zwischen 160 und 320 mg pro Tag.

Nebenwirkungen

Während der Anwendung von Gliklasid MW kann es zu Funktionsstörungen einzelner Organsysteme kommen:

  • Verdauungssystem: selten – Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall sowie epigastrische Schmerzen;
  • Endokrines System: bei Überdosierung – Hypoglykämie;
  • Hämatopoetisches System: in Einzelfällen – Thrombozytopenie, Felty-Syndrom oder Agranulozytose sowie Anämie (meist reversibler Natur);
  • Allergische Reaktionen: Juckreiz, Hautausschlag.

Besondere Hinweise

Bei der Behandlung eines insulinabhängigen Diabetes mellitus sollte Gliklasid MW gleichzeitig mit einer kalorienarmen Diät bei geringem Kohlenhydratgehalt angewendet werden.

Während der Therapie ist es erforderlich, regelmäßig die täglichen Schwankungen des Blutzuckers sowie den Nüchternblutzucker und den Blutzucker nach dem Essen zu kontrollieren.

Bei chirurgischen Eingriffen oder bei Dekompensation eines Diabetes mellitus ist die Möglichkeit einer Insulintherapie zu berücksichtigen.

Im Falle einer Hypoglykämie bei einem bewusstseinsklaren Patienten ist eine perorale Gabe von Glucose (oder Zuckersolution) erforderlich; bei Bewusstlosigkeit sind eine intravenöse Glucose- oder eine subkutane/intramuskuläre/intravenöse Glukagon-Gabe notwendig. Zur Vermeidung einer erneuten Hypoglykämie nach Wiederherstellung des Bewusstseins muss der Patient reich mit Kohlenhydraten versorgt werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Gliklazid und Zimtidin wird nicht empfohlen.

Bei der gemeinsamen Gabe von Gliklazid MW mit Verapamil ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich; bei Acarbose ist eine sorgfältige Überwachung sowie eine Anpassung des Dosierungsregimes hypoglykämischer Mittel notwendig.

Arzneimittelinteraktionen

Die gleichzeitige Einnahme von Gliklazid-MW mit bestimmten anderen Medikamenten kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen:

  • Derivate des Pyrazolons, Salicylate, Phenylbutazon, antibakterielle Sulfonamide, Theophyllin sowie Monoaminoxidasehemmer (MAO): Verstärkung der hypoglykämischen Wirkung von Gliklazid
  • Nichtselektive Beta-Blocker: Erhöhung des Risikos für Hypoglykämie; charakteristisch sind verstärkte Polyurie und Maskierung von Tachykardie sowie Zittern bei Hypoglykämie.
  • Gliklazid in Kombination mit Acarbose: Verstärkung der hypoglykämischen Wirkung
  • Zimtidin: Erhöhung der Gliklazid-Konzentration im Plasma; dies kann zu schweren Hypoglykämien führen, die sich durch Unterdrückung des Zentralnervensystems und Bewusstseinsstörungen manifestieren.
  • Glukokortikoide (einschließlich äußerlicher Darreichungsformen), Diuretika, Barbiturate, Östrogene, Progestine, kombinierte östrogen-progestin-haltige Präparate sowie Phenytoin und Rifampicin: Senkung der hypoglykämischen Wirkung von Gliklazid

Lagerfristen und Lagerbedingungen

Lagern Sie das Arzneimittel vor Licht geschützt an einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 3 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Beim Küssen der Liebenden verliert jeder von ihnen pro Minute etwa 6,4 kcal; dabei werden jedoch fast 300 verschiedene Bakterienarten übertragen.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt